Alexander Kluge: Minutenfilme #5
Austellung
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ARGOS Centre for Audiovisual Arts, Brussels
Diese einjährige Wechselausstellung präsentiert fünf aufeinander folgende Konstellationen von jeweils acht Filmen des bedeutenden deutschen Regisseurs Alexander Kluge. Die von Kluge speziell für diesen Anlass zusammengestellten Präsentationen zeigen eine Auswahl aktueller Minutenfilme - kurze, hybride Filme, die in der Regel zwischen einer und acht Minuten lang sind. Vom Theoretischen bis zum Opernhaften, vom Kosmischen bis zum Mathematischen bietet Kluge einen oft ironischen und doch freimütigen sozialen Kommentar zu historischen und aktuellen Ereignissen.
Alexander Kluge hat in seinen Minutenfilmen eine stringente Art des Filmemachens entwickelt, in der er komplexe Gedanken zu wenigen Minuten verdichtet. Um dies zu erreichen, bedient sich der Regisseur einer höchst idiosynkratischen Schnitttechnik, bei der eine Fülle von Bildern und Tönen aus unterschiedlichsten Quellen und von verschiedenen Kooperationspartner*innen zusammengeführt wird. Dabei stellt sich Kluge eine aktive Rolle für den/die Zuschauer*in vor: "Die Betrachter*innen sind das Medium, was sie sich nicht vorstellen können, kann auch nicht im Medium existieren."
Im Rahmen der Ausstellung ist auf Sabzian ein Interview mit Alexander Kluge erschienen.
Diese Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Berlin und ARGOS Centre for Audiovisiual Arts realisiert.
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Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, ist Schriftsteller, Filmemacher und Fernsehproduzent. Der Zeitgenosse von Adorno, Habermas und Fassbinder gilt als praktischer wie theoretischer Vordenker des Neuen Deutschen Films, indem er gesellschaftliche und politische Kritik in den Mittelpunkt seines Schaffens stellt. Zu seinen wichtigsten filmischen Arbeiten, für die er in Venedig, Cannes und anderswo ausgezeichnet wurde, gehören Abschied von gestern (1966), Deutschland im Herbst (1977, Episode) und Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit (1985). Neben seinen Filmen veröffentlicht Kluge erzählerische Texte und Essays. Er gründete die Produktionsfirma dctp.tv produziert unabhängige Kulturmagazine. Für sein Gesamtwerk wurde ihm 2003 der Georg Büchner-Preis verliehen.
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Minutenfilme #5:
Hagen sinks the Rheingold (2020) 02:09
Für Heiner Müller: "Von Sternen stürtzt die Zeit" (2020) 01:50
Eigensinn der Arbeitskraft (2017) 04:20
Wie einem intelligenten Tier das Rückgrat brach (2018) 01:38
Die Leuchtkraft von Hand, Kosmos und Denken (2020) 02:14
Longue durée im Mittelmeer (2021) 01:53
"Schmiedepresse" (2018) 04:38
Wetterfront am Nordhimmel (2021) 03:28
Oper mit Hammer & Mühle (2018) 03:21
Alexander Kluge hat in seinen Minutenfilmen eine stringente Art des Filmemachens entwickelt, in der er komplexe Gedanken zu wenigen Minuten verdichtet. Um dies zu erreichen, bedient sich der Regisseur einer höchst idiosynkratischen Schnitttechnik, bei der eine Fülle von Bildern und Tönen aus unterschiedlichsten Quellen und von verschiedenen Kooperationspartner*innen zusammengeführt wird. Dabei stellt sich Kluge eine aktive Rolle für den/die Zuschauer*in vor: "Die Betrachter*innen sind das Medium, was sie sich nicht vorstellen können, kann auch nicht im Medium existieren."
Im Rahmen der Ausstellung ist auf Sabzian ein Interview mit Alexander Kluge erschienen.
Diese Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Berlin und ARGOS Centre for Audiovisiual Arts realisiert.
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Alexander Kluge, geboren 1932 in Halberstadt, ist Schriftsteller, Filmemacher und Fernsehproduzent. Der Zeitgenosse von Adorno, Habermas und Fassbinder gilt als praktischer wie theoretischer Vordenker des Neuen Deutschen Films, indem er gesellschaftliche und politische Kritik in den Mittelpunkt seines Schaffens stellt. Zu seinen wichtigsten filmischen Arbeiten, für die er in Venedig, Cannes und anderswo ausgezeichnet wurde, gehören Abschied von gestern (1966), Deutschland im Herbst (1977, Episode) und Der Angriff der Gegenwart auf die übrige Zeit (1985). Neben seinen Filmen veröffentlicht Kluge erzählerische Texte und Essays. Er gründete die Produktionsfirma dctp.tv produziert unabhängige Kulturmagazine. Für sein Gesamtwerk wurde ihm 2003 der Georg Büchner-Preis verliehen.
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Minutenfilme #5:
Hagen sinks the Rheingold (2020) 02:09
Für Heiner Müller: "Von Sternen stürtzt die Zeit" (2020) 01:50
Eigensinn der Arbeitskraft (2017) 04:20
Wie einem intelligenten Tier das Rückgrat brach (2018) 01:38
Die Leuchtkraft von Hand, Kosmos und Denken (2020) 02:14
Longue durée im Mittelmeer (2021) 01:53
"Schmiedepresse" (2018) 04:38
Wetterfront am Nordhimmel (2021) 03:28
Oper mit Hammer & Mühle (2018) 03:21
Links zum Thema
Ort
ARGOS Centre for Audiovisual Arts
Werfstraat 13 / Rue du chantier
BE - 1000 Brussels
Belgien
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Belgien