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17:00–19:00 Uhr

„Postdramatisches Theater“

Buchsalon

  • Goethe-Institut China, Peking

  • Sprache Deutsch, Chinesisch
  • Preis Eintritt frei

„Postdramatisches Theater“ © Zentrale Theaterakademie Chinas

Aus unvorhersehbaren Gründen kann Hans-Thies Lehmann am Buchsalon am kommenden Samstag leider nicht teilnehmen. Die Veranstaltung findet aber zur geplanten Zeit statt. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Partner: Peking University Press, Zentrale Theaterakademie Chinas

Gäste: Li Yinan (Professorin an der Zentralen Theaterakademie Chinas), Christoph Lepschy (Dramaturg), Wang Chong (Theaterregisseur), Sun Xiaoxing (Theaterregisseur), Li Ning (Theaterregisseur)

Der Theatertheoretiker und -wissenschaftler Hans-Thies Lehmann untermauerte im Jahr 1999 den Begriff „postdramatisches Theater“. Sein Buch bietet die lang erwartete Darstellung der internationalen Entwicklung der szenischen Formen seit den sechziger Jahren und entwickelt in detaillierten Analysen, wie das „neue“ Theater in seinen innovativen Formen gegenüber den auf den dramatischen Text zentrierten ein neues Paradigma der Theaterkunst zu realisieren versucht.

Die Veröffentlichung seiner Theorie löste internationale Debatten aus. „Seit langem fehlt eine Theorie des modernen Theaters, die die Entwicklung der letzten Jahrzehnte auf den Punkt bringt. Der Frankfurter Theaterwissenschaftler zeigt die Emanzipation der Bühne von der Diktatur des Textes zu einem Theater, das nicht primär dramatisch ist.“ (Rheinischer Merkur)

Elf Jahre danach erschien das Buch mit Unterstützung des Übersetzungsförderungsprogramms des Goethe-Instituts China in chinesischer Sprache beim Peking University Press, übersetzt von der Theaterwissenschaftlerin Li Yinan an der Zentralen Theaterakademie Chinas. Schon bald nach seinem Erscheinen ist das Buch ausverkauft. Junge chinesische Theatermacher und -macherinnen nehmen das Buch als Standardwerk und lassen sich von den Theorien in ihrer eigenen Theaterarbeit inspirieren.

Aus Anlass der Wiederveröffentlichung des „Postdramatischen Theaters“ in chinesischer Übersetzung lädt der Verlag Peking University Press Hans-Thies Lehmann nach Peking ein. In einem Buchsalon am 26. November 2016 im Goethe-Institut Peking werden sich der Autor und seine Übersetzerin mit dem Publikum über die Entwicklung und Rezeption der Theorie austauschen. Junge chinesische Theaterschaffende, darunter Wang Chong, Sun Xiaoxing und Li Ning, und der Theaterprofessor und Dramaturg Christoph Lepschy werden ihre Beobachtungen zu und Erfahrungen mit dem postdramatischen Theater teilen. Eine fünfminutige Darstellung mit postdramatischen Elementen von Studenten der Zentralen Theaterakademie schließt die Veranstaltung ab.

Zur Person

Hans-Thies Lehmann ist ein deutscher Germanist, Komparatist und Theaterwissenschaftler.
Von 1981 bis 1987 baute Lehmann zusammen mit Andrzej Wirth die Studiengänge für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen auf. Von 1988 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2010 lehrte er Theaterwissenschaft an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main.
 Lehmann unterrichtete an vielen Universitäten in Europa, aber auch in Japan und den USA und veröffentlichte Bücher zum Gegenwartstheater, zur Theorie des Theaters, ebenso zu Bertolt Brecht und Heiner Müller. Darüber hinaus realisierte er eigene Arbeiten an verschiedenen Theatern.