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14:00–16:30 Uhr, GMT+8

ReJu-Plan: „Die toten Freude“

Gespräch und Workshop |Mit der preisgekrönten Autorin Ariane Koch

  • Goethe-Institut China, Peking

  • Preis Eintritt frei. Teilnahme auf Anmeldung.

What Are Humans in the Eyes of Dinosaurs? 11

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Was wäre, wenn die Dinosaurier niemals ausgestorben wären, sondern über Äonen hinweg eine eigene Sprache und Zivilisation entwickelt hätten? In dieser Welt sind Menschen keine Herrscher der Schöpfung, sondern lediglich „eine bestimmte Art von Kreatur“.

Dieses faszinierende Gedankenexperiment ist der Kern von „Die toten Freunde“, einem Werk der preisgekrönten Schweizer Autorin Ariane Koch. Das Stück entwirft eine ferne Zukunft, in der Dinosaurier die Geschichte schreiben. Als plötzlich ein Mensch in dieser Welt auftaucht, stellt sich die Frage: Wie betrachten uns die Dinosaurier? Wird der Mensch zum bloßen Forschungsobjekt oder gar zum Exponat in einem Museum? Durch die Stimmen der Dinosaurier entführt Ariane Koch das Publikum in eine vermeintlich absurde Welt und lädt dazu ein, die Definition von Menschsein und Zivilisation radikal zu hinterfragen.

Bereits 2023 wurde Kochs Arbeit im Rahmen des ReJu-Plans ins Chinesische übersetzt und am Goethe-Institut China präsentiert. Pünktlich zur Veröffentlichung der chinesischen Buchausgabe reist die Autorin diesen April persönlich nach China.

Den Auftakt bildet ein öffentlicher Talk am Samstag, den 25. April, im OW Space (Langyuan Station) in Peking. Dort diskutiert Ariane Koch mit der Professorin Li Yinan und der Redakteurin Zhao Fang über die Hintergründe ihres Schreibens. Am Sonntag, den 26. April, leitet sie gemeinsam mit der Regisseurin Xiao Jing einen Schreibworkshop im Goethe-Institut China. Dabei erkunden die Teilnehmenden an der Schnittstelle von Realität und Fiktion, wie sich private Erinnerungen in literarische Erzählungen verwandeln lassen.

Die Veranstaltungsreihe findet mit freundlicher Unterstützung der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia Shanghai statt.
 

INFO

What Are Humans in the Eyes of Dinosaurs? -
Gespräch über „Die toten Freunde“

Zeit: 25.04.2026, 14:00 - 16:00 Uhr
Ort: Beijing OW Space (Langyuan Station Shop)
Gäste: Ariane Koch, Li Yinan, Zhao Fang
Sprachen: Deutsch, Chinesisch mit konsekutiver Übersetzung
Die Veranstaltung ist kostenlos. Bitte scannen Sie den QR Code für die Anmeldung.

What Are Humans in the Eyes of Dinosaurs?



Theaterworkshop „Traces Left on Me by the Past“
Zeit: 26.04.2026, 14:00 – 16:30 Uhr (inklusive 30 Minuten Pause)
Ort: Goethe-Institut China
Adresse: Originality Square, 798 Art Distrct, Jiuxianqiao Road No. 2, Chaoyang District, Beijing
Gäste: Ariane Koch, Xiao Jing
Sprache: Englisch

Der Workshop richtet sich an Teilnehmende, die über ein bis drei Jahre Erfahrung im Theaterbereich sowie gute Englischkenntnisse verfügen. Eine Anwesenheit während der gesamten Dauer des Workshops ist Pflicht.

Die Teilnahme erfolgt per Anmeldung. Schicken Sie bis zum 17. April um 24 Uhr eine E-Mail mit einer Kurzbio und einem Motivationsschreiben (bis 500 Zeichen) an kultur-peking@goethe.de.  Die ausgewählten Teilnehmenden werden bis zum 21. April vom Veranstalter benachrichtigt.

Theaterworkshop „Traces Left on Me by the Past“

 

Die Gäste

Ariane Koch (*1988 in Basel) studierte Bildende Kunst und Interdisziplinarität. Sie schreibt Theatertexte, Hörspiele und Prosa. Für ihren Debütroman „Die Aufdrängung“ erhielt sie unter anderem den aspekte-Literaturpreis des ZDF 2021 sowie den Schweizer Literaturpreis 2022. In der Spielzeit 2022/23 war sie Hausautorin am Theater Basel, wo ihr Stück „Kranke Hunde“ entstand. Aktuell ist sie Teil des Forschungsprojekts „Autofiktion und Bewusstsein“ an der Hochschule der Künste Bern.

Li Yinan (Pseudonym Yi Nan) ist Autorin, Kritikerin und Theaterpraktikerin. Sie lehrte unter anderem an der LMU München, der Goethe-Universität Frankfurt und der Universität Wien. 2015 gründete sie den ersten Bachelor-Studiengang für Dramaturgie in Asien an der Central Academy of Drama in Peking. Sie lebt und arbeitet derzeit in München.

Xiao Jing ist Regisseurin und Dramatikerin. Als Kuratorin des „Digital Theater Plan“ und des „Theater In Reading“ beim Beijing International Theater Festival prägt sie die zeitgenössische chinesische Szene. Sie hat bereits zahlreiche deutsche Stücke inszeniert, darunter Werke von Leonie Lorena Wyss und Katja Brunner.

Zhao Fang ist Redakteurin des One-Way Street Journal.