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16:00–18:30 Uhr
SCHREIBEN ALS WELT: Hermeneutik, Inskription und die interkulturelle Interpretation von Kunst
Podiumsdiskussion|Wie können Schreiben, Einschreibung und die visuelle Präsenz von Sprache zu Akten der Interpretation werden?
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Goethe-Institut China, Peking
- Sprache Englisch und Chinesisch mit KI-gestützter Simultanübersetzung
- Preis Eintritt frei
Am 24. Juli 2026 findet im Goethe-Institut China die Podiumsdiskussion „Schreiben als Welt: Hermeneutik, Inskription und die interkulturelle Interpretation von Kunst“ statt. Die vom INK Institute (New York) in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut China organisierte Veranstaltung bringt Künstler*innen, Kurator*innen, Kunstkritiker*innen und Wissenschaftler*innen aus China, Europa und Nordamerika zusammen, um die Wechselwirkungen von Schrift, Sprache, Kunst und interkultureller Deutung zu untersuchen.
Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Schnittstelle zwischen Hermeneutik (Verstehenslehre) und textbasierter Kunst. Es wird der Frage nachgegangen, wie Schreiben, Einschreibung und die visuelle Präsenz von Sprache zu Akten der Interpretation werden können, die vom Kunstwerk selbst vollzogen werden. In der Veranstaltung wird Wang Shaoqiangs Shuxie-Praxis (Schreibpraxis) mit Hanne Lippards Arbeit mit Stimme, Text und Sprache in einen Dialog gebracht. Während Wang klassische östliche und westliche Texte, Übersetzungen und Re-Inskriptionen innerhalb eines gemeinsamen visuellen Feldes einschreibt und das Schreiben somit von einem Medium in einen Modus des Verstehens transformiert, erforscht Lippard, wie sich gesprochener Text in der Zeit entfaltet und wie Sprache, Wiederholung, Bedeutungsverschiebung und Unübersetzbarkeit die Sinnstiftung prägen. Auf diese Weise öffnet die Diskussion den Raum für die Beziehungen zwischen Schreiben und Sprechen, Text und Stimme sowie körperlicher Erfahrung und der Produktion von Bedeutung. Gleichzeitig wird untersucht, wie verschiedene sprachliche und kulturelle Traditionen durch Begegnung, Übersetzung und erneuertes Verständnis neue Bedeutungen hervorbringen.
Die Veranstaltung beginnt mit individuellen Präsentationen der beiden Künstler*innen. Wang Shaoqiang spricht über seineshuxie*-Praxis und seine Ausstellung „Thick Earth, Fluent Light: Wang Shaoqiang’s Investigations and Transfigurations“. Hanne Lippard stellt ihre künstlerische Arbeit mit den Schwerpunkten Stimme, Text und Sprache vor. Im Anschluss an die Präsentationen findet eine Podiumsdiskussion mit Kurator*innen, Kunstkritiker*innen, Kunsthistoriker*innen und Philosoph*innen aus China und Europa statt,. Dabei werden Fragen der Hermeneutik, der interkulturellen Interpretation, der Übersetzung und der sprachlichen Differenz weiter vertieft. Die Diskussion wird von den Co-Kurator*innen und Co-Organisator*innen Craig L. Yee und Nataline Colonnello moderiert. Die Veranstaltung steht sowohl dem Publikum vor Ort als auch einem internationalen Online-Publikum via Webinar offen.
SCHREIBEN ALS WELT
Partner: INK Institute, New York
Zeit: 24.Juli 2026, 16:00 bis 18:30 Uhr (Peking) / 10:00 bis 12:30 Uhr (MEZ) / 5:00 bis 7:30 Uhr (Nova Scotia, Kanada)
Gäste: Craig L. Yee, Nataline Colonnello, Wang Shaoqiang, Hanne Lippard, Yi Chen, Jiang Jun, Daniel Muzyczuk
Sprache: Englisch und Chinesisch mit KI-gestützter Simultanübersetzung
Ort: Goethe-Institut China
Adresse: Originality Square, 798 Art District, Chaoyang District, Peking, China
Eintritt frei
Nataline Colonnello ist eine unabhängige Kuratorin, Sinologin und Autorin, deren Praxis an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Philosophie und den Naturwissenschaften angesiedelt ist. In ihrer kuratorischen Arbeit befasst sie sich mit Fotografie, Film, Performance, Multimedia-Installationen und zeitgenössischer Tuschekunst. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf transkultureller und interdisziplinärer Forschung, Neuroästhetik und der Integration wissenschaftlicher Methodologien in den künstlerischen Diskurs. Sie ist die Gründerin von ThinkCanvas und leitete die Galerie Urs Meile, das INKstudio sowie das Three Shadows Photography Art Centre.
Wang Shaoqiang ist Künstler und Direktor des Guangdong Museum of Art. Seine Praxis wurzelt in einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit östlicher Philosophie, Naturkonzepten und der zeitgenössischen Transformation traditioneller kultureller Linien. Seine Arbeiten wurden in großen internationalen Ausstellungen gezeigt, darunter auf der 60. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig. Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Artist Award bei den 22.Naples Cultural Classic Awards, dem Premio Artis Suavitas 2023 und dem Lifetime Achievement Award in Art bei der 16.Curitiba International Biennial of Contemporary Art.
Hanne Lippard ist eine norwegisch-deutsche Künstlerin. Sie wurde 1984 in Milton Keynes (Großbritannien) geboren und lebt derzeit in Berlin. In ihrer Arbeit bewegt sie sich an der Schnittstelle von gesprochener und geschriebener Sprache und entfaltet diese in Sound-Installationen, Performances und textbasierten Arbeiten. Sie erforscht die zeitliche Formation, Wiederholung, Verschiebung und Instabilität von Sprache. Ihre Arbeiten wurden bereits in renommierten Institutionen wie dem Hamburger Bahnhof in Berlin und dem Mudam Luxemburg präsentiert. Sie wurde mit dem Preis der Nationalgalerie 2024 ausgezeichnet.
Dr. Yi Chen ist eine unabhängige Wissenschaftlerin für Vergleichende Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft mit Sitz in Nova Scotia, Kanada, und Mitherausgeberin des von Springer veröffentlichten Journals „The Journal of East Asian Philosophy“.Sie lehrte an der University of Toronto, der Bond University, der Shanghai University of Finance and Economics und der York University und war Alexander-von-Humboldt-Stipendiatin. Ihre Forschungsgebiete umfassen vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie, Phänomenologie und Hermeneutik, chinesische Philosophie und japanische Ästhetik.
Jiang Jun ist Kurator und Kunstkritiker. Er ist künstlerischer Leiter der Changwon Sculpture Biennale 2026 in Südkorea sowie Distinguished Expert an der School of Fine Arts des Sichuan Fine Arts Institute. Er war Co-Kurator des chinesischen Pavillons „Atlas: Harmony in Diversity” auf der 60. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig und hat zu weiteren bedeutenden Ausstellungen beigetragen, darunter der Guangzhou Triennial und der Chengdu Biennial.
Dr. Daniel Muzyczuk ist Direktor des Museum of Art in Łódź, Polen. Sein kuratorischer Forschungsschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Kunst, Klangkunst und experimenteller Musik in Osteuropa. Er kuratierte Ausstellungen wie „Sounding the Body Electric“ und „The Museum of Rhythm“ sowie Projekte über das Experimentalstudio des Polnischen Rundfunks. Zusammen mit Agnieszka Pindera kuratierte er den polnischen Pavillonauf der 55. Biennale von Venedig. Sein kommendes Buch „Twilight of the Magicians“wird 2026 bei Spector Books erscheinen.
Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Schnittstelle zwischen Hermeneutik (Verstehenslehre) und textbasierter Kunst. Es wird der Frage nachgegangen, wie Schreiben, Einschreibung und die visuelle Präsenz von Sprache zu Akten der Interpretation werden können, die vom Kunstwerk selbst vollzogen werden. In der Veranstaltung wird Wang Shaoqiangs Shuxie-Praxis (Schreibpraxis) mit Hanne Lippards Arbeit mit Stimme, Text und Sprache in einen Dialog gebracht. Während Wang klassische östliche und westliche Texte, Übersetzungen und Re-Inskriptionen innerhalb eines gemeinsamen visuellen Feldes einschreibt und das Schreiben somit von einem Medium in einen Modus des Verstehens transformiert, erforscht Lippard, wie sich gesprochener Text in der Zeit entfaltet und wie Sprache, Wiederholung, Bedeutungsverschiebung und Unübersetzbarkeit die Sinnstiftung prägen. Auf diese Weise öffnet die Diskussion den Raum für die Beziehungen zwischen Schreiben und Sprechen, Text und Stimme sowie körperlicher Erfahrung und der Produktion von Bedeutung. Gleichzeitig wird untersucht, wie verschiedene sprachliche und kulturelle Traditionen durch Begegnung, Übersetzung und erneuertes Verständnis neue Bedeutungen hervorbringen.
Die Veranstaltung beginnt mit individuellen Präsentationen der beiden Künstler*innen. Wang Shaoqiang spricht über seineshuxie*-Praxis und seine Ausstellung „Thick Earth, Fluent Light: Wang Shaoqiang’s Investigations and Transfigurations“. Hanne Lippard stellt ihre künstlerische Arbeit mit den Schwerpunkten Stimme, Text und Sprache vor. Im Anschluss an die Präsentationen findet eine Podiumsdiskussion mit Kurator*innen, Kunstkritiker*innen, Kunsthistoriker*innen und Philosoph*innen aus China und Europa statt,. Dabei werden Fragen der Hermeneutik, der interkulturellen Interpretation, der Übersetzung und der sprachlichen Differenz weiter vertieft. Die Diskussion wird von den Co-Kurator*innen und Co-Organisator*innen Craig L. Yee und Nataline Colonnello moderiert. Die Veranstaltung steht sowohl dem Publikum vor Ort als auch einem internationalen Online-Publikum via Webinar offen.
SCHREIBEN ALS WELT
Hermeneutik, Inskription und die interkulturelle Interpretation von Kunst
Partner: INK Institute, New York
Zeit: 24.Juli 2026, 16:00 bis 18:30 Uhr (Peking) / 10:00 bis 12:30 Uhr (MEZ) / 5:00 bis 7:30 Uhr (Nova Scotia, Kanada)
Gäste: Craig L. Yee, Nataline Colonnello, Wang Shaoqiang, Hanne Lippard, Yi Chen, Jiang Jun, Daniel Muzyczuk
Sprache: Englisch und Chinesisch mit KI-gestützter Simultanübersetzung
Ort: Goethe-Institut China
Adresse: Originality Square, 798 Art District, Chaoyang District, Peking, China
Eintritt frei
Die Gäste
Craig L. Yee ist Präsident des gemeinnützigen INK Institute mit Sitz in New York, wo er die ostasiatische Tuschekunst als Medium und Sprache innerhalb der internationalen modernen und zeitgenössischen Kunst fördert. Er spielte eine tragende Rolle bei der Organisation, Redaktion und Autorenschaft großer Forschungs-, Ausstellungs- und Publikationsprojekte zur klassischen chinesischen Malerei und zur zeitgenössischen Tuschekunst. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die visuelle Semiotik der Tuschekunst sowie komparative Ansätze zur zeitgenössischen Philosophie, den modernen Naturwissenschaften und dem prämodernen chinesischen Denken.Nataline Colonnello ist eine unabhängige Kuratorin, Sinologin und Autorin, deren Praxis an der Schnittstelle von zeitgenössischer Kunst, Philosophie und den Naturwissenschaften angesiedelt ist. In ihrer kuratorischen Arbeit befasst sie sich mit Fotografie, Film, Performance, Multimedia-Installationen und zeitgenössischer Tuschekunst. Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf transkultureller und interdisziplinärer Forschung, Neuroästhetik und der Integration wissenschaftlicher Methodologien in den künstlerischen Diskurs. Sie ist die Gründerin von ThinkCanvas und leitete die Galerie Urs Meile, das INKstudio sowie das Three Shadows Photography Art Centre.
Wang Shaoqiang ist Künstler und Direktor des Guangdong Museum of Art. Seine Praxis wurzelt in einer kontinuierlichen Auseinandersetzung mit östlicher Philosophie, Naturkonzepten und der zeitgenössischen Transformation traditioneller kultureller Linien. Seine Arbeiten wurden in großen internationalen Ausstellungen gezeigt, darunter auf der 60. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig. Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Artist Award bei den 22.Naples Cultural Classic Awards, dem Premio Artis Suavitas 2023 und dem Lifetime Achievement Award in Art bei der 16.Curitiba International Biennial of Contemporary Art.
Hanne Lippard ist eine norwegisch-deutsche Künstlerin. Sie wurde 1984 in Milton Keynes (Großbritannien) geboren und lebt derzeit in Berlin. In ihrer Arbeit bewegt sie sich an der Schnittstelle von gesprochener und geschriebener Sprache und entfaltet diese in Sound-Installationen, Performances und textbasierten Arbeiten. Sie erforscht die zeitliche Formation, Wiederholung, Verschiebung und Instabilität von Sprache. Ihre Arbeiten wurden bereits in renommierten Institutionen wie dem Hamburger Bahnhof in Berlin und dem Mudam Luxemburg präsentiert. Sie wurde mit dem Preis der Nationalgalerie 2024 ausgezeichnet.
Dr. Yi Chen ist eine unabhängige Wissenschaftlerin für Vergleichende Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft mit Sitz in Nova Scotia, Kanada, und Mitherausgeberin des von Springer veröffentlichten Journals „The Journal of East Asian Philosophy“.Sie lehrte an der University of Toronto, der Bond University, der Shanghai University of Finance and Economics und der York University und war Alexander-von-Humboldt-Stipendiatin. Ihre Forschungsgebiete umfassen vergleichende Literaturwissenschaft und Philosophie, Phänomenologie und Hermeneutik, chinesische Philosophie und japanische Ästhetik.
Jiang Jun ist Kurator und Kunstkritiker. Er ist künstlerischer Leiter der Changwon Sculpture Biennale 2026 in Südkorea sowie Distinguished Expert an der School of Fine Arts des Sichuan Fine Arts Institute. Er war Co-Kurator des chinesischen Pavillons „Atlas: Harmony in Diversity” auf der 60. Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig und hat zu weiteren bedeutenden Ausstellungen beigetragen, darunter der Guangzhou Triennial und der Chengdu Biennial.
Dr. Daniel Muzyczuk ist Direktor des Museum of Art in Łódź, Polen. Sein kuratorischer Forschungsschwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Kunst, Klangkunst und experimenteller Musik in Osteuropa. Er kuratierte Ausstellungen wie „Sounding the Body Electric“ und „The Museum of Rhythm“ sowie Projekte über das Experimentalstudio des Polnischen Rundfunks. Zusammen mit Agnieszka Pindera kuratierte er den polnischen Pavillonauf der 55. Biennale von Venedig. Sein kommendes Buch „Twilight of the Magicians“wird 2026 bei Spector Books erscheinen.
Der Partner
Das INK Institute ist eine gemeinnützige Organisation mit Sitz im US-Bundesstaat New York. Ihr öffentlicher Auftrag ist es, das Verständnis von Tusche als historisches visuelles Kunstmedium und eigene Sprache zu vertiefen, die Verwendung von Tusche als Medium und Sprache im zeitgenössischen Kunstschaffen zu fördern und die Kuratierung zeitgenössischer Tuschekunst in Museen weltweit zu unterstützen.Ort
Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Peking
China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Peking
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Ort
Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Peking
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Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Peking
China