Unvergessliche Momente
12.07.2026

Jugendliche präsentiert ihr selbst gestaltetes T-Shirt © Goethe-Institut

Phoebe aus Schweden und Oliver aus den USA geben Einblicke in die finalen Erlebnisse des Jugendkurses Ruhpolding.

In den letzten vier Tagen unseres Jugendcamp realisierten wir alle, Betreuende und Jugendliche, nochmal ganz besonders, wie sehr wir als Gruppe zusammengewachsen sind und was wir in diesen zwei Wochen alles gemeinsam erlebt haben. Je näher die Abreise rückte, umso mehr begleitete uns daher auch der Abschiedsschmerz:

„Das Camp hat mir sehr viel Spaß gemacht, und ich habe viele neue Freunde kennengelernt, mit denen ich hoffentlich in Kontakt bleibe! Die Aktivitäten am Nachmittag und Abend waren sehr schön. Meine Liebsten waren Yoga, der Spaziergang, der Beautyabend und das Bogenschießen.“

Phoebe Self, 15, aus Schweden

Auf unseren Ausflügen am Donnerstag kam unser Teamgeist beim Klettern, Wandern und Minigolfen nochmal besonders zur Geltung! Bei der anspruchsvollen Wanderung auf den 1671m hohen Gipfel des „Rauschberges“ zum Beispiel, an der 20 Jugendliche teilnahmen, ging es über eine Strecke von sechs Kilometern steil bergauf und dieselbe Strecke wieder hinab. Wir Betreuer*innen waren begeistert von den ermutigenden Worten und guten Tipps und Tricks, die die Jugendlichen sich gegenseitig gaben, um den Weg nach oben trotz schmerzender Beine weiter zu bestreiten. Ein besonderes Allheilmittel neben vielen Pausen im Schatten und guter Verpflegung waren kollektive Tanzeinlagen über den internationalen Hit „Macarena“ von Los del Rio! Am Ende schafften wir es alle bis ganz nach oben, und die Erleichterung animierte uns erneute dazu, vor dem atemberaubenden Panorama das Tanzbein zu schwingen. Zwei Kursteilnehmende berichten von ihrem Wandererlebnis:

„Meine Lieblingsaktivität dieser zwei Wochen dürfte die Wanderung auf den Rauschberg gewesen sein. Es war sehr schwer, aber der Blick auf der Spitze war einfach wunderschön!“

Oliver Schneider, 14, aus den USA

Die Wanderung war anstrengend, aber eines meiner Highlights im Camp.
Phoebe Self

Am Freitag hieß es für die Jugendlichen, nach dem Unterricht ihre Koffer zu packen, anstatt das gewohnte Freizeitprogramm am Nachmittag zu besuchen. Allmählich schlich sich das Bewusstsein darüber ein, dass die Abreise und damit der gefürchtete Abschied von allen neu gewonnenen Freund*innen ansteht:

„Die letzten zwei Wochen waren ein einmaliges Erlebnis. Ich war niemals zuvor mit so vielen Jugendlichen aus so vielen verschiedenen Ländern zusammen. Schon nach den ersten paar Tagen habe ich viele Freundschaften geschlossen und neue Kulturen kennengelernt. Die Einheit zwischen den Teilnehmer*innen habe ich vorher nie erlebt, und die Leute waren der Grund, warum dieses Camp mir so gut gefallen hat! Außerdem waren die Aktivitäten immer gut durchdacht und haben viel Spaß gemacht.“

Oliver Schneider

Die Einheit zwischen den Teilnehmer*innen habe ich vorher nie erlebt, und die Leute waren der Grund, warum dieses Camp mir so gut gefallen hat!
Oliver Schneider

Dennoch arbeiteten die Jugendlichen fokussiert mit und das Koffer packen, Wiegen und Zimmeraufräumen lief reibungslos ab, sodass der Vorfreude auf den abschließenden „Bunten Abend“ mit Talentshow und Tanzparty nichts mehr im Wege stand!

Neben ausgelassenem Tanzen, Singen und einer leckeren Abschluss-Pizza ging es am letzten Abend auch darum, dem gegenseitigen Abschiednehmen einen Raum zu geben und die gemeinsamen Erlebnisse Revue passieren zu lassen. So konnten die Jugendlichen zunächst ihre turnerischen und musikalischen Fähigkeiten, die sie in der Zeit des Jugendcamps auch im Rahmen des Freizeitprogramms weiterentwickelten, vor der gesamten Gruppe präsentieren und eroberten eine Menge Applaus. Anschließend gab es für Teilnehmer*innen und Betreuerinnen über den gesamten Abend hinweg die Möglichkeit, sich gegenseitig Abschiedsbotschaften in selbstgebastelte Postfächer zu widmen und persönliche Erinnerungen zu teilen. Ein angenehmes Wechselspiel aus ausgelassener Stimmung und Phasen, in denen es ruhig wurde und nur das fleißige Schreiben der Stifte auf Briefpapier zu hören war, prägte unseren letzten, wunderschönen Abend auf dem Labenbachhof. Eine gemeinsame Pyjama-Party rundete die – für manche Jugendliche nur sehr kurze – Nacht ab. Manch einer musste bereits im ersten Bus um 4 Uhr morgens die Reise an den Flughafen antreten.

Wir sind froh, dass dank der kooperativen Haltung aller Jugendlichen und Betreuer*innen am darauffolgenden Abreisetag alles gut gelaufen und inzwischen alle Beteiligten wohlbehalten wieder in ihre Zielländer zurückgekehrt sind. Vielen Dank an die Kurskoordinatorinnen, das Team des Labenbachhofs, alle Betreuer*innen, alle Lehrerinnen, aber vor allem auch die Jugendlichen für die wunderbare Zeit!

Kursteilnehmende Phoebe Self und Oliver Schneider; Lara Pietrek und Lucas Roignant