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Bühnenkunst
Die Sprache des Tanzes ist international

Foto von den Proben zu Move, Morpf and More. Zwei Tänzerinnen nutzen Tische akrobatisch im Tanz.
Foto: Søren Meisner

Die in München ansässige Tänzerin und Choreographin Anna Konjetzky ist Schöpferin einer Vorstellung, die ab dieser Saison im Rahmen des Kinder- und Jugendprogramms des nationalen Zentrums für Tanz und Choreographie, Dansehallerne, zu den dänischen Schulen tourt. Move, Morph and More heißt die Vorstellung, die erkundet, wer wir sind.

Zu Beginn sind es zwei Tänzerinnen und ein Musiker, die mit Hilfe von Bewegungen und Tönen einige der existenziellen Fragen des Lebens untersuchen und ausdrücken. Wer bin ich? Was kann ich sein – und wie? Wie nehmen andere mich wahr?

In der Turnhalle sitzt das Publikum rund um die Künstler*innen. Es sind Schüler und Schülerinnen der jeweiligen dänischen Schule, die im Laufe der Tanzvorstellung in aller Ruhe dazu eingeladen werden, aufzustehen und sich mit Bewegungen und Tönen an der Erkundung zu beteiligen, wer wir als Menschen sind.

Die Vorstellung Move, Morph and More wurde 2018 von der Tänzerin und Choreographin Anna Konjetzky aus München für Schulen in Deutschland entwickelt. Ausgehend von der deutschen Version hat sie nun in Zusammenarbeit mit Dansehallerne eine neue, wesentlich längere und interaktive Version entwickelt, die ab dieser Saison auf Tournee in den dänischen Schulen geht.

Dansehallerne ist ein nationales Zentrum für Tanz und Choreographie, das mit dem Projekt KORA Tanzvorstellungen für frühkindliche Bildungs- und Betreuungseinrichtungen sowie Schulen in ganz Dänemark anbietet. Und da Tanz ein internationales Kunstgenre ist, liegt es – auch in strategischer Hinsicht – für Dansehallerne auf der Hand, länderübergreifend mit Choreographen und Tänzern zu kooperieren.

Eines der Länder, mit denen Dansehallerne gerne mehr zusammenarbeiten möchte, ist Deutschland. Denn zum einen ist der Tanz im Nachbarland sowohl strukturell als auch künstlerisch weit entwickelt und in der Kultur gut fundiert, zum anderen ermöglicht die geografische Nähe eine nachhaltige Zusammenarbeit, was ein weiteres Ziel von Dansehallerne ist.
 

Sprach- und kulturübergreifendes Verständnis

Move, Morph and More ist in jeglicher Hinsicht eine internationale Vorstellung. Die eine Tänzerin, Sahra Huby, kommt aus Belgien, die andere, Liv Mikaela Sanz, lebt in Dänemark, stammt aber aus Argentinien. Musiker ist der Tonkünstler Sergej Maingardt aus Deutschland. Im Hinblick auf das junge Publikum kann dies nach Meinung der Choreographin Anna Konjetzky eine wichtige Rolle spielen.
„Wir arbeiten fast immer mit einem multinationalen Cast, aber gerade in einer Vorstellung für Kinder und Jugendliche ist dies von großem Vorteil, weil es ein Verständnis für verschiedene Sprachen und die Kommunikation miteinander schafft“, sagt sie.

Konjetzky verfügt über große Erfahrungen in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und findet den besonderen Kontakt, der zwischen Publikum und Tänzern in der physischen Begegnung entsteht, faszinierend. „In Move, Morph and More fragen wir einander, welcher Teil unseres Körpers der schüchternste, der stärkste und der glücklichste ist. Wenn das Publikum die Tänzer beobachtet, stellt sich auch die Frage, wie wir einen Körper in Bewegung lesen – und das kann von Kultur zu Kultur unterschiedlich sein. Tanz ist keine universelle Sprache, weil die Art und Weise, wie wir unseren Körper benutzen und wie wir ihn auffassen, eine soziale und kulturelle Konstruktion ist. Aber Tanz ist eine Sprache, die uns global darüber reflektieren und verhandeln lässt, was die Art und Weise, wie wir unseren Körper benutzen, geformt hat“, sagt Anna Konjetzky.
 
  • Foto von den Proben zu Move, Morph and More. Zwei Tänzerinnen tanzen an Tischen, ein Musiker ist von hinten zu sehen. Foto: Søren Meisner
  • Foto von den Proben zu Move, Morph and More. Zwei Tänzerinnen nutzen Tische akrobatisch im Tanz. Foto: Søren Meisner
  • Foto von den Proben zu Move, Morph and More. Eine Tänzerin hält ein Mikrofon, die andere tanzt auf dem Boden. Foto: Søren Meisner
  • Die Kompagnie hinter Move, Morph and More: Sergej, Sara und Liv. Foto: Søren Meisner
 

Schulkinder begegnen dem Tanz

Move, Morph and More ist eine von 13 verschiedenen Vorstellungen in dieser Saison, die sich über das Projekt KORA auf Tournee befinden. Jedes Jahr schickt Dansehallerne professionelle Tanzensembles zu 500 Besuchen in Schulen und frühkindliche Bildungs- und Betreuungseinrichtungen. Dies geschieht im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen Dansehallerne und zahlreichen Kommunen des Landes und bedeutet, dass bis zu 20.000 Kinder jedes Jahr die Chance erhalten, Tanz intensiv zu erleben. Ein ganz besonderes künstlerisches Erlebnis für die Kinder, das sie durch die eigene physische Beteiligung am Tanz verstehen können.

Das Projekt stützt sich auf die Überzeugung von Dansehallerne, dass der Tanz eine besondere Wirkung entfalten und den Kindern beibringen kann, sich auf andere Art auszudrücken und auf neue Weise Teil von Gemeinschaften zu werden. „Unsere Erfahrungen zeigen dass Tanz und Choreographie dazu beitragen können, den Horizont der Kinder, wie man in dieser Welt agieren kann, zu erweitern. Wir sehen, dass Kinder durch Tanz mehr über sich selbst erfahren und lernen, neue Möglichkeiten zu schaffen“, erläutert Ulla Gad, Projektleiterin bei Dansehallerne.

 

Fakten
 

Das Projekt KORA von Dansehallerne wird gefördert von:
- Statens Kunstfond
- Aage og Louise Louis-Hansens Fond
- Augustinusfonden
- Nordea-fonden (KORA – Tanz für die Jüngsten/die 0-6-Jährigen)



 

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