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19:30 Uhr
Tysklandssalonen #11
Podiumsgespräch|Die Bundesrepublik als Traumland? Mit Adam Soboczynski
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LiteraturHaus, Kopenhagen
- Sprache Deutsch
- Preis Kostenlos, Anmeldung erforderlich
In seinem brillanten Essay Traumland verbindet Adam Soboczynski geschickt und elegant Erinnerungen an seine eigene Kindheit und Jugend mit allgemeinen Beobachtungen zu gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen in West- und Osteuropa. Soboczynskis Familie wanderte 1981 von Polen nach Westdeutschland aus. Vor dem Hintergrund der politischen Unterdrückung und der Hoffnungslosigkeit im realsozialistischen Polen erscheint die Bundesrepublik Deutschland für den Jungen zunächst als eine Art Traumland. Doch die neue Heimat wird keineswegs idealisiert - Soboczynski setzt sich auch mit den Schattenseiten des von der NS-Vergangenheit geprägten Landes auseinander. Besonderes Augenmerk legt er dabei auf die Gefahren für die Freiheit, die in Ost und West drohen. Traumland ist ein ebenso heiteres wie melancholisches Buch, das den Leser zum Nachdenken anregt. Wir sprechen mit Adam Soboczynski über seine Erinnerungen an Deutschland in den 1980er und 90er Jahren und darüber, wie sich Deutschland seither grundlegend verändert hat.
Adam Soboczynski, geboren 1975 im polnischen Toruń, arbeitet seit 2004 für DIE ZEIT, wo er derzeit das Ressort Literatur im Feuilleton leitet. Er schrieb mehrere erzählerische Sachbücher, die zum Teil ins Spanische, Französische, Polnische, Italienische und Niederländische übersetzt wurden. Traumland fand nicht nur in der deutschen Literaturkritik, sondern auch beim allgemeinen Publikum großen Anklang.
„Zu einem Vergnügen wird dieses Buch, weil sich Soboczynski die Freiheit, die er einklagt, selbst nimmt: Indem er unbefangen beobachtet und furchtlos diagnostiziert; nicht polternd oder auftrumpfend, sondern leise, charmant und mit Humor, als Autor, der sich nicht allein durch die Sprechposition auszeichnet, sondern durch den individuellen Blick.“ (Sebastian Hammelehle, DER SPIEGEL, 22. September 2023)
über das format
Die Salongespräche sind eine wiederkehrende Veranstaltung für alle, die sich für Deutschland interessieren. Die Salongespräche finden jeweils am letzten Montag des Monats im LiteraturHaus in Nørrebro statt. Jeder Salon greift aktuelle Themen und Entwicklungen in Deutschland auf und eröffnet neue Perspektiven auf die deutsche Kultur, Gesellschaft und Politik. Wie agiert die deutsche Regierung in Deutschland und der Welt, welche Themen werden in der Öffentlichkeit diskutiert, mit welchen Herausforderungen ist Deutschland derzeit konfrontiert? Diese und weitere Fragen erörtern die Gastgeber*innen Moritz Schramm, Anna Sandberg, Adam Paulsen und Philipp Ostrowicz miteinander und mit wechselnden Gästen wie Autorinnen, Historikern, Politikerinnen und anderen Experten. Außerdem werden neue Bücher, Filme und Ausstellungen besprochen.
Die Veranstaltungsreihe wird von der Deutsch-Dänischen Gesellschaft in Kooperation mit dem Goethe-Institut Dänemark, dem Deutsch-Dänische Industrie- & Handelsklub und dem LiteraturHaus durchgeführt.
Links zum Thema
Ort
Møllegade 7
2200 Kopenhagen
Dänemark
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Møllegade 7
2200 Kopenhagen
Dänemark