Werkstatt für literarische Übersetzung
Werkstatt für literarische Übersetzung: Kinder- und Jugendliteratur aus dem Deutschen ins Arabische
Im Rahmen der Aktivitäten der Bibliothek des Goethe-Instituts Kairo zur Förderung des literarischen Übersetzungsnachwuchses findet im September 2026 eine Werkstatt zur literarischen Übersetzung von Kinder- und Jugendliteratur aus dem Deutschen ins Arabische statt.
Die Werkstatt umfasst vier Präsenztage (jeweils an Wochenenden), die durch Phasen des selbstständigen Arbeitens begleitet werden.
Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit aktuellen Entwicklungen der Kinder- und Jugendliteratur, literarischen Übersetzungsstrategien sowie dem reflektierten Einsatz von KI-Tools als Hilfsmittel im Übersetzungsprozess.
Im Zentrum der Werkstatt steht die Übersetzung von acht deutschsprachigen Kurzgeschichten ins Arabische. Die ausgewählten Texte stammen aus der Reihe „Hosentaschenbücher – Kleine Büchlein, große Geschichten“, einem Projekt des Goethe-Instituts Estland, das Autor*innen und Illustrator*innen aus Estland, Litauen, Frankreich und Deutschland zusammenbrachte. Sie entwickelten gemeinsam kurze illustrierte Geschichten für Kinder im Alter von 6 bis 10 Jahren entwickelten, die Themen wie Chancengerechtigkeit, Diversität, Körper und Freiheit auf kreative und altersgerechte Weise behandeln.
Die Übersetzungswerkstatt am Goethe-Institut Kairo knüpft an diesen länderübergreifenden Entstehungskontext an und eröffnet den Geschichten einen neuen sprachlichen und kulturellen Resonanzraum. Durch die gemeinsame Übertragung ins Arabische werden die Texte für ein neues Publikum zugänglich gemacht und zugleich Fragen literarischer Vermittlung, kultureller Transferprozesse und kindgerechter Übersetzungspraxis diskutiert.
Die Werkstatt richtet sich an Studierende der Germanistik, Übersetzung und Sprachwissenschaft ab dem dritten Studienjahr sowie an Absolvent*innen der Jahrgänge 2023 bis 2026.
Nachwuchsübersetzer*innen sind eingeladen, sich für die Teilnahme an der Werkstatt zu bewerben.
Format und Arbeitsweise der Werkstatt
Die Werkstatt umfasst vier gemeinsame Workshoptage im September und Anfang Oktober.
Zwischen den Terminen arbeiten die Teilnehmenden selbstständig an ihren Übersetzungen und erhalten Feedback von der Dozentin sowie von anderen Teilnehmenden.
Die finalen Termine werden den ausgewählten Bewerber*innen mitgeteilt.
Insgesamt werden 16 Teilnehmende ausgewählt. Jede der acht Kurzgeschichten wird von zwei Personen unabhängig voneinander übersetzt. Die entstandenen Übersetzungen werden anschließend gemeinsam analysiert, verglichen und diskutiert. Dadurch werden unterschiedliche Übersetzungsstrategien sichtbar und die Reflexion über sprachliche und kulturelle Entscheidungen gefördert.
Die Werkstatt wird von Prof. Dr. Ola Adel Abdelgawad geführt
Professorin der deutschen Literatur und Übersetzung an der Sprachenfakultät/ Ain Shams Universität