Wurzeln der Freundschaft
Bäume aus Österreich im Park Güell
Im Park Güell befinden sich unweit des Haupteingangs, rechts von dem Treppenaufgang mit seinen berühmten Brunnen die Österreichischen Gärten. Angelegt wurde diese Grünanlage bereits in den sechziger Jahren von dem Landschaftsarchitekten Lluís Riudor i Carol, nachdem die ursprüngliche Idee einer privaten Urbanisation für die reichen Bürger Barcelonas fallen gelassen wurde, weil sich zu wenige Interessenten gefunden hatten. Stattdessen wurde die gesamte Anlage zu einem öffentlichen Park erklärt.
Eine Baumspende aus Österreich
Eine Kiefer aus Mariazell
Salzburg und Kritzendorf
2011 kam der letzte Baum aus Österreich nach Barcelona: ein Kirschbaum aus Niederösterreich. Damit sind mindestens drei der neun Bundesländer im Park Güell vertreten.Die Bäume aus den anderen Bundesländern sind entweder nie gepflanzt worden, oder es gilt sie noch zu finden.
Übrigens
Bei dem Bau der beiden spektakulären Pavillons rechts und links des Haupteingangs kombinierte Gaudi traditionelle Maurertechnik mit vorgefertigten Elementen, die aus der Güell’schen Zementfabrik angeliefert wurden. Das sogenannte trencadís – die Mosaikarbeiten aus zerbrochenen Keramikscheiben und Porzellan – überzieht mit unbegrenzter Flexibilität die Dachflächen und stülpt sich schuppenartig auf, als handele es sich um etwas Organisches, wie der Panzer eines Tieres oder die Rinde eines Baumes. Verstärkt wird der Eindruck des Lebendigen durch die Schornsteine in Form von Fliegenpilzen, die den Häusern etwas Traum- und Märchenhaftes verleihen. Tatsächlich möchte man meinen, dem Hexenhäuschen aus dem Märchen Hänsel und Gretel gegenüberzustehen.
Quellen:
Art Públic
Park Gúell
© Text: Ulrike Fiedler, Annette Gutmann