|
19:10–20:10 Uhr
Erbe, territoriales Gedächtnis und Resilienz durch die immateriellen Formen soziokultureller Symbole
Podiumdiskussion|Archiv und interkulturelle Zusammenarbeit
-
Online Online | Goethe-Institut Madrid, Madrid
- Sprache Englisch, Französisch und Spanisch mit Simultanübersetzung
- Preis Eintritt frei
Im Rahmen dieser Podiumdiskussion werden wir zur Eröffnung vom Festival SURVIVAL 23 schalten und die Deconfining Residenzkunsterl*innen in Breslau kennenzulernen. Das Festival wird von Art Transparent, Deconfining-Partner aus Breslau, organisiert.
Mit: Isabel Raabe (Talking Object Lab), José Ramón Hernández (Leiter von Osikán Vivero de Creación e Imaginación Social/ Künstlerischer Leiter des Residenzprogramms „Residencia Afronteriza“), Patrick Acogny (École des Sables).
Vydia Tamby (Kulturberaterin des Bürgermeisters von Dakar) moderiert.
Die Teilnehmer*innen
Patrick Acogny ist Choreograf, Lehrer und Forscher im Bereich des zeitgenössischen afrikanischen Tanzes. Er stützt sich auf somatische Praktiken und die Dekonstruktion traditioneller afrikanischer Tänze, wobei sein Schwerpunkt auf der Wirbelsäule, dem Rhythmus und der politischen Dimension des sich bewegenden Körpers liegt. Er ist regelmäßiger Gast an der École des Sables in Senegal und arbeitet international mit Institutionen wie der Amsterdamer Universität der Künste und der Universität von Bahia in Brasilien zusammen. In seiner Arbeit erforscht er die Überschneidung von Tanz, Erinnerung und dekolonialer Pädagogik und setzt sich für die Weitergabe von verkörpertem Wissen durch Performance, Unterricht und interkulturellen Austausch ein.
Undisziplinierter afrokubanischer Künstler, Kurator, Dozent und Kulturmanager. Er ist Gründer und Koordinator von Osikán Vivero de Creación e Imaginación Social. Er leitet und kuratiert seit 2010 die Werkstatt für kreative Experimente Zona Cero und seit 2017 Habana Off - Escala 1. In seiner kreativen Forschung befasst er sich mit Ritualen der Afro-Descendants, dem persönlichen und kollektiven Gedächtnis, peripheren Körpern und der Konstruktion affektiver Kartografien. Dabei arbeitet er mit nicht-fiktionalen Dokumenten und den Strategien des Sensiblen, um soziale Prozesse und Gemeinschaften zu beeinflussen. Er hat wichtige Preise gewonnen, darunter den ersten Preis bei La Fiesta de las relaciones 2006 und den Villanueva-Preis (vergeben von der Nationalen Union der Künstler Kubas UNEAC und dem Internationalen Kritikerverband) für Aleja a tus hijos del alcohol 2014 sowie für BaqueStriBois 2016. Er unterrichtet Workshops und jährliche Kurse für zeitgenössisches künstlerisches Schaffen in mehreren Kunstzentren und auf Festivals. Er hat die Serie I Love Cities (2016–heute) konzipiert, die eine sensible Rekonstruktion von Städten, Gemeinden oder Räumen auf der Grundlage der Biografien ihrer Emigranten vorschlägt, sowie die Serie Opira, die die Performativität afrokubanischer Rituale erforscht.
Isabel Raabe ist interdisziplinäre Kuratorin, sie interessiert sich für kuratorische und künstlerische dekoloniale Strategien, die westliche Perspektiven durchbrechen und neue Narrative fördern. 2024 wurde sie für ihr Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 2014 initiierte sie das „RomArchive - Digitales Archiv der Sinti und Roma“, das 2019 mit dem Europäischen Kulturerbepreis und 2020 mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet wurde. 2020 initiierte sie das langfristig angelegte künstlerische Forschungsprojekt TALKING OBJECTS, das von einem Kuratorenteam aus Senegal (Malick Ndiaye, Musée Théodore Monod, Dakar), Kenia (Chao Tayiana Maina, African Digital Heritage, Nairobi) und Deutschland (Mahret Ifeoma Kupka, Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt, und Isabel Raabe) geleitet wird. Das Projekt besteht aus dem TALKING OBJECTS ARCHIVE - Digital Archive for Decolonial Knowledge Production und dem TALKING OBJECTS LAB, einer Think Tank-, Ausstellungs- und Künstlerresidenzreihe in Deutschland, Senegal und Kenia. Isabel Raabe ist außerdem Mitglied des Kuratorenteams des dekolonialen „artivistischen“ Projekts BARAZANI.berlin und assoziiertes Mitglied des European Roma Institute for Arts and Culture/ERIAC.
Vydia Tamby arbeitet seit 2009 in der Stadt Dakar, wo sie zunächst 10 Jahre lang als persönliche Assistentin des Bürgermeisters von Dakar tätig war, was ihr geholfen hat, die Probleme einer Stadt wie Dakar in einer transversalen Weise zu verstehen, die Herausforderungen, mit denen sie konfrontiert ist, aber auch, wie die Kunst an der Suche nach Lösungen teilnehmen kann. Als Kulturberaterin des Bürgermeisters von Dakar arbeiteten wir in den letzten vier Jahren an einer soliden Kulturpolitik für die Region, um die Kunst und die Kreativwirtschaft strukturell zu unterstützen. Als Gründungsmitglied der Afrikanischen Kulturhauptstädte und Generalsekretärin von Africapitales beteiligt sie sich weiterhin an lokalen Aktionen und internationalen Netzwerken zur Unterstützung einer gemeinsamen globalen Vision. Vydia ist außerdem Redaktionsleiterin des Verlags Vives Voix und arbeitet mit dem Archives Fund for the Safeguarding of Memories mit Sitz im Senegal zusammen.
Links zum Thema
Kontakt
Agenda
-
Begrüßung
Konferenz | Einleitung in die dritte Konferenz des EU Projekts Deconfining
-
Online | Goethe-Institut Madrid, Madrid
-
-
Über Förderungssysteme: bestehende Instrumente, Möglichkeiiten und Beschränkungen
Podiumdiskussion | Über interkontinentale Förderungssysteme: EU / Afrika / (potentielle) EU-Afrika
-
Online | Goethe-Institut Madrid, Madrid
-
-
Erbe, territoriales Gedächtnis und Resilienz durch die immateriellen Formen soziokultureller Symbole
Podiumdiskussion | Archiv und interkulturelle Zusammenarbeit
-
Online | Goethe-Institut Madrid, Madrid
-
-
Schlusswort & Gespräch. Mit Max Czollek, künstlerischer Kurator der Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD)
Gespräch | Ende vom ersten Teil der Konferenz
-
Online | Goethe-Institut Madrid, Madrid
-
-
Austellungseröffnung: Dynamic Memory Lab »Cycles of Decolonisation«
Ausstellungseröffnung | Eröffnung der immersiven und interaktiven Ausstellung zu zeitgenössischen Erscheinungsformen des europäischen Kolonialismus im Garten des Goethe-Institut Madrid mit Cátia Severino (Kuratorin des DML)| Das Dynamic Memory Lab (DML) ist ein Projekt der Coalition for Pluralistic Public Discourse (CPPD)
-
Goethe-Institut Madrid, Madrid
-
-
Präsentation der Residenzkünstler*innen des Programms "Residencia Afronteriza"
Performance | Performance und Projektvorstellungen
-
Goethe-Institut Madrid, Madrid
-