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Interview mit Bandana Tulachan
Indigene Stimmen wurden auf der ganzen Welt unterdrückt

Bandana Tulachan
© Interview Yacuna

Wie haben Sie von der Protagonistin, die Sie in Ihrem Comic vorstellen, erfahren?

Das erste Mal erfuhr ich von Shanti Chaudhary und traf sie, als ich ein von ihr geschriebenes Kinderbuch illustrierte. Wir nahmen beide an einem Projekt teil, in dessen Rahmen Bilderbücher in der indigenen Sprache Tharu entstehen sollten. Mich überraschte es wirklich, dass ich zuvor noch nie von ihr gehört hatte.

Was bereitete Ihnen bei der Projektarbeit am meisten Freude?

Das beste an der Projektarbeit war, Shanti Chaudhary kennenzulernen und mehr über ihre Reise zu erfahren. Ich bin glücklich und fühle mich geehrt, diese Gelegenheit zu haben, denn ich weiß, dass viele Menschen durch dieses Projekt von ihr erfahren werden.

Was konnten Sie in den Workshops, den Mentorings und von anderen Teilnehmenden lernen?

Während der Workshops war es faszinierend und inspirierend, von den anderen Teilnehmenden zu lernen und den vielen wunderbaren Geschichten aus der ganzen Welt zuzuhören. Das Mentoring war für mich besonders hilfreich, um die Geschichte zu straffen und mehr authentische Inhalte zu integrieren, anstatt zu versuchen, zu viele Details in die Geschichte zu packen.

Welcher Aspekt im Verlauf des Prozesses war für Sie besonders herausfordernd?

Der schwierigste Teil war definitiv der direkt nach der Recherche. Ich hatte eine Menge an Informationen. Da meine Protagonistin ein zweifellos schillerndes Leben mit vielen Irrungen und Wirrungen geführt hatte, war es eine Herausforderung, viele Gegebenheiten und Ereignisse wegzulassen und dennoch das Wesen ihrer Person in der Geschichte aufzuzeigen. Eine andere Herausforderung war der Mangel an Informationen und an Möglichkeiten der Recherche aufgrund der Pandemie.

Wie sollte es idealerweise nach der Veröffentlichung des Projekts weitergehen?

Von Beginn des Projekts an sowie während und nach der Recherche machte ich immer wieder dieselbe Entdeckung, nämlich dass indigene Stimmen und Geschichten auf der ganzen Welt unterdrückt werden. Ich freue mich, dass dieses Projekt einen angemessenen Raum für eine indigene Geschichte hier in Nepal geschaffen hat, und ich hoffe, dass dies die Gelegenheit bietet, den Dialog über indigene Frauen und ihren Beitrag zu unserer Gesellschaft zu eröffnen.

Was sind Ihre Pläne für die Zukunft?

Ich würde in Zukunft gerne mehr Geschichten schreiben und mehr Bücher gestalten. Dieses Projekt hat mich inspiriert, mehr unbekannte Geschichten zu erkunden, die der Welt erzählt werden müssen.

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