Deutsches Programm bei Guth Gafa Internationales Dokumentarfilmfestival 2018
Filmfestival
-
Headfort House, Kells, Co. Meath
- Sprache Englisch / mit englischen Untertiteln
- Preis 10€ / 7,50€ erm./ 6€ Kinder
Auch 2018 präsentiert das Guth Gafa International Film Festival eine Reihe neuer deutscher Dokumentarfilme und Koproduktionen.
Sonntag 22. Juli, 14:45 Uhr
The RoadHouse Cinema

The Cleaners - Im Schatten der Netzwelt
Regie: Hans Block, Moritz Rieswieck
Deutschland, Brasilien – 2018 – 88 Minuten
Irische Premiere
Dokumentarfilm über die Arbeit von so genannten Content-Moderatoren, die in Netzwerken wie Facebook, YouTube und Twitter die Inhalte kontrollieren und gegebenenfalls anstößige Texte, Videos oder Bilder entfernen. Inzwischen hat sich aus dieser Tätigkeit ein eigener Industriezweig entwickelt. Hauptsitz ist Manila. In zehn-Stunden-Schichten sind dort zehntausende Menschen mit dem Suchen und Löschen von "verbotenem" Material beschäftigt: drastische Gewalt, pornographische Szenen und verfassungsfeindliche Inhalte. Die Kriterien und Vorgaben der meist amerikanischen Unternehmen sind allerdings geheim. Der Film porträtiert fünf solcher Moderatoren, die die Nutzer schützen sollen, selbst aber den Inhalten nahezu schutzlos ausgeliefert sind. Es gibt keine Vorbereitungen auf den Job, und auch keine nennenswerte psychologische Begleitung. Zugleich will der Film aufzeigen, wie Falschmeldungen und Hass durch die Verbreitung auf sozialen Netzwerken an Einfluss gewinnen und die Menschen emotional aufstacheln können.
Jillian C. York, Leiterin der International Freedom of Expression der Electronic Frontier Foundation, wird bei der Vorführung anwesend sein, um über den Film zu sprechen.
Samstag 21. Juli, 12:00 Uhr
The RoadHouse Cinema

Family Shots - Eingeimpft
Regie: David Sieveking
Deutschland – 2017 – 95 Minuten
Irische Premiere
Davids Tochter kommt kerngesund auf die Welt und soll auf Anraten des Kinderarztes schon mit zwei Monaten gegen sieben Krankheiten geimpft werden. Doch die Eltern sind sich uneinig: Davids Liebste treibt die Sorge um, die geballte Impfladung könne dem unversehrten Baby schaden. Was tun? Von der Sinnhaftigkeit des Impfens überzeugt, beginnt David zu recherchieren und stößt auf Erstaunliches. Auch einzelne Ärzte und Wissenschaftler stehen den offiziellen Impf-Empfehlungen skeptisch gegenüber. Die Notwendigkeit, gegen bestimmte Krankheiten zu impfen, und der frühe Impfzeitpunkt werden in Frage gestellt. Und dann brechen direkt in Davids Nachbarschaft die Masern aus, ein infiziertes Kind stirbt und Impf-Skeptiker werden zu Volksfeinden erklärt. Das junge Paar erwartet ein zweites Kind und muss sich endlich entscheiden.
Mirja Gerle (Schnitt) wird bei der Vorführung anwesend sein, um über den Film zu sprechen.
Sonntag 22. Juli, 17:15 Uhr
The Adam Room Cinema

ISLAND OF THE HUNGRY GHOSTS
Regie: Gabrielle Brady
Deutschland, Vereinigtes Königreich, Australien – 2018 – 94 Minuten
Irische Premiere
Die australische Weihnachtsinsel liegt vor der Küste Indonesiens und ist von Wanderkrabben bevölkert, die in einer Migrationsbewegung, die seit hunderttausenden von Jahren vom Vollmond ausgelöst wird, zu Millionen aus dem Dschungel zum Ozean aufbrechen. Poh Lin ist Traumatherapeutin und lebt mit ihrer Familie auf dieser Insel mit ihren unwirtlichen, wilden Landschaften — einem der letzten Orte, die auf der Erde entdeckt wurden. Jeden Tag spricht sie mit Asylsuchenden, die auf unbestimmte Zeit in einem Hochsicherheitslager festgehalten werden, und versucht unermüdlich, ihnen ihre unerträgliche Situation mit ungewissem Ausgang etwas erträglicher zu machen. Durch die Gegenüberstellung von natürlicher Migration und der chaotischen und tragischen Migration der Menschen, die den ständigen Veränderungen der Entscheidungsstrukturen unterliegt, gelingt es Gabrielle Brady ohne Zweifel, ein Problem anzusprechen, das weit über den Mikrokosmos dieses Films hinausgeht. Island of the Hungry Ghosts erinnert an einen Spielfilm, die Eloquenz des Werks beruht im Besonderen auf einem geschickten Aufbau und den mit grösstem Feingefühl ausgewählten Einstellungen.
Die Regisseurin Gabrielle Brady wird bei der Vorführung anwesend sein, um über ihren Film zu sprechen.
Samstag 21. Juli, 15:00 Uhr
The RoadHouse Cinema

A Woman Captured - Eine gefangene Frau
Regie: Bernadett Tuza-Ritter
Ungarn, Deutschland – 2017 – 90 Minuten
Irische Premiere
Marish ist 53 Jahre alt, sieht aber wenigstens zehn Jahre älter aus. Das entspricht der Zeit, die sie als unbezahlte Haushaltshilfe und Kindermädchen bei einer wohlhabenden ungarischen Familie verbracht hat – in moderner Sklaverei. Sie arbeitet zusätzlich in einer nahe gelegenen Fabrik; den Lohn muss Marish abgeben. Stets hat sie verfügbar zu sein; ohne Erlaubnis der Hausherrin ist ihr nichts gestattet. Die Gegenleistung: Essen, Zigaretten, ein Schlafplatz auf einer Couch. Die Regisseurin beobachtet Marishs Leben in diesem albtraumhaften Arrangement über mehrere Monate. Zwischen den beiden Frauen entsteht ein Vertrauensverhältnis. Marish wünscht sich, ihre erwachsene Tochter wiederzusehen, die vor Jahren geflohen ist. Aus der Observation wird eine Konspiration.
Die Regisseurin Bernadett Tuza-Ritter wird bei der Vorführung anwesend sein, um über ihren Film zu sprechen.
Unterstützt vom Goethe-Institut Irland.
Sonntag 22. Juli, 14:45 Uhr
The RoadHouse Cinema

The Cleaners - Im Schatten der Netzwelt
Regie: Hans Block, Moritz Rieswieck
Deutschland, Brasilien – 2018 – 88 Minuten
Irische Premiere
Dokumentarfilm über die Arbeit von so genannten Content-Moderatoren, die in Netzwerken wie Facebook, YouTube und Twitter die Inhalte kontrollieren und gegebenenfalls anstößige Texte, Videos oder Bilder entfernen. Inzwischen hat sich aus dieser Tätigkeit ein eigener Industriezweig entwickelt. Hauptsitz ist Manila. In zehn-Stunden-Schichten sind dort zehntausende Menschen mit dem Suchen und Löschen von "verbotenem" Material beschäftigt: drastische Gewalt, pornographische Szenen und verfassungsfeindliche Inhalte. Die Kriterien und Vorgaben der meist amerikanischen Unternehmen sind allerdings geheim. Der Film porträtiert fünf solcher Moderatoren, die die Nutzer schützen sollen, selbst aber den Inhalten nahezu schutzlos ausgeliefert sind. Es gibt keine Vorbereitungen auf den Job, und auch keine nennenswerte psychologische Begleitung. Zugleich will der Film aufzeigen, wie Falschmeldungen und Hass durch die Verbreitung auf sozialen Netzwerken an Einfluss gewinnen und die Menschen emotional aufstacheln können.
Jillian C. York, Leiterin der International Freedom of Expression der Electronic Frontier Foundation, wird bei der Vorführung anwesend sein, um über den Film zu sprechen.
Samstag 21. Juli, 12:00 Uhr
The RoadHouse Cinema

Family Shots - Eingeimpft
Regie: David Sieveking
Deutschland – 2017 – 95 Minuten
Irische Premiere
Davids Tochter kommt kerngesund auf die Welt und soll auf Anraten des Kinderarztes schon mit zwei Monaten gegen sieben Krankheiten geimpft werden. Doch die Eltern sind sich uneinig: Davids Liebste treibt die Sorge um, die geballte Impfladung könne dem unversehrten Baby schaden. Was tun? Von der Sinnhaftigkeit des Impfens überzeugt, beginnt David zu recherchieren und stößt auf Erstaunliches. Auch einzelne Ärzte und Wissenschaftler stehen den offiziellen Impf-Empfehlungen skeptisch gegenüber. Die Notwendigkeit, gegen bestimmte Krankheiten zu impfen, und der frühe Impfzeitpunkt werden in Frage gestellt. Und dann brechen direkt in Davids Nachbarschaft die Masern aus, ein infiziertes Kind stirbt und Impf-Skeptiker werden zu Volksfeinden erklärt. Das junge Paar erwartet ein zweites Kind und muss sich endlich entscheiden.
Mirja Gerle (Schnitt) wird bei der Vorführung anwesend sein, um über den Film zu sprechen.
Sonntag 22. Juli, 17:15 Uhr
The Adam Room Cinema

ISLAND OF THE HUNGRY GHOSTS
Regie: Gabrielle Brady
Deutschland, Vereinigtes Königreich, Australien – 2018 – 94 Minuten
Irische Premiere
Die australische Weihnachtsinsel liegt vor der Küste Indonesiens und ist von Wanderkrabben bevölkert, die in einer Migrationsbewegung, die seit hunderttausenden von Jahren vom Vollmond ausgelöst wird, zu Millionen aus dem Dschungel zum Ozean aufbrechen. Poh Lin ist Traumatherapeutin und lebt mit ihrer Familie auf dieser Insel mit ihren unwirtlichen, wilden Landschaften — einem der letzten Orte, die auf der Erde entdeckt wurden. Jeden Tag spricht sie mit Asylsuchenden, die auf unbestimmte Zeit in einem Hochsicherheitslager festgehalten werden, und versucht unermüdlich, ihnen ihre unerträgliche Situation mit ungewissem Ausgang etwas erträglicher zu machen. Durch die Gegenüberstellung von natürlicher Migration und der chaotischen und tragischen Migration der Menschen, die den ständigen Veränderungen der Entscheidungsstrukturen unterliegt, gelingt es Gabrielle Brady ohne Zweifel, ein Problem anzusprechen, das weit über den Mikrokosmos dieses Films hinausgeht. Island of the Hungry Ghosts erinnert an einen Spielfilm, die Eloquenz des Werks beruht im Besonderen auf einem geschickten Aufbau und den mit grösstem Feingefühl ausgewählten Einstellungen.
Die Regisseurin Gabrielle Brady wird bei der Vorführung anwesend sein, um über ihren Film zu sprechen.
Samstag 21. Juli, 15:00 Uhr
The RoadHouse Cinema

A Woman Captured - Eine gefangene Frau
Regie: Bernadett Tuza-Ritter
Ungarn, Deutschland – 2017 – 90 Minuten
Irische Premiere
Marish ist 53 Jahre alt, sieht aber wenigstens zehn Jahre älter aus. Das entspricht der Zeit, die sie als unbezahlte Haushaltshilfe und Kindermädchen bei einer wohlhabenden ungarischen Familie verbracht hat – in moderner Sklaverei. Sie arbeitet zusätzlich in einer nahe gelegenen Fabrik; den Lohn muss Marish abgeben. Stets hat sie verfügbar zu sein; ohne Erlaubnis der Hausherrin ist ihr nichts gestattet. Die Gegenleistung: Essen, Zigaretten, ein Schlafplatz auf einer Couch. Die Regisseurin beobachtet Marishs Leben in diesem albtraumhaften Arrangement über mehrere Monate. Zwischen den beiden Frauen entsteht ein Vertrauensverhältnis. Marish wünscht sich, ihre erwachsene Tochter wiederzusehen, die vor Jahren geflohen ist. Aus der Observation wird eine Konspiration.
Die Regisseurin Bernadett Tuza-Ritter wird bei der Vorführung anwesend sein, um über ihren Film zu sprechen.
Unterstützt vom Goethe-Institut Irland.