Preis€6,99/Einzelfilm; Filmpakete und Filmpässe sind ebenfalls erhältlich
(C) GAZE International LGBT Film Festival / Designed - redmanAKA
GAZE LGBTQ+ Filmfestival widmet sich 2020 schwerpunktmäßig dem deutschen queeren Film. Vier Langfilme und zwei Kurzfilme sind zu sehen, unter anderem eine Jubiläumsvorführung von Taxi zum Klo sowie Futur Drei als Abschlussfilm.
Aufgrund der aktuellen Restriktionen werden die Filmvorführungen online auf IFI@Home zu sehen sein. Um trotzdem ein möglichst authentisches Kinoerlebnis zu schaffen, gibt GAZE eine Reihe von Tipps für den Besuch des Online-Festivals.
Die Filme können online vorbestellt werden und gehen gemäß des GAZE-Programms live. Sobald ein Film verfügbar ist, können Sie innerhalb von drei Tagen anfangen, ihn zu schauen, und haben dann zwei Tage Zeit, ihn fertig zu sehen.
Sollten Sie Filme zu einem späteren Zeitpunkt des Festivals leihen, haben Sie ebenfalls drei Tage Zugriff auf diese. Mehr Informationen dazu hier.
Programm "Schwerpunkt Deutsches Kino":
Verfügbar ab Freitag, 2. Oktober um 18:45 Uhr Faragh/Void Regie: Jan-Peter Horstmann, Farbe, 22 min, Deutschland 2020 als Teil von "Men's Shorts" (Kurzfilmprogramm)
(C) 2020 by Film University Babelsberg KONRAD WOLF
Der Sexarbeiter Nadim trifft in diesem Kurzfilm der Filmuniversität Babelsberg im Park auf seinen Kunden Oliver und geht mit zu ihm nach Hause, wo die beiden unspektakulären Sex haben. Ein Missverständnis führt unweigerlich zu Streit und beide müssen sich ihren unerwarteten Begierden und Bedürfnissen stellen. Als Nadim und Oliver verstehen, wie ähnlich sie sich eigentlich sind, kommen sie sich immer näher.
Tickets sind hier erhältlich.
Verfügbar ab Freitag, 2. Oktober um 20:45 Uhr - 40-jährige Jubiläumsvorführung Taxi zum Klo Regie: Frank Ripploh, Farbe, 91 Min., BR Deutschland 1980
(C) DIF
Die autobiographisch geprägte Tragikomödie – mit Frank Ripploh als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller – erzählt die Geschichte vom Berliner Grundschullehrer Frank, der ein gespaltenes Leben zwischen bürgerlicher Existenz und homosexueller Subkultur führt. Frank geht abends auch schon mal als Peggy aus und gabelt in Parks und öffentlichen Toiletten regelmäßig Partner für schnellen Sex auf – bis er den fürsorglichen Bernd aus dem Kino mit nach Hause nimmt. Die beiden werden sofort ein Paar, doch Franks Drang nach sexueller Freiheit, Abenteuer und Exzess verurteilt die Beziehung von vornherein zum Scheitern.
Der Film, der bei seiner Veröffentlichung in der Bundesrepublik 1980 durch seinen offenen und visualisierten Umgang mit Homosexualität einen Skandal auslöste, gilt heute als ein Klassiker des queeren Kinos aus Deutschland.
Tickets sind hier erhältlich.
Verfügbar ab Samstag, 3. Oktober um 14:00 Uhr When the Androgynous Child Regie: Melina Pafundi, Farbe, 9 Min., Deutschland/Argentinien 2019 als Teil von "Experimental Shorts" (Kurzfilmprogramm)
(C) Cuando el niño andrógino
Wenn das Kind von seiner*ihrer Androgynität spricht, kehrt es dahin zurück, wo es dazugehört. Es spricht von damals wie heute und verkörpert eine Figur gegen die Binärismen unserer Zeit, welche durchgehend Ausgrenzung und Zuweisung erzeugen. Das Kind erinnert sich und fordert seine*ihre Identität als Fremde*r, Geflüchtete*r, Mehrsprachler*in ein – zurückgewiesen dafür, weder Mann noch Frau zu sein. Dieses Bewusstsein und diese Sorge prägen Pafundis Kurzfilm.
Tickets sind hier erhältlich.
Verfügbar ab Samstag, 3. Oktober um 18:00 Uhr Kokon Regie: Leonie Krippendorff, Farbe, 95 Min., Deutschland 2020
(C) Martin Neumeyer, Jost Hering Film
Sommer 2018: Berlin-Kreuzberg ist ihr Mikrokosmos. Überall ist Nora, die stille Beobachterin, mit dabei: Party, Schule, Freibad, Hausdach, Wohnung. Im Schlepptau ihrer großen Schwester und deren Freund*innen zieht sie um die immer gleichen Häuserblocks und fängt Eindrücke ein, die sich im sommerlichen Licht überblenden. Mädchen, die schlank und schön sein wollen. Jungs, die Sprüche klopfen – manchmal verliebt, oft provozierend. Fiese Handykameras und zerbrechliche Teenager*innen. Doch Nora hat ihren eigenen Blick auf die Welt, und als sie Romy kennenlernt, weiß sie, warum. Musik liegt jetzt in der Luft, Noras Körper verändert sich und die Raupen spinnen ihre Kokons. Regisseurin und Drehbuchautorin Leonie Krippendorff zeichnet in ihrem zweiten Film eine authentische Coming-of-Age-Geschichte über aufkeimende Gefühle, sexuelles Erwachen und die erste große Liebe.
Tickets sind hier erhältlich.
Verfügbar ab Sonntag, 04. Oktober um 20:00 Uhr - Abschlussfilm Futur Drei Regie: Faraz Shariat, Farbe, 92 Min., Deutschland 2020
(C) Salzgeber & Co. Medien GmbH, Jünglinge Film
Als Kind von Exil-Iranern führt Parvis in Hildesheim eigentlich ein behütetes Leben im Wohlstand. Auf der Suche nach Abwechslung holt er sich seinen Kick bei Grindr-Dates und Raves – bis er nach einem Ladendiebstahl zu Sozialstunden verurteilt wird und fortan als Übersetzer in einer Unterkunft für Geflüchtete arbeiten muss. Dort lernt Parvis den Iraner Amon und dessen Schwester Banafshe kennen, die beide auf ihre Aufenthaltserlaubnisse warten. Aus anfänglich zögerlicher Freundschaft entwickelt sich zwischen Parvis und Amon mit der Zeit eine spürbare Liebe, doch sie wissen auch, dass ihre Zukunft in Deutschland unterschiedlicher nicht sein könnte.
Der Coming-of-Age-Film feierte seine Premiere im Rahmen der Berlinale 2020 in der Sektion Panorama und gewann den Teddy Award.