CORK INTERNATIONAL FILM FESTIVAL 2020: DEUTSCHES PROGRAMM
Filmfestival
Online weltweit
SpracheEnglisch / mit Englischen Untertiteln
PreisEinzelfilme €7,50; Digital Pass für 10 Filme €60,-; Digital Pass für alle Filme €99,-
(C) Cork International Film Festival
Die 65. Ausgabe des Cork International Film Festivals zeigt 4 Langfilme und 6 Kurzfilme aus Deutschland.
Aufgrund aktueller Restriktionen wird das Festival dieses Jahr ausschließlich online stattfinden.
CIFF@Home-Tickets für Online-Vorführungen können bereits gebucht werden. Die digitalen Inhalte sind vom 9. November bis zum 15. November verfügbar. Sobald ihr Film bereitgestellt wird, kann er innerhalb von 6 Tagen, 23 Stunden gestartet werden. Sobald er abgespielt wird, bleiben 30 Stunden, um ihn zu Ende zu sehen.
Programm:
An Impossible Project
An Impossible Project, Regie: Jens Meurer, (C) Instant Film & Mischief Films
2008: Während das erste iPhone vorgestellt wird, trifft der exzentrische Dr. Florian „Doc“ Kaps aus Österreich eine Entscheidung: Er will die letzte Polaroid-Fabrik der Welt vor dem Abriss im Zuge der digitalen Revolution retten. Seine Passion für alles analoge, insbesondere Sofortbildfotographie, bringt ihn auf den Weg, der ihn letztendlich ins Silicon Valley führen wird – allerdings nicht ohne etliche Hürden.
Der Gewinner des Besten Dokumentarfilm beim Europäischen Filmpreis 1995 Jens Meurer spiegelt diese Geschichte über die Rache des Analogen in seiner Weise des Filmemachens wider: mit analogem 35mm-Film, Direktaufnahme des Soundtracks und Zwischenschnitte mit damaligen wie heutigen Ergebnissen der Polaroid-Sofortbilder.
Sommerkrieg, Regie: Moritz Schulz, (C) Filmakademie Baden-Württemberg
Regie: Moritz Schulz, Dokumentation, Deutschland 2019, 79‘, Farbe, Ukrainisch/Russisch mit englischen Untertiteln
Seit fünf Jahren herrscht im östlichen Teil der Ukraine Krieg und viele Zivilisten wollen etwas für ihr Land tun. Das rechtsnationale Azov-Regime reagiert darauf unter anderem mit Sommercamps für Kinder, um sie stolze Ukrainer*innen werden zu lassen, die bereit sind zu kämpfen. Neue Freundschaften und der Wunsch, zu spielen und Unsinn zu treiben, treffen auf militärische Tagesstrukturen, Uniformen und Schießübungen.
Regie: Abel Ferrara, Drama, Italien/Mexiko/Griechenland/ Deutschland 2020, 92‘, Farbe, Englisch
Clint lebt in verschneiten Bergen, betreibt dort ein kleines Café und ist etwas gedankenverloren. Doch eines Tages – bei dem Versuch, sein wahres Ich zu finden, beginnt er eine Reise, die ihn physisch, mental sowie spirituell an eine Grenze bringt.
Regie: Ai Weiwei, Dokumentation, Mexiko/Deutschland 2019, 112‘, Colour, Englisch/Spanisch mit englischen Untertiteln
2014 wurde ein Konvoi von Studenten des Ayotzinapa Rural Teachers‘ College vom Drogenkartell-behafteten Guerrero-Bundesstaat Mexikos zum Teil ermordet und zum Teil entführt. Ai Weiwei porträtiert die Familien, die direkt von diesen Morden und Entführungen betroffen sind.
Deutsche Kurzfilme (als Teil des "International Shorts Programme"):
What Probably Would Have Happened, If I Hadn't Stayed At Home, (C) Willy Hans
Was wahrscheinlich passiert wäre, wäre ich nicht zuhause geblieben.
(International Shorts 2: Worlds of Possibility) Regie: Willy Hans, Deutschland 2020, 21‘, Deutsch/Englisch, mit englischen Untertiteln
Fünf Menschen, ein Wohnzimmer. Als der Wein verschüttet, das Problem mit der dunklen Marterie gelöst ist und schon seit langem keiner mehr Essen erwartet, wird die Musik aufgedreht.
Untitled Sequence of Gaps
(International Shorts 3: Free Radicals) Regie: Vika Kirchenbauer, Deutschland 2020, 13‘, Englisch
‚Untitled Sequence of Gaps“ nutzt die Form des Essayfilms, um sich traumabedingtem Erinnerungsverlust zu nähern. Via Reflektionen auf Licht außerhalb des sichtbaren Spektrums, werden Gewalt und ihre Funktionsweise, Klasse und Querness nicht durch Repräsentation, sondern von Innen in Betracht gezogen.
Inflorescence
(International Shorts 3: Free Radicals) Regie: Nicolaas Schmidt, Deutschland 2020, 8‘
Herbst auf dem Planeten Erde. Ein paar rosige Rosenblätter, die in ewigwährender Solidarität dem großen Ärger eines starken Gewitters standhalten. Eine romantisch-konzeptuelle Gute-Nacht-Fabel über Widerstand und Übermaß, oder die seltsame Ambivalenz von Wahrheit, Traum, Leben und Liebe. Lasst uns gemeinsam florieren!
Just a Guy
(International Shorts 4: Doc Shorts) Regie: Shoko Hara, Deutschland 2020, 15‘, Englisch
Drei Frauen geben Einblicke in ihre Zuneigung, Anziehung und Beziehung zu Richard Ramirez, einem Serienkiller und Vergewaltiger, den sie nach seiner Verurteilung in den 80ern kontaktierten. Aus ihrer Perspektive werden Briefe und Gefühle betrachtet, die so besessen wie gespenstisch wirken.