|
12:00–17:30 Uhr
RE/MAINS OF THE DAZE: eine Ausstellung serviert in 3 Gängen
Ausstellung
-
Return Gallery, Goethe-Institut Irland
- Sprache Englisch
- Preis Eintritt frei, keine Reservierung erforderlich
RE/MAINS OF THE DAZE: eine Ausstellung serviert in drei Gängen ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung mit drei historischen Ausstellungen: Lucy Lippards Numbers Shows (1969-1974), Jean-François Lyotards und Thierry Chaputs Les Immatériaux (1985) und Okwui Enwezors The Short Century: Unabhängigkeits- und Befreiungsbewegungen in Afrika von 1945-1994 (2001-2002).
Jede Ausstellung spiegelt einen Moment in der Geschichte der Kunst wider, der als Bruch mit dem Konstrukt der 'Ausstellung' in der klassischen Moderne gesehen werden kann: Lippard definierte die Dichotomie zwischen Künstler*in und Kurator*in neu und brachte die Ausstellung aus dem Museum in den öffentlichen Raum. Lyotard und Chaput problematisierten die Idee der singulären subjektiven Erfahrung von Kunstrezeption und materialisierten den Zustand der Postmoderne innerhalb des neu gegründeten Centre Pompidou. Enwezor hinterfragte eurozentrische Museumsräume und stellte zeitgenössische afrikanische Kunst in Bezug zu Unabhängigkeits- und Befreiungsbewegungen auf dem Kontinent während des 20. Jahrhunderts.
Die Ausstellung im Goethe-Institut Irland präsentiert die Umsetzung drei spekulativer Ausstellungskonzepte. Sie wurden vom ACW-Masterstudiengang 2020/21 entworfen und betrachten die vergangenen Ausstellungen durch Archivdokumente. RE/MAINS OF THE DAZE: eine Ausstellung serviert in drei Gängen spielt mit der Idee der 'Überbleibsel' der Moderne, gefiltert durch die 'Benommenheit' der Postmoderne, einem selbstreferentiellen Zustand, der aufgrund historischer Gewohnheiten fortbesteht.
RE/MAINS OF THE DAZE: eine Ausstellung serviert in drei Gängen wird präsentiert vom Goethe-Institut Irland in Zusammenarbeit mit dem National College of Art and Design (NCAD) in Dublin. Kuratiert von Studierenden des Masterkurses Art in the Contemporary World (ACW). ACW ist der Theorie/Praxis M.A./M.F.A. der School of Visual Culture am NCAD.
Jede Ausstellung spiegelt einen Moment in der Geschichte der Kunst wider, der als Bruch mit dem Konstrukt der 'Ausstellung' in der klassischen Moderne gesehen werden kann: Lippard definierte die Dichotomie zwischen Künstler*in und Kurator*in neu und brachte die Ausstellung aus dem Museum in den öffentlichen Raum. Lyotard und Chaput problematisierten die Idee der singulären subjektiven Erfahrung von Kunstrezeption und materialisierten den Zustand der Postmoderne innerhalb des neu gegründeten Centre Pompidou. Enwezor hinterfragte eurozentrische Museumsräume und stellte zeitgenössische afrikanische Kunst in Bezug zu Unabhängigkeits- und Befreiungsbewegungen auf dem Kontinent während des 20. Jahrhunderts.
Die Ausstellung im Goethe-Institut Irland präsentiert die Umsetzung drei spekulativer Ausstellungskonzepte. Sie wurden vom ACW-Masterstudiengang 2020/21 entworfen und betrachten die vergangenen Ausstellungen durch Archivdokumente. RE/MAINS OF THE DAZE: eine Ausstellung serviert in drei Gängen spielt mit der Idee der 'Überbleibsel' der Moderne, gefiltert durch die 'Benommenheit' der Postmoderne, einem selbstreferentiellen Zustand, der aufgrund historischer Gewohnheiten fortbesteht.
RE/MAINS OF THE DAZE: eine Ausstellung serviert in drei Gängen wird präsentiert vom Goethe-Institut Irland in Zusammenarbeit mit dem National College of Art and Design (NCAD) in Dublin. Kuratiert von Studierenden des Masterkurses Art in the Contemporary World (ACW). ACW ist der Theorie/Praxis M.A./M.F.A. der School of Visual Culture am NCAD.
DIE DREI GÄNGE
c. 200
Leila Anglade, Alison Lowry, Alex Pentek, Belinda Quirke
In einer von Lippards Ausstellungen, 2.972.453 (1971), wurden die Kunstwerke und deren Montageanleitungen in Koffern zum Centro de Arte y Comunicación in Buenos Aires transportiert. c. 200 überträgt die Idee einer 'Ausstellung in einem Koffer' in einen 'entmaterialisierten' und leicht einsetzbaren Prozess des Kuratierens: In der Return Gallery wurden 200 Pappkartons gestapelt und absichtlich umgestürzt, um die Anzahl der kulturellen Institutionen und Galerien in Irland darzustellen, die aufgrund der Covid-19-Pandemie geschlossen wurden. Zwei Werbeaufsteller in der Nähe der Galerie zeigen Teile von c. 200 außerhalb des Rahmens des fixierten Ausstellungsraumes. Darüber hinaus wurden in ganz Irland Bilder der Pappkartons mit roten „Closed to Public“-Aufklebern („Bis auf weiteres geschlossen“) vor geschlossenen Kunstinstitutionen aufgenommen.
Der 'Katalog' für c. 200 enthält eine Reihe ungebundener Karteikarten mit einer Auswahl handschriftlicher Zitate von Lippard und anderen, ein getipptes Essay, Fotografien, handgezeichnete Karten und andere Materialien zu den Numbers-Ausstellungen.
c. 200 ist auf acw.ie sowie auf Werbeaufstellern in der Nähe des Goethe-Institut Irland zu sehen.
NOUVEAUX IMMATÉRIAUX
Nadia J. Armstrong, Tom Creed, Catherine Fay, Anna Maye, Katharina Steins
Neben dem Audio-Guide enthält die Ausstellung ein Transkript der Diskussion des NOUVEAUX IMMATÉRIAUX-Teams über die Inhalte, den Kontext und den Prozess der Ausstellung, das mit Hilfe der Speech-to-Text Technologie erstellt wurde.
After the Century
Simon Bhuiyan, Brian Cooney, Kristen Olson, Aisling-Ór Ní Aodha
An der Südwand der Return Gallery installiert, besteht After the Century aus Bildcollagen, Zitaten, Texten und anderen Fundstücken, auf die die Gruppe im Rechercheprozess über The Short Century gestoßen ist. Es soll einerseits die Vielfalt der afrikanischen Moderne, die Enwezor erforschte, dargestellt und andererseits auf zeitgenössische Kunst des afrikanischen Kontinents hingewiesen werden. Ein netzartiges Diagramm zu den 59 beteiligten Künstler*innen, ihren 22 Herkunftsländern und Ansätzen aus der kolonialen Geschichte eines jeden Landes soll die Vielschichtigkeit von The Short Century visualisieren. Es werden sowohl 'formelle' als auch 'informelle' Darstellungsmethoden verwendet, von Vinylpostern bis hin zu Haftnotizen, Kreppband, handschriftlichen Notizen und gedruckten Dokumenten.
Die Gespräche der Gruppe über Fragen des irischen Postkolonialismus/ Imperialismus finden Ausdruck in einer Broschüre mit fiktiven Veranstaltungen, die parallel zu The Short Century hätten stattfinden können, wenn die Ausstellung in Irland gezeigt worden wäre.
Montag-Freitag 12:00-17:30 Uhr
Covid-bedingt ist das Goethe-Institut Irland derzeit nur beschränkt für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Ausstellung kann von bis zu 2 Personen gleichzeitig besucht werden. Besuchszeit ca. 30-45 Minuten. Keine Reservierung erforderlich.
Bitte beachten Sie, dass die Galerie aus Denkmalschutzgründen nicht barrierefrei zugänglich ist.
Ort
Return Gallery, Goethe-Institut Irland
37 Merrion Square
Dublin 2
Irland
37 Merrion Square
Dublin 2
Irland