Workshop Filmen mit dem Smartphone

Fotos und Kurzvideos gehören zum Alltag von Kindern und Jugendlichen. Nahezu alles wird mit dem Handy zu kurzen Botschaften in Text oder Bild: Beschreibungen von Alltäglichem, neuer Freundschaften, Außergewöhnlichem, kurzen Präsenzbestätigungen. Auch die Kinder in Kurdistan sind da nicht anders.

Schülerinnen und Schüler der vier PASCH-Schulen im Nordirak hatten nun die Möglichkeit, im Rahmen eines Workshops ihre Filmarbeiten mit Smartphones zu professionalisieren. Unter Leitung von Peggy Sylopp von Pexlabs und in Kooperation mit dem Theaterhaus Mitte aus Berlin wurden jeweils zweitägige Workshops in Erbil und Dohuk veranstaltet. Daran nahmen jeweils 14 Schüler teil, die Grundtechniken zur Erstellung von Videos erlernten.

Ein weiteres Ziel der Workshops war, die Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme an dem Wettbewerb Orte der Zukunft zu qualifizieren.

Nach dem Kennenlernen durch Partnerinterviews und dem Vorstellen des Partners wurden am ersten Tag Ideen zum Thema erarbeitet und auf Plakaten festgehalten. Als Orte der Zukunft nannten viele die USA, Deutschland, aber auch Traumorte und die Natur. Für viele Kinder ist auch die Unabhängigkeit Kurdistans ein Thema.

Als wichtige Werte sind die Freiheit, Selbständigkeit, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und soziales Engagement, aber auch Umweltschutz von großer Bedeutung. In Gruppen wurde dann ein Thema gewählt und Ideen dazu aufgezeichnet oder aufgeschrieben. Am Nachmittag gab es hilfreiche Tipps und die Schüler konnten  auf dem Schulgelände erste einfache Videos machen.

Als Hausaufgabe drehten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kurze Videos. Außerdem sollten sie Schnittprogramme auf ihren Handys oder PCs installieren und an einer Aufnahme einen einfachen Schnitt ausprobieren.

Am zweiten Tag sahen sich die Schüler und Schülerinnen gemeinsam mit der Workshopleiterin zuerst ihre Aufnahmen über einen Beamer an. Dann wurden die Beispiele besprochen. Dabei halfen Fragen wie: Was ist  technisch gut gelungen? Welches Video ist besonders schön? Und warum? Es gab natürlich auch Hilfe, was man anders oder besser machen könnte, um Ideen umzusetzen. Die ersten Videoschnitte wurden fertig gestellt, vorgeführt und technische und gestalterische Lösungen im Kreis diskutiert.

Dass dieser Workshop nicht nur Arbeit bedeutete, sondern auch viel Spaß machte, zeigte sich beim Abschied. Fast alle Teilnehmerinnen hätten gern noch ein paar Tage lang weitergemacht.