Projekt "Die Zukunft der Vergangenheit": Gesprächsrunden Gesprächsrunden: "Geschichte Verstehen durch Filme"

月はどっちに出ている ©All under the moon project

Fr, 03.11.2017, 18:40 & Sa, 04.11.2017, 18:00

Cine Nouveau

Kujo
Nishi-ku
1-20-24 Osaka-shi

Als Sonderprogramm des Projekts „Die Zukunft der Vergangenheit“ finden öffentliche Gespräche mit Experten aus Deutschland, Korea, Taiwan und Japan statt.
 
Am Freitag, 03.11.2017 (18:40) sprechen Herr Inuhiko Yomota , Filmhistriker, und Herr Lee Bong-Woo, Filmproduzent, über das Thema "How Korean residents of Japan regained their self-images through Cinema".
 
Am Samstag, 04.11.2017 (18:00) nehmen neben Herrn Yomota, die Herren Georg Seeßlen, Filmkritiker aus Deutschland, und Lim Jie-Hyun, Geschichtsforscher aus Korea, sowie Frau Jane Yu, Filmmacherin aus Taiwan, an einer Gesprächsrunde teil, in der über das Thema "Understanding history through film (Geschichte verstehen durch Filme)" diskutiert wird, wie sich über eine transnationale Betrachtung jüngerer Geschichte gemeinsame Perspektiven ergeben könnten.

Podiumsgäste

Inuhiko Yomota ist ein japanischer Autor, Übersetzer, Kulturessayist und Filmhistoriker. Nach einem Abschluss in Religionswissenschaften setzte er seinen Forschungsschwerpunkt auf vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft. Seine Forschungsarbeiten und Gastprofessuren führten ihn an verschiedene Universitäten – beispielsweise an die Konkuk University in Südkorea, die Columbia University in den Vereinigten Staaten und die Universität Bologna in Italien. Sein Hauptforschungsinteresse gilt der asiatischen Filmgeschichte. Auf diesem Gebiet zeichnete er sich durch die Veröffentlichung von fast 140 Büchern, einschließlich poetischer Werke, aus und gewann zahlreiche Literaturpreise, unter anderen den Minister of Education and Science Arts Award.

Lee Bong-Woo studierte an der Fakultät für französische Sprache an der Korea Universität (Japan) und anschließend in Paris. 1989 gründete Lee die Vertriebs- und Produktionsfirma Cine Qua Non. Cine Qua Non hat bisher 200 internationale Produktionen weltweit vertrieben. Zu seinen bekanntesten Produktionen gehört die provokante Arbeit und der Gewinner von 50 Preisen in Japan und Übersee „All unter the moon“. Andere seiner Werke sind „Pacchig!“ (2005), die Nummer eins der Top Ten in der Filmzeitschrift Kinema Junpo, und „Hula Girls“ (2007), Gewinner des Japan Academy Prize for Picture of the Year. 2012 gründete er Respect Co. Ltd. In den letzten Jahren produzierte Lee Filme wie “Eden”, “In the Hero” und “Ken-san”. Außerdem hat er zahlreiche Bücher und Aufsätze über Filme publiziert. Lee ist als ein führender Produzent in der Filmindustrie anerkannt und gewann den Special Award der 29. Japan Academy Awards sowie des 16. Yodogawa Nagaharu Award. Zusätzlich zu seiner Arbeit als CEO der Respect Co. Ltd. ist Lee Gastprofessor am Ritsumeikan Universität.

Lim Jie-Hyun ist derzeit Geschichtsprofessor an der Sogang Universität in Seoul und Leiter des Critical Global Studies Institute der Sogang University. Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf Erinnerungskultur und transnationaler Geschichte. Im Laufe seiner Karriere verbrachte er eine lange Zeit zu Forschungszwecken in Krakau. Zudem war er ein Mitarbeiter des Wissenschaftskollegs zu Berlin. Zu seinen Veröffentlichungen zählen „Imperial Arrogance and Colonial Prejudice – Dialogue with Sakai Naoki“ (2009) und „Antagonistic Complicity“ (2005). Er ist außerdem der Herausgeber der Reihe „Mass Dictatorship in the Twentieth Century“ (Palgrave).
 
Jane Yu ist eine taiwanesische Filmkritikerin und seit 1990 Direktorin des Taiwan International Documentary Festival. Zudem war sie am Women Make Waves Festival und dem Taipei Golden Horse Film Festival beteiligt. Sie verfasste und übersetzte zahlreiche Bücher, von denen „The Cinema Magician – Chen Po-Wen’s World of Cinema“ und „Women and Image: Diverse Views of Women’s Cinema“ die bekanntesten sind. Yu führte bei der Dokumentation „Face Taiwan: Power of Taiwan Cinema“ die Regie und ist außerdem eine Mitbegründerin des Book Meets Film Forums, in dem sie sich für die filmische Umsetzung chinesischer Literatur einsetzt.

Georg Seeßlen ist ein deutscher Autor, Feuilletonist, Cineast sowie Film- und Kulturkritiker. Seine Kritiken einzelner Filme sowie seine Bücher sind stets auch kritische Auseinandersetzungen mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. In neueren Veröffentlichungen wie „Orgasmus und Alltag“ setzt sich Seeßlen auch mit dem Fernsehen auseinander, außerdem mit aktuellen politischen Ereignissen und Prozessen. Er war Dozent an verschiedenen Hochschulen im In- und Ausland und arbeitet als freier Autor u. a. für „epd Film“, „Frankfurter Rundschau“, „Der Tagesspiegel“, taz und „Die Zeit“.

 

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