Vortrag Propaganda mit „Bauhaus"–Ästhetik - Japanisches Grafikdesign der Vorkriegszeit

Propaganda mit „Bauhaus" – Ästhetik - Japanisches Grafikdesign der Vorkriegszeit ©山端祥玉撮影(一般財団法人日本カメラ財団所蔵)

Fr, 25.10.2019

Goethe-Institut Tokyo, Bibliothek

Anfahrtsbeschreibung
7-5-56 Akasaka, Minato-ku, 2. Stock
107-0052 Tokyo

Mariko Takagi, Associate Professor am Doshisha Women's College of Liberal Arts hält am 25.10. um 19 Uhr in der Bibliothek des Goethe-Instituts Tokyo einen Vortrag über den Architekten Iwao Yamawaki und weitere japanische Künstler*innen, die am Bauhaus Dessau studiert haben. Wie die damals in Japan noch jungen Disziplinen des Grafikdesigns und des Fotojournalismus wirksam zu Propagandazwecken eingesetzt wurden, ist Thema des Vortrags.
  Mariko Takagi, Associate Professor am Doshisha Women's College of Liberal Arts, Department of Media, hält einen Vortrag über den Architekten Iwao Yamawaki und weitere japanische Künstler*innen, die am Bauhaus Dessau studiert haben.
 
Insgesamt vier Japaner*innen studierten zwischen 1927 und 1933 am Bauhaus, darunter auch das Ehepaar Yamawaki Iwao (1898-1987) und Michiko (1910-2000) von 1930 bis 1932. Entgegen seines Fachgebiets der Architektur bestand Yamawaki Iwaos Portfolio, das er während seiner Zeit am Bauhaus erstellte, hauptsächlich aus Fotografien und Collagen.

Eine davon ist die Collage mit dem Titel »Schlag gegen das Bauhaus« von 1933. Während Yamawaki Iwaos Collage von 1933 noch als eine Kritik am totalitären System verstanden werden kann, fertigte er Ende der 1930er Jahre für die japanische Regierung Fotocollagen an, die Japan auf der Expo in San Francisco 1939 als eine energische, starke Nation inszenierten. Wie die damals in Japan noch jungen Disziplinen des Grafikdesigns und des Fotojournalismus wirksam zu Propagandazwecken eingesetzt wurden, ist Thema dieses Vortrags.

Nach dem Vortrag findet ein Gespräch mit der Referentin statt, moderiert von der Kuratorin und Universitätsdozentin Minako Teramoto.
 

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