Gespräch Think Bauhaus. Building Jewellery in Architecture

Bauhaus Jewellery © Unsplash

Mo, 14.10.2019

Goethe-Institut Tokyo, Saal

Anfahrtsbeschreibung
7-5-56 Akasaka, Minato-ku
107-0052 Tokyo

Die Schmuckkünstlerin Susan Pietzsch führt ein Gespräch zum Verhältnis von Schmuck und Architektur vor der Idee des Bauhauses. Keineswegs geht es dabei um das dekorative „Schmücken“ eines Gebäudes losgelöst von seiner Architektur, vielmehr steht eine mögliche visionäre Interpretation des Schmuckbegriffes am Bauhaus und seine Relevanz in unserer heutigen Zeit im Vordergrund. Im Bauhaus-Manifest von 1919 beschreibt Gropius den Bau als Endziel jeglicher bildnerischen Tätigkeit und verweist darauf den Bau „zu schmücken“ sei einst grundlegender Bestandteil der großen Baukunst und die vornehmste Aufgabe der bildenden Künste gewesen. 

Tatsächlich war auch für das Bauhaus das Zusammenspiel aller Gewerke am Bau ein finales Prinzip und hat am Bauhaus die Standards der hohen Baukunst formuliert. Der Schmuckbegriff jedoch wird allgemein kaum mit dem Bauhaus verbunden und wirft spannende Fragen nach dem Verhältnis von Schmuck und Architektur am Bauhaus, aber auch in der heutigen Zeit auf. 

Im gemeinsamen Gespräch mit Torsten Blume (Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Stiftung Bauhaus Dessau), Toshimasa Sugimoto (Architekturhistoriker, Universität Hiroshima) und Ryuji Nakamura (Architekt) sucht die Schmuckkünstlerin nach einer möglichen Interpretation von Schmuck am Bauhaus, insbesondere in dessen Architektur und hinterfragt dessen aktuelle Relevanz.

Dabei finden Fragen nach Parallelen, Schnittstellen und Unterschieden zwischen Architektur und Schmuck ebenso Eingang wie Fragen nach Arten  ihres Zusammenspiels, sowie gesellschaftliche Kontexte der beiden Disziplinen.

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