Deutsche Minderheiten in Kasachstan und Kirgisistan

Das Goethe-Institut Kasachstan führt im Auftrag des Auswärtigen Amtes umfangreiche Projekte zu Förderung der Angehörigen der deutschen Minderheit in Kasachstan und Kirgisistan im sprachlichen, kulturellen sowie Informations- und Bibliotheksbereich durch.

Das Goethe-Institut betreut in der engen Zusammenarbeit mit Sprachlernzentren aus Kasachstan und Kirgisistan die kostenlosen Außerschulischen Deutschkurse. Es werden Sprachkurse auf dem Niveau A des Europäischen Referenzrahmens angeboten.

Außerschulische Deutschkurse sollen Deutschstämmigen in Kasachstan und Kirgisistan und anderen interessierten offen stehen. Unterstützt werden die Kurse aber nur, wenn mindestens 40% der Teilnehmer ethnische Deutsche sind.

Das Goethe-Institut in der Zusammenarbeit mit den Partnern, Sprachlernzentren aus Kasachstan und Kirgisistan übernimmt darüber hinaus die Bestellung und die Kosten für die Lehrmittel, Fortbildungsseminare für die Lehrkräfte der deutschen Minderheit zur Methodik und Didaktik des Deutschunterrichts u.a.m.

Antrag zu Aussenkursen
Fragebogen
Information
Anzeige für Lehrkräfte
Das Goethe-Institut vermittelt im Rahmen der Förderung deutscher Minderheiten Sprachassistentinnen und Sprachassistenten nach Kasachstan, Kirgistan, Russland und in die Ukraine. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes fördert das Goethe-Institut damit den sprachlichen und kulturellen Austausch zwischen verschiedenen Nationen.
Sprachkursstipendien an Sprachlernzentren in Kasachstan

Das Goethe-Institut Kasachstan bietet engagierten VertreterInnen der deutschen Minderheit Stipendien für einen Semesterkurs an einem Sprachlernzentrum in Kasachstan mit dem Ziel ihr Sprachniveau zu verbessern und sie auf qualifizierende Prüfungen vorzubereiten. Das Stipendium beinhaltet Sprachkurskosten. Achtung! Keine Prüfungskosten.
Sprachlernzentren (SLZ) sind Partner des Goethe-Instituts, die Deutschkurse nach dem Modell und entsprechend den Qualitätsstandards des Goethe-Instituts in 4 Städten der Republik Kasachstan anbieten.

Voraussetzungen für die Bewerbung um ein Stipendium:
  • max. Alter: 45 Jahre
  • aktive Teilnahme an Projekten der deutschen Organisationen in Kasachstan
  • Empfehlungsschreiben
 
Bewerbungsfrist: 22.08.2021
E-Mail:  svetlana.umirova.extern@goethe.de
Liebe Jugendliche, liebe SchülerInnen
liebe DeutschlehrerInnen, liebe LeiterInnen von Jugendgruppen!
 
Das Goethe-Institut Kasachstan lädt Schulklassen und Jugendgruppen in Kasachstan und Kirgisistan zu einem Wettbewerb ein.
 
Die Sieger des Wettbewerbs gewinnen die Teilnahme am Jugendaustauschprogramm des Goethe-Instituts: Im Jahr 2020 beginnt das Programm mit einer 14-tägigen Reise nach Deutschland.
Im Jahr 2021 fördert das Goethe-Institut den Gegenbesuch der deutschen Partnergruppe in Kasachstan / Kirgisistan.
Ausschreibung 2020

Sprachassisstenten

Chantal Stannik, Pawlodar

Chantal Stannik © Chantal Stannik Moin,
ich bin Chantal, 25 Jahre alt und habe in Hamburg Osteuropastudien studiert. Dadurch beherrsche ich schon etwas die russische Sprache. Ich werde als Sprachassistentin nach Pawlodar gehen. Dies wird meine erste Reise nach Kasachstan sein und ich freue mich schon die Menschen und die Stadt kennenzulernen.
Ich bin schon gespannt auf die gemeinsame Arbeit vor Ort, um mit den Teilnehmenden über die unterschiedlichsten Themen zu reden, ihnen Aktuelles aus Deutschland zu berichten oder einfach mal zu backen. Im Augenblick arbeite ich noch von Deutschland aus und organisiere online kleinere Projekte, wie Filmabende, Konversationsclubs oder Präsentationen zu unterschiedlichen Themen.
Ich durfte auch schon die Teilnehmenden der Organisation Wiedergeburt kennenlernen und mit ihnen über die unterschiedlichsten Themen reden.
 

Jürgen Vater, Nur-Sultan

Jürgen Vater © Jürgen Vater Servus, Сәлем und Привет!     
ich bin der Jürgen und ich bin 23 Jahre alt. Geboren und aufgewachsen bin ich in Lindau am Bodensee, ganz im Süden von Deutschland. Die Grenze zu Österreich und der Schweiz ist hier nicht weit und man sieht über den See in die Alpen. Auch für mein Studium bin ich in Süddeutschland geblieben: an der Uni Augsburg habe ich Geschichte und DaF/DaZ mit interkultureller Kommunikation studiert. Obwohl mir der Alpenraum mit seinen Menschen, Brauchtum und den Dialekten nicht nur ans Herz gewachsen, sondern sogar Teil von mir selbst geworden sind, freue ich mich sehr auf Nur-Sultan: der Ruf von extrem kalten Wintern, schöner, weitläufiger Landschaft in der kasachische Steppe und der Gastfreundschaft der Menschen eilen Kasachstan voraus.
Am SLZ, bei der DMi-Organisation Wiedergeburt und in meiner Freizeit werde ich mich gerne mit den Menschen unterhalten, ihnen zuhören und von ihrem Leben, ihrer Kultur und Einstellungen erfahren. Als Sprachassistent sehe ich meine Brückenfunktion zwischen Deutschland und Kasachstan nicht nur darin, von Deutschland zu erzählen und bei der Sprache zu helfen, sondern sich auch aktiv in die Lebenswelt der Deutschen und Deutschlerner hineinzuwagen und sie dort abzuholen, wo sie gerade stehen. Nicht zuletzt hoffe ich mein Russisch ein bisschen verbessern zu können, um gut im Alltag zurechtzukommen. Ich denke, wir werden viel voneinander lernen, Neues erfahren und uns vielleicht sogar gegenseitig überraschen.
 

Katharina Schaible, Karagandy

Katharina Schaible © Katharina Schaible Ich heiße Katharina Schaible und bin 29 Jahre alt. Ich bin in Russland geboren und in der Ukraine aufgewachsen. Als Russlanddeutsche bin ich zusammen mit meinen Eltern nach Deutschland in die Stadt Neuwied in Rheinland-Pfalz gezogen. Deshalb gehört neben Deutsch auch Russisch zu meiner Muttersprache. An der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz habe ich „Slavistik“ und „Geschichte“ studiert. Während des abwechslungsreichen und informativen Studiums konnte ich auch mein Interesse für die osteuropäische Kultur bestärken.

In meiner Freizeit gehe ich gerne in der Natur spazieren, denn ab und zu bin ich gerne mit meinen Gedanken allein. Als Philologin bevorzuge ich klassische Literatur und die Werke von Dostojewski und Tschechow lese ich am liebsten. Sehr früh habe ich mich für die Filmkunst interessiert und habe sogar überlegt „Filmwissenschaften“ zu studieren. Obwohl Sport nicht direkt zu meinen liebsten Freizeitaktivitäten zählt, versuche ich doch regelmäßig zu trainieren. Dabei macht mir Yoga besonders viel Spaß. Natürlich reise ich auch gerne und zu meinen persönlichen Lieblingsorten gehört: Paris, Mainz, Berlin und Kiev.

Ich bin sehr erfreut als Sprachassistentin Kasachstan kennenzulernen und gemeinsam mit dem Sprachlernzentrum in Karaganda zusammenzuarbeiten. Mich interessiert die Arbeit mit den deutschen Minderheiten und den Deutschlernenden sehr. Gerne würde ich das facettenreiche Land und seine Menschen kennenlernen und mir einen Eindruck über diesen mir noch unbekannten Ort machen.

Maruf Frosch, Bischkek

Maruf Frosch © Maruf Frosch Mein Name ist Maruf Frosch, ich bin 28 Jahre alt und komme aus der Stadt Würzburg in Bayern. Ich habe „Russische Sprache und Kultur“ und „Politik und Soziologie“ studiert. In meiner Freizeit höre ich gerne Jazz-Musik, tanze, schaue Filme und gehe mit Freunden aus.
Für mich ist es das erste Mal in Bischkek, weshalb ich sehr gespannt bin, was ich mit euch in neun Monaten alles erleben werde.
Neben mehreren Konversationsclubs und einem Filmclub habe ich vor, auch noch andere Projekte eingeplant. Bereits durchgeführt sind zwei Lesungen, jeweils in Kooperation mit anderen interessanten Muttersprachlern.
Bald soll ein deutscher Chor geplant werden. An diesem dürfen Deutschlernende teilnehmen. Als Veranstaltungen werden hierfür eine Weihnachtsfeier und ein Benefizkonzert im Frühjahr geplant sein. Hierfür arbeite ich sowohl mit einem professionellen Gesangslehrer, als auch mit Studenten der deutschen Fakultäten zusammen.
Im Sprachlernzentrum planen wir zudem den Tag der offenen Tür, Kindertage und weitere Seminare für Lehrkräfte. In Hospitation und im Tandemunterrich unterstütze ich die Lehrkräfte und die Mitarbeiter des SLZs.
Im Begegnungszentrum der deutschen Minderheit bin ich im Theaterstudio und in der Fussballschule involviert. Zudem besuche ich Außenkurse, um die Lehrkräfte vor Ort zu hospitieren.Ich freue mich auch schon auf die geplanten Veranstaltungen und das standortübergreifende Projekt mit meinen Kollegen in Kasachstan. Auf eine gute, gemeinsame Zeit!