Sarah Francis
Backstory – The Film Residency

Vita:

Sarah Francis © Sarah Francis Sarah wuchs in Beirut auf und studierte an der IESAV (Université Saint-Joseph Beirut). Seit 2005 arbeitet sie als freiberufliche Regisseurin für viele Filmgesellschaften und beteiligte sich an diversen Workshops und Labs. Ihr erster Dokumentarfilm Birds of September/Touyour Ayloul (2013) wurde auf vielen internationalen Festivals und in Museen gezeigt (CPH:dox (Kopenhagen), Art of the real (Lincoln Center, New York), Dubai Film Festival, Stedelijk Museum (Amsterdam) ...) und erhielt mehrere Auszeichnungen. Ihr Schaffen umfasst auch Videos (Nawal's rituals, 2014, etc). Gegenwärtig arbeitet sie mit der Unterstützung des Asian Cinema Fund an einem neuen Filmprojekt.


Projektinfo:

Dead dog (Arbeitstitel)

Als Farid, ein im Ausland lebender 60-jähriger Mann, seine Ehefrau Aida für einige Tage in ihrem Haus in den Bergen des Libanon besucht, erfährt er, dass ihr 16 Jahre alter Hund gestorben war und ihm niemand davon erzählt hatte. Schnell kommen Spannungen wie die alten Paardynamiken an die Oberfläche und Farid gesteht, dass er endgültig nach Hause gekommen ist. Dieser Film untersucht die innere Reise von Aida und Farid, bei der sie sich zum ersten Mal seit Jahren mit ihrer Beziehung auseinandersetzen. In ihrer Umgebung wird eine Hochzeitsfeier vorbereitet, im Tal hört man heulende Hunde und der Berghang ist mit Steinbrechern übersät. 

 

Stellungnahme der Jury

Die Wahl des Projekts von Sarah Francis beruht zunächst einmal auf ihrer bemerkenswerten bisherigen Arbeit und selbstverständlich auch auf dem Charakter des von ihr präsentierten Projekts. Das Thema, mit dem sie sich befassen möchte, ist ein zentrales Thema des Libanon - die Emigration. Sie rollt die Sache von hinten auf, das heißt mit der Rückkehr eines Emigranten, der nun wirklich kein junger Mann mehr ist. Seine schwierige, wenn nicht gar unmögliche Wiedereingliederung und die seiner Familienangehörigen, die eigentlich nur offiziell seine Familie sind.