Human Flowers of Flesh

Film|Goethe on Demand Jahresreihe 2026: Risse in der Wirklichkeit

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Filmszene aus „Human Flowers of Flesh“: Fünf Personen auf dem Segelschiff im Meer, eine steuert, andere stehen und sitzen an Deck © Grandfilm

Filmszene aus „Human Flowers of Flesh“: Fünf Personen auf dem Segelschiff im Meer, eine steuert, andere stehen und sitzen an Deck © Grandfilm

Drama, Experimentalfilm, Deutschland/Frankreich, 2022, 106 Minuten
Regie: Helena Wittmann
Mit: Angeliki Papoulia, Vladimir Vulevic, Ferhat Mouhali, Gustavo de Mattos Jahn


Als einzige Frau an Board reist Ida mit einer fünfköpfigen Besatzung auf ihrem Segelschiff über das Mittelmeer. Nach einer Begegnung mit der französischen Fremdenlegion in Marseille, begibt sich die Crew angetrieben von einer seltsamen Faszination auf die Spuren dieser Männerbastion. In sinnlichen Bildern geht die Reise über Korsika bis nach Algerien. Vieles auf dieser von Helena Wittmann so poetisch erzählten Schiffsreise bleibt unergründlich. Es finden sich viele Bezüge zur Kolonialgeschichte. Ein klassisches Narrativ aber weicht zugunsten einzelner Momentaufnahmen, in denen die Grenzen zwischen Traum und Realität immer wieder verschwimmen. HUMAN FLOWERS OF FLESH lädt zum Dahintreiben und Entdecken ein – und das vor betörender sommerlicher Mittelmeerkulisse.
Die Filmreihe RISSE IN DER WIRKLICHKEIT widmet sich jenen Momenten, in denen die fragile Konstruktion von Realität ins Wanken gerät. Sie präsentiert Filme, die mit dem Einbruch des Surrealen in eine vermeintlich gesetzte Wirklichkeit spielen: Die bewusste Irritation des Publikums wird zum Stilmittel, der Riss wird zur dramaturgischen Setzung und eröffnet ungeahnte Spiel-Räume.