|
17:00 Uhr
Robert Menasse: Die Hauptstadt
Buchpräsentation, Diskussion|Veranstaltungsreihe „Europa der Heimaten“
-
MO Museum, Vilnius
- Sprache Deutsch und Litauisch mit Simultanübersetzung
- Preis Eintritt frei
Robert Menasse präsentiert seinen Roman „Die Hauptstadt“ und diskutiert ihn mit dem litauischen Autor Rimantas Kmita. Die litauische Ausgabe des Romans ist im Verlag „Tyto alba“ erschienen. Fragmente des Buches werden in litauischer Sprache gelesen von dem Schauspieler Sergejus Ivanovas.
Robert Menasse, 1954 in Wien geboren, ist einer der wichtigsten Gegenwartsautoren Österreichs und leidenschaftlicher Europäer. In philosophischen und politischen Streitschriften hat er immer wieder für das Projekt der Europäischen Union argumentiert und sich zugleich besorgt darüber geäußert, dass die Solidarität, Weltoffenheit und Stabilität des Bündnisses zunehmend gefährdet seien durch den Rückfall in nationalstaatliches Konkurrenzdenken, Machtkämpfe, Bürokratismus und Kleingeisterei. In seinem 2012 erschienenen Essay „Der Europäische Landbote“ hatte Menasse sich gefragt, ob die Europäische Kommission womöglich „romanfähig“ sei. Beantwortet hat er die Frage mit dem fulminanten Roman „Die Hauptstadt“, der den Deutschen Buchpreis des Jahres 2017 gewann, die Bestsellerlisten eroberte und im deutschen Sprachraum lebhaft debattiert wird.
Nach jahrelangen Recherchen in Brüssel hat der Autor eine Darstellungsform gefunden, deren episodischer Charakter an Robert Altmans Filmklassiker „Short Cuts“ erinnert: Statt einer Hauptfigur gibt es, wie es der vielköpfigen Institution entspricht, eine Reihe von handelnden Personen, die einander im Labyrinth des Brüsseler Apparats planmäßig oder zufällig begegnen, Allianzen schmieden, sich bekämpfen oder gegeneinander intrigieren.(…)
Robert Menasse, geboren 1954 in Wien, studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den „Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb“. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
Organisatoren: Verlag „Tyto alba“, Goethe-Institut Litauen, Thomas-Mann-Kulturzentrum, MO Museum
Robert Menasse, 1954 in Wien geboren, ist einer der wichtigsten Gegenwartsautoren Österreichs und leidenschaftlicher Europäer. In philosophischen und politischen Streitschriften hat er immer wieder für das Projekt der Europäischen Union argumentiert und sich zugleich besorgt darüber geäußert, dass die Solidarität, Weltoffenheit und Stabilität des Bündnisses zunehmend gefährdet seien durch den Rückfall in nationalstaatliches Konkurrenzdenken, Machtkämpfe, Bürokratismus und Kleingeisterei. In seinem 2012 erschienenen Essay „Der Europäische Landbote“ hatte Menasse sich gefragt, ob die Europäische Kommission womöglich „romanfähig“ sei. Beantwortet hat er die Frage mit dem fulminanten Roman „Die Hauptstadt“, der den Deutschen Buchpreis des Jahres 2017 gewann, die Bestsellerlisten eroberte und im deutschen Sprachraum lebhaft debattiert wird.
Nach jahrelangen Recherchen in Brüssel hat der Autor eine Darstellungsform gefunden, deren episodischer Charakter an Robert Altmans Filmklassiker „Short Cuts“ erinnert: Statt einer Hauptfigur gibt es, wie es der vielköpfigen Institution entspricht, eine Reihe von handelnden Personen, die einander im Labyrinth des Brüsseler Apparats planmäßig oder zufällig begegnen, Allianzen schmieden, sich bekämpfen oder gegeneinander intrigieren.(…)
Robert Menasse, geboren 1954 in Wien, studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den „Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb“. Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
Organisatoren: Verlag „Tyto alba“, Goethe-Institut Litauen, Thomas-Mann-Kulturzentrum, MO Museum
Links zum Thema
- Deutscher Buchpreis: Robert Menasse erhält den Deutschen Buchpreis 2017 (goethe.de)
- Į Vilnių atvyksta prestižiškiausios vokiečių literatūros premijos laureatas – Robertas Menasse (lrt.lt)
- Robert Menasse. Sostinė (Tyto Alba)
- E-Book „Die Hauptstadt“ in der Onleihe des Goethe-Instituts ausleihen
- Thomas-Mann-Kulturzentrum
- Rimantas Kmita: Ko mes veltui mokėmės universitetuose, arba Roberto Menassės kiaulė (15min.lt)
- „Europai reikia sostinės, kuri nepriklausytų nė vienai tautai. Tam tiktų Aušvicas“ (lrytas.lt)
- Austrų rašytojas Robertas Menasse: noriu pamatyti Vilnių (lrt.lt)
- Garsus austrų rašytojas Robertas Menasse Vilniuje susitiko su skaitytojais (lrytas.lt)
- Briuselį iš vidaus pažinęs rašytojas R.Menasse: „Daugelis lyderių pamiršo istoriją ir neturi jokios vizijos“ (15min.lt)
- Laikas pasikalbėti. Austrijos rašytojas Robertas Menasse (lrt.lt | Radiosendung)
Ort
MO Museum
Pylimo g. 17
Vilnius
Litauen
Pylimo g. 17
Vilnius
Litauen
Ort
MO Museum
Pylimo g. 17
Vilnius
Litauen
Pylimo g. 17
Vilnius
Litauen