Mutual Empathies
Residenzprogramm

Mutual Empathies

Das Rupert Centre for Art, Residencies and Education und das Goethe-Institut Vilnius richten gemeinsam das internationale Künstler*innen-Förderprojekt Mutual Empathies aus. Die zweite Ausgabe des Programms umfasst Residenzen, künstlerische Produktionen und öffentliche Veranstaltungen in Vilnius im Juli und August 2026.

Mutual Empathies ist ein Programm des Rupert Centre for Art, Residencies, and Education und des Goethe-Instituts Litauen, das in diesem Jahr zusätzlich vom Litauischen Kulturrat unterstützt wird. Jede Ausgabe bringt zwei Künstler*innen aus unterschiedlichen Kontexten für parallele Residenzaufenthalte und öffentliche Programmpunkte zusammen. Mutual Empathies fördert künstlerische Verbindungen, die andernfalls nicht zustande kämen, und eröffnet neue Perspektiven auf die vielfältigen ökopolitischen Herausforderungen unserer globalen Gesellschaft.

Für die Ausgabe 2026 werden zwei etablierte Künstlerinnen bzw. Künstler der mittleren Karrierephase mit interdisziplinären, künstlerisch-forschenden Arbeitsweisen zu gleichzeitigen Residenzaufenthalten nach Vilnius eingeladen. Die eingeladenen Kunstschaffenden – eine Person mit Wohnsitz in Deutschland und eine weitere aus Kasachstan – arbeiten gemeinsam mit einem in Litauen ansässigen Curatorial Fellow, der ihre Forschung begleitet und die Entwicklung der Abschlusspräsentation am 14. August unterstützt.

Mutual Empathies identifiziert und fördert künstlerische Positionen, die sich mit den komplexen Auswirkungen des globalen Klimawandels auseinandersetzen. Dabei sollen einige der zahlreichen schwierigen ökopolitischen Fragen thematisiert werden, mit denen unsere globale Gesellschaft konfrontiert ist.

Zu den Expert*innen, die Künstler*innen der aktuellen und kommenden Ausgaben von Mutual Empathies nominieren, gehören u.a. Inga Lace (Chefkuratorin, Almaty Museum of Arts), Nick Yu (unabhängiger Kurator, Hongkong), Sofia Dati (Kuratorin, WIELS), Mijoo Park (unabhängige Kuratorin und Leiterin der ICC der Gwangju Biennale Academy 2026), Helen Turner (Künstlerische Direktorin, E-WERK Luckenwalde) sowie Dr. Bettina Korintenberg (Direktorin der ifa-Galerien in Berlin und Stuttgart).

 

Teilnehmer*innen des Residenzprogramms „Mutual Empathies“ 2026
Maithu Bùi
Künstler*in Maithu Bùi (*1991) entschlüsselt und übersetzt Verflechtungen von Leben, Geschichte, Wissenschaft und Technologie in Landschaften des kollektiven Gedächtnisses. Maithu Bùi hat einen BA in Philosophie mit Schwerpunkt Sprachphilosophie und Logik von der LMU München sowie einen MFA in Bildender Kunst von der UdK Berlin. Maithu Bùi war 2024 Human Machine Fellow an der Akademie der Künste, 2025 Fellow bei Dreaming Beyond AI – Coalition Building in Times of AI und 2025 Stipendiat*in der Stiftung Kunstfond. Bùis Arbeiten wurden u.a. auf der 12. Berlin Biennale (DE), in der Bundeskunsthalle Bonn (DE), der Kunsthalle Bratislava (SK), der Galerie im Turm Berlin (DE), dem Museum der bildenden Künste Leipzig (DE), dem E-WERK x Akademie der Künste (DE) und dem Contemporary Art Centre Vilnius (LT) präsentiert. Bùi ist Mitbegründer*in des Forschungskollektivs Curating through Conflict with Care (CCC) und der Arbeitsgruppe art+computation der Gesellschaft für Informatik.
Saule Suleimenova
Saule Suleimenova (*1970) ist eine Künstlerin, die an den Schnittstellen zahlreicher Medien arbeitet. Sie verbindet Dekonstruktionen von Malerei, Fotografie, Zeichnung, Installation und Kunst im öffentlichen Raum, um gesellschaftlich wirksame Impulse zu setzen. Neben ihrer künstlerischen Arbeit organisiert Suleimenova Bildungs-, Umwelt- und Sozialprojekte, die sich mit Widerstand, kollektivem Gedächtnis und der Stärkung historisch benachteiligter Bevölkerungsgruppen befassen. Nach ihrem Masterabschluss an der Kasachischen Nationalen Universität der Künste schloss Suleimenova 1996 ihr Studium an der Staatlichen Akademie für Architektur und Bauingenieurwesen in Almaty mit einem Abschluss in Architekturdesign ab. Zu ihren jüngeren Projekten zählen u.a. die Biennale von Buchara 2025 (Usbekistan), die Kyiv Biennale 2025 in Warschau (Polen), das Jeonbuk Museum of Art in Jeonju (Südkorea), die Lahore Biennale 2020, Manifesta 11 in Zürich (Schweiz) sowie Projekte der Sharjah Art Foundation in Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate).

Im Rahmen des Residenzprogramms Mutual Empathies 2024/2025 waren die Künstler*innen Saroot Supasuthivech aus Bangkok, Thailand, und Vanja Smiljanić aus Köln, Deutschland, zu Gast.