Magischer Realismus von Mažeikiai
Fotoausstellung|Litauen in der Fläche
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Mažeikių muziejus, Mažeikiai
Nur drei Tage dauerte der Besuch von zwei deutschen Fotograf*innen in Nordlitauen im Sommer 2021. Peter Bialobrzeski und Christina Stohn wurden vom Goethe-Institut im Rahmen des Projekts „Litauen in der Fläche“ eingeladen, eine fotografische Recherche durchzuführen und die Identität von Mažeikiai und Naujoji Akmenė in Bildern festzuhalten.
Die Ergebnisse der fotografischen Recherche sind Peter Bialobrzeskis detaillierte und leicht apokalyptische Landschaften der Stadt (auf den Bildern des Fotografen sind fast nie Menschen zu sehen) und Christina Stohns Porträts der Einwohner*innen. Setzt man die Fotografie als Methode zur Erkundung der Umwelt ein, ist es viel wichtiger, den Gegenstand zu entdecken und diese Stimmung und Atmosphäre zu vermitteln, als Bilder und Fakten zu dokumentieren.
In Mažeikiai versuchte Christina Stohn ein sozialanthropologisches Porträt der Stadt zu erstellen. Sie fotografierte vor allem Student*innen, die in den Sommerferien zu ihren Eltern zurückkehrten und aus ihrer Umgebung und den Fragmenten des Alltagslebens in der Stadt, die in den Fotos festgehalten wurden, herausgewachsen schienen.
In ihrem Text „Magischer Realismus von Mažeikiai“ schreibt die aus Mažeikiai stammende Schifftstellerin Lina Simutytė: „Und einen Menschen kann man zurücklassen, aus dem Gedächtnis löschen, während eine Stadt nicht nur ein Ort ist, an dem man gelebt hat, sondern auch ein Ort in einem selbst, an den man trotz allem immer wieder zurückkehrt. Deshalb spreche ich, wenn ich von Mažeikiai erzähle, im Grunde genommen stets über mich selbst.“
Peter Bialobrzeski
Peter Bialobrzeski ist einer der bekanntesten und international erfolgreichsten zeitgenössischen deutschen Fotografen. Er begann in den 1970er Jahren als Fotojournalist zu arbeiten und hat Asien ausgiebig bereist. Später arbeitete er nicht nur journalistisch für Zeitschriften wie GEO, sondern verfolgte auch zunehmend persönliche Projekte, die die Grenze zwischen Dokumentarfotografie und Kunst verwischen. Dokumentarfotografie, so Bialobrzeski, ist immer subjektiv. Mit einer Großformatkamera realisiert er unglaublich detaillierte Farbaufnahmen.
Christina Stohn
Christina Stohn wuchs im Schwarzwald auf, wo sie eine Ausbildung zur Werbefotografin absolvierte und für das Studio Gieske arbeitete, wobei sie sich auf Interieur und Still Life Fotografie spezialisierte. Anschließend verbrachte sie acht Jahre in London, wo sie als Fotokünstlerin tätig war. Im Jahr 2014 schloss sie ihr Studium an der University of Westminster mit einem BA in Fotografie ab. 2018 schloss sie einen Masterstudiengang in integriertem Design, einschließlich Fotografie, und Grafikdesign an der HfK Bremen ab, wo sie von Peter Bialobrzeski unterrichtet wurde. Ein fester Bestandteil des Studiums war eine gemeinsame Reise zu Orten, die aus historischer, politischer oder soziologischer Perspektive interessant erschienen.
Eröffnung
Am 11. Mai um 16 Uhr findet die Eröffnung statt. Das Goethe-Institut lädt Vertreter*innen der städtischen Institutionen Mažeikiais sowie Vertreter*innen anderer Organisationen und aktive Bürger*innen zu einer Diskussion über die Identität von Mažeikiai ein.
Diese Veranstalltung ist Teil des Projektes „Litauen in der Fläche: Verständigungstexte“
Organisator: Goethe-Institut
Projektpartner: Mažeikių muziejus
Gefördert durch: Auswärtiges Amt
Die Ergebnisse der fotografischen Recherche sind Peter Bialobrzeskis detaillierte und leicht apokalyptische Landschaften der Stadt (auf den Bildern des Fotografen sind fast nie Menschen zu sehen) und Christina Stohns Porträts der Einwohner*innen. Setzt man die Fotografie als Methode zur Erkundung der Umwelt ein, ist es viel wichtiger, den Gegenstand zu entdecken und diese Stimmung und Atmosphäre zu vermitteln, als Bilder und Fakten zu dokumentieren.
In Mažeikiai versuchte Christina Stohn ein sozialanthropologisches Porträt der Stadt zu erstellen. Sie fotografierte vor allem Student*innen, die in den Sommerferien zu ihren Eltern zurückkehrten und aus ihrer Umgebung und den Fragmenten des Alltagslebens in der Stadt, die in den Fotos festgehalten wurden, herausgewachsen schienen.
In ihrem Text „Magischer Realismus von Mažeikiai“ schreibt die aus Mažeikiai stammende Schifftstellerin Lina Simutytė: „Und einen Menschen kann man zurücklassen, aus dem Gedächtnis löschen, während eine Stadt nicht nur ein Ort ist, an dem man gelebt hat, sondern auch ein Ort in einem selbst, an den man trotz allem immer wieder zurückkehrt. Deshalb spreche ich, wenn ich von Mažeikiai erzähle, im Grunde genommen stets über mich selbst.“
Peter Bialobrzeski
Peter Bialobrzeski ist einer der bekanntesten und international erfolgreichsten zeitgenössischen deutschen Fotografen. Er begann in den 1970er Jahren als Fotojournalist zu arbeiten und hat Asien ausgiebig bereist. Später arbeitete er nicht nur journalistisch für Zeitschriften wie GEO, sondern verfolgte auch zunehmend persönliche Projekte, die die Grenze zwischen Dokumentarfotografie und Kunst verwischen. Dokumentarfotografie, so Bialobrzeski, ist immer subjektiv. Mit einer Großformatkamera realisiert er unglaublich detaillierte Farbaufnahmen.
Christina Stohn
Christina Stohn wuchs im Schwarzwald auf, wo sie eine Ausbildung zur Werbefotografin absolvierte und für das Studio Gieske arbeitete, wobei sie sich auf Interieur und Still Life Fotografie spezialisierte. Anschließend verbrachte sie acht Jahre in London, wo sie als Fotokünstlerin tätig war. Im Jahr 2014 schloss sie ihr Studium an der University of Westminster mit einem BA in Fotografie ab. 2018 schloss sie einen Masterstudiengang in integriertem Design, einschließlich Fotografie, und Grafikdesign an der HfK Bremen ab, wo sie von Peter Bialobrzeski unterrichtet wurde. Ein fester Bestandteil des Studiums war eine gemeinsame Reise zu Orten, die aus historischer, politischer oder soziologischer Perspektive interessant erschienen.
Eröffnung
Am 11. Mai um 16 Uhr findet die Eröffnung statt. Das Goethe-Institut lädt Vertreter*innen der städtischen Institutionen Mažeikiais sowie Vertreter*innen anderer Organisationen und aktive Bürger*innen zu einer Diskussion über die Identität von Mažeikiai ein.
Diese Veranstalltung ist Teil des Projektes „Litauen in der Fläche: Verständigungstexte“
Organisator: Goethe-Institut
Projektpartner: Mažeikių muziejus
Gefördert durch: Auswärtiges Amt
Ort
Mažeikių muziejus
V. Burbos g. 9
Mažeikiai
Litauen
V. Burbos g. 9
Mažeikiai
Litauen
Ort
Mažeikių muziejus
V. Burbos g. 9
Mažeikiai
Litauen
V. Burbos g. 9
Mažeikiai
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