Mein Ende. Dein Anfang

Film|Goethe on Demand Jahresreihe 2025: ALLES LIEBE

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Szene aus dem Film „Mein Ende. Dein Anfang“: Ein junges Paar steht sich in einer U-Bahn-Station gegenüber und blickt sich emotional an. © Trimafilm

Szene aus dem Film „Mein Ende. Dein Anfang“: Ein junges Paar steht sich in einer U-Bahn-Station gegenüber und blickt sich emotional an. © Trimafilm

Drama, Deutschland, 2019, 111 Min.
Regie: Mariko Minoguchi
Mit: Saskia Rosendahl, Julius Feldmeier, Edin Hasanović, Emanuela von Frankenberg, Hanns Zischler


„Relativität besagt, dass Zukunft und Vergangenheit die gleiche Gültigkeit für die Gegenwart haben“, konstatiert der Physiker Aron zu Beginn. Doch bereits kurze Zeit später stirbt er bei einem Banküberfall in den Armen seiner Freundin Nora und der Film unternimmt nun den Beweis seiner Theorie, wie alles miteinander verbunden ist, die Vergangenheit mit der Zukunft, in einem spannenden Liebes- und Kriminaldrama.

In seiner Physikvorlesung gibt Aron gleich zu Beginn das Motto für den Film vor: „Relativität besagt, dass Zukunft und Vergangenheit die gleiche Gültigkeit für die Gegenwart haben. (…) Das führt doch zu der berechtigten Frage, warum wir Menschen uns an unsere Vergangenheit erinnern, aber nicht an unsere Zukunft.“ Seine Freundin Nora (Achtung: das Palindrom beweist die Bestimmung füreinander) holt ihn in der Uni ab, kurzes Geplauder mit den Schwiegereltern und kurze Zeit später wird Aron bei einem missglückten Banküberfall erschossen. Von da an entwickelt sich der Film in alle Dimensionen: Denn Nora lernt nun Natan kennen, dessen Tochter an einer seltenen Krebserkrankung leidet, und bald zeigt sich, wie alles miteinander verbunden ist, in der Vergangenheit wie in der Zukunft. Folglich erzählt der Film dies auch nicht linear, sondern gleichwertig in alle Richtungen und ist dabei ebenso spannendes Kriminaldrama wie eine zutiefst romantische Liebesgeschichte: „Sind Sie schon mal einem Menschen begegnet, den Sie meinten, bereits Ihr ganzes Leben gekannt zu haben?“
Von den großen Gesten zu den kleinen Momenten – kaum ein Film kommt ohne das Thema Liebe aus. Dabei ist Liebe weitaus mehr als ein romantisches Gefühl. Liebe bedeutet Hingabe, Vertrauen und Verantwortung.
Kriege, Krisen und politische Verwerfungen dominieren derzeit die Realität wie auch die Medien. Die Gesellschaft ist polarisiert wie nie, Hass und Hetze gehören zum medialen Alltag. Die Filmreihe ALLES LIEBE möchte den schlechten Nachrichten zumindest filmisch einen Lichtblick entgegenstellen und zeigt das schönste Gefühl der Welt in ganz unterschiedlichen Facetten – romantische Liebesgeschichten, unkonventionelle Beziehungsformen, Geschichten von Fürsorge, Freundschaft und Loyalität.
In einem Zeitraum von zwölf Monaten lässt uns die Filmreihe ALLES LIEBE an Liebes-Geschichten teilhaben und zeigt, wie Menschen über Trennendes hinweg zueinander finden und füreinander einstehen.