Shahid
Film|Goethe on Demand Jahresreihe 2026: Risse in der Wirklichkeit
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Online Online
- Sprache Originalsprache, mit englischen Untertiteln
- Preis Kostenfrei
Dokufiktion / Mockumentary, Deutschland, 2024, 86 Minuten
Regie: Narges Kalhor
Mit: Baharak Abdolifard, Nima Nazarinia, Saleh Rozati, Thomas Sprekelsen, Carine Huber, Lilli Pongratz
In diesem autofiktionalen Film verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Bürokratie und Fantasie. Die Regisseurin kämpft darum, den Märtyrer-Titel „Shahid“ in ihrem Namen abzulegen, doch ihr Urgroßvater, einst zum Märtyrer erklärt, tritt ihr entgegen. In einem absurden Mix aus Humor, Musik und Inszenierung begibt sich Narges Kalhor auf eine Auseinandersetzung mit ihren iranischen Wurzeln.
In ihrem autofiktionalen Filmwerk macht Filmemacherin Narges Kalhor ein komplexes identitätspolitisches Spannungsfeld sichtbar. Im Zentrum steht dabei die Frage nach weiblicher Identität zwischen ihrem Heimatland Iran und Deutschland – sowie nach der Sprache, die diese Identität prägt. Narges Kalhor möchte den mittleren Teil ihres Namens „Shahid“ ablegen, dessen Bedeutung „Märtyrer“ sie als schwere Last wahrnimmt. Er geht zurück auf einen Urgroßvater, der nach religiösen und politischen Mythen im Iran diesen Ehrentitel erhielt und ihn seinen Nachkommen ungefragt weitergab.
Diesem Erbe begegnet Narges Kalhor mit reichlich Humor und einigen filmischen Kunstgriffen: Der legendäre Vorfahr erscheint gemeinsam mit seinen Gefährten als gespenstische Figuren, die das filmische Double der Regisseurin umtanzen und zurückgewinnen wollen. Die Kamera schwebt mit ihnen durch Filmkulissen, während die Protagonistin zugleich mit bürokratischen Hürden und psychologischen Gutachten ringt. Realität und Fiktion, Dokumentation und Performance, Theater, Schattenspiel und persische Bildtradition verschränken sich zu einem doppelbödigen Mix, der von Musik und absurdem Humor getragen wird.
Regie: Narges Kalhor
Mit: Baharak Abdolifard, Nima Nazarinia, Saleh Rozati, Thomas Sprekelsen, Carine Huber, Lilli Pongratz
In diesem autofiktionalen Film verschwimmen die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, zwischen Bürokratie und Fantasie. Die Regisseurin kämpft darum, den Märtyrer-Titel „Shahid“ in ihrem Namen abzulegen, doch ihr Urgroßvater, einst zum Märtyrer erklärt, tritt ihr entgegen. In einem absurden Mix aus Humor, Musik und Inszenierung begibt sich Narges Kalhor auf eine Auseinandersetzung mit ihren iranischen Wurzeln.
In ihrem autofiktionalen Filmwerk macht Filmemacherin Narges Kalhor ein komplexes identitätspolitisches Spannungsfeld sichtbar. Im Zentrum steht dabei die Frage nach weiblicher Identität zwischen ihrem Heimatland Iran und Deutschland – sowie nach der Sprache, die diese Identität prägt. Narges Kalhor möchte den mittleren Teil ihres Namens „Shahid“ ablegen, dessen Bedeutung „Märtyrer“ sie als schwere Last wahrnimmt. Er geht zurück auf einen Urgroßvater, der nach religiösen und politischen Mythen im Iran diesen Ehrentitel erhielt und ihn seinen Nachkommen ungefragt weitergab.
Diesem Erbe begegnet Narges Kalhor mit reichlich Humor und einigen filmischen Kunstgriffen: Der legendäre Vorfahr erscheint gemeinsam mit seinen Gefährten als gespenstische Figuren, die das filmische Double der Regisseurin umtanzen und zurückgewinnen wollen. Die Kamera schwebt mit ihnen durch Filmkulissen, während die Protagonistin zugleich mit bürokratischen Hürden und psychologischen Gutachten ringt. Realität und Fiktion, Dokumentation und Performance, Theater, Schattenspiel und persische Bildtradition verschränken sich zu einem doppelbödigen Mix, der von Musik und absurdem Humor getragen wird.
Die Filmreihe RISSE IN DER WIRKLICHKEIT widmet sich jenen Momenten, in denen die fragile Konstruktion von Realität ins Wanken gerät. Sie präsentiert Filme, die mit dem Einbruch des Surrealen in eine vermeintlich gesetzte Wirklichkeit spielen: Die bewusste Irritation des Publikums wird zum Stilmittel, der Riss wird zur dramaturgischen Setzung und eröffnet ungeahnte Spiel-Räume.
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