Karl Jaspers
(geb. 23.02.1883 in Oldenburg, gest. 26.02. 1969 in Basel) Philosoph, Psychiater, Autor
Karl Jaspers zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Philosophen des 20. Jahrhunderts und gilt als maßgeblicher Vertreter der Existenzphilosophie. Er studierte Rechtswissenschaft in Heidelberg und München, sowie Medizin in Berlin, Göttingen und Heidelberg. 1913 legte er sein Lehrbuch der Allgemeinen Psychopathologie als Habilitationsschrift vor. Ab 1916 lehrte er als Professor für Psychologie, ab 1921 für Philosophie an der Universität Heidelberg. Sein dreibändiges Hauptwerk Philosophie kam 1932 heraus. Während der Zeit des Nationalsozialismus waren Japsers und seine jüdische Frau zahlreichen Repressalien ausgesetzt, so erhielt er ein Publikationsverbot und wurde seines Amtes enthoben. Nach dem Zweiten Weltkrieg beteiligte sich Japsers am Wiederaufbau der Heidelberger Universität, ging aber 1948 nach Basel an die dortige Universität. 1968 erwarb er die Schweizer Staatsbürgerschaft – eine Reaktion u.a. auf die Verabschiedung der Notstandsgesetze in der Bundesrepublik. Jaspers überaus umfangreiches Werk wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, etwa 1947 mit dem Goethepreis der Stadt Frankfurt und 1958 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.