IDO Begleitlehrkraft 2026
Gita Zommere

Stelle dich bitte kurz vor:

Ich bin Gita Zommere, 51 Jahre alt, und DaF-Lehrerin aus Liepāja – einer windigen Stadt an der Ostsee in Lettland.

1.Warum unterrichtest Du Deutsch?

Ich unterrichte Deutsch, weil Sprache heute mehr als nur Grammatik und Vokabeln ist. Deutsch verbindet Menschen, Kulturen und Möglichkeiten. Viele junge Leute in Lettland möchten reisen, international arbeiten, studieren oder einfach die Welt besser verstehen – und genau dabei kann Deutsch Türen öffnen.
Und ehrlich gesagt: Deutschunterricht ist heute viel moderner, als viele denken. Wir sprechen über Musik, Social Media, Filme, Nachhaltigkeit oder kulturelle Unterschiede – nicht nur über Artikel und Grammatik. Genau diese Mischung aus Sprache, Kultur und echten Gesprächen motiviert mich jeden Tag zusammen mit meinen SuS im Deutschunterricht mitzumachen.

2. Welches ist Dein deutsches Lieblingswort und warum?

Mein deutsches Lieblingswort ist Kopfkino. Ich finde dieses Wort wunderbar kreativ, weil es beschreibt, wie lebendig unsere Gedanken und Vorstellungen sein können. Besonders im Sprachunterricht passiert oft genau das: Ein neues Wort, eine Geschichte oder ein Bild löst sofort Bilder im Kopf aus. Außerdem zeigt Kopfkino, wie spielerisch und bildhaft die deutsche Sprache manchmal sein kann – zwei einfache Wörter werden kombiniert und plötzlich entsteht eine ganze Welt voller Fantasie.

3. Welches ist Dein  Lieblingswort  in der Muttersprache und warum?

 In meiner Muttersprache ist mein Lieblingswort GAISMA. Es bedeutet auf Deutsch – „Licht“. In Lettland hat Licht eine besondere Bedeutung, vor allem nach den langen dunklen Wintermonaten. Für mich steht dieses Wort für Hoffnung, Wärme und neue Ideen. Vielleicht passt es deshalb auch so gut zum Lernen.

4.Welche Fremdsprache/n lernst du außer Deutsch noch und warum?

Neben Deutsch verbessere ich immer wieder  mein Englisch und lerne ein wenig Italienisch. Englisch brauche ich oft im internationalen Austausch, aber Italienisch lerne ich einfach aus Freude an der Sprache. Sie klingt wie Musik und erinnert mich daran, dass Lernen nicht nur nützlich, sondern auch schön sein darf.

5.Was möchtest Du von der IDO in Mannheim zurück in deine Heimat mitnehmen?

Von der IDO in Mannheim möchte ich vor allem Inspiration mitnehmen: neue und kreative Unterrichts- und Projektideen und echte Begegnungen mit Kolleginnen und Kollegen aus aller Welt. Besonders wichtig sind mir Gespräche darüber, wie wir junge Menschen heute für Sprachen und kulturellen Austausch begeistern können. Und natürlich hoffe ich, ein Stück der offenen und internationalen Atmosphäre mit nach Lettland zu bringen.

6. ZusammenWachsen ist das neue Motto der IDO 2026. Es ist ein Wortspiel und kann 2 Dinge bedeuten: zusammenfinden und zusammen neue Wege gehen.

Für mich bedeutet „ZusammenWachsen“, dass Lernen nie allein passiert. Wir wachsen gemeinsam – durch Gespräche, unterschiedliche Perspektiven und gegenseitige Unterstützung. Gerade als DaF-Lehrerin in Lettland spüre ich, wie wichtig internationale Zusammenarbeit geworden ist. Wenn Menschen aus verschiedenen Ländern zusammenkommen, entstehen nicht nur neue Ideen, sondern auch Vertrauen und Freundschaften. Genau darin liegt für mich die Zukunft des Sprachenlernens.

7.Was können wir für unsere gemeinsame Zukunft tun?

Für unsere gemeinsame Zukunft können wir vor allem offen bleiben: für neue Ideen, andere Kulturen und echte Begegnungen. Sprache spielt dabei eine wichtige Rolle, weil sie Menschen verbindet und Verständnis schafft. Ich glaube, dass wir gemeinsam wachsen, wenn wir neugierig bleiben, miteinander sprechen und voneinander lernen – nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch im Alltag.

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