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18:00–20:30 Uhr

Carlo Masala “Wenn Russland gewinnt”

Szenische Lesung und Diskussion |Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Zwischen den Zeilen - Kultur und Politik im Dialog"

  • Goethe-Institut, Riga

  • Sprache Szenische Lesung – Lettisch ohne Übersetzung. Diskussion: Simultanübersetzung Deutsch-Lettisch, Lettisch/Deutsch-Englisch, Gebärdensprachdolmetschern
  • Preis Kostenlos
  • Teil der Reihe: Zwischen den Zeilen – Kultur und Politik im Dialog

Grafische Ankündigung einer Veranstaltung aus der Reihe „Starp rindiņām – Kultūra un politika dialogā“. Mehrere überlappende Karten in Gelb, Orange und Blau. Auf der blauen Karte stehen die Veranstaltungsinformationen: „Karlo Masala ‚Ja Krievija uzvar‘“, szenische Lesung und Diskussion, am 27.01. um 18:00 Uhr. Genannt werden Gints Grūbe als Gesprächsleiter und Jānis Balodis als Regisseur der Lesung. Rechts eine schwarz-weiße Porträtaufnahme in einem stilisierten Fensterrahmen. © Goethe-Institut Riga; Graphik: Ingus Sproģis. Foto Carlo Masala: Anna Weise

Grafische Ankündigung einer Veranstaltung aus der Reihe „Starp rindiņām – Kultūra un politika dialogā“. Links zwei überlappende, farbige Karten in Gelb und Blau. Auf der blauen Karte stehen Titel und Angaben zur Veranstaltung: „Karlo Masala ‚Ja Krievija uzvar‘“, szenische Lesung und Diskussion, Termin am 27.01. um 18:00 Uhr. Zudem werden Gints Grūbe als Gesprächsleiter und Jānis Balodis als Regisseur der Lesung genannt. Rechts eine schwarz-weiße Porträtaufnahme in einem stilisierten, leicht geneigten Fensterrahmen. © Goethe-Institut Riga; Graphik: Ingus Sproģis. Foto Karlo Masala: Anna Weise;

Am 27. Januar 2026 laden wir herzlich zu einer szenischen Lesung und anschließenden Diskussion mit dem renommierten Politikwissenschaftler Prof. Dr.Carlo Masala und dem Kulturvermittler, Regisseur und Produzenten Gints Grūbe ein.

Ausgangspunkt des Abends ist Masalas aktuelles Buch „Wenn Russland gewinnt“, in dem er ein fiktives, aber erschreckend plausibles Szenario entwirft: Russland besetzt im Jahr 2028 die estnische Stadt Narwa und die Insel Hiiumaa, um die Reaktionsfähigkeit der NATO herauszufordern. Die Allianz zögert, den Bündnisfall gemäß Artikel 5 auszurufen, was die Glaubwürdigkeit des kollektiven Verteidigungsversprechens untergräbt.

Im Buch analysiert Carlo Masala anhand eines zugespitzten Zukunftsentwurfs, welche politischen, militärischen und gesellschaftlichen Konsequenzen ein strategischer Erfolg Russlands für Europa hätte. Diskutiert werden Fragen der Abschreckung, der Bündnissolidarität sowie die Verwundbarkeit demokratischer Staaten – und die unbequeme Erkenntnis, wie schnell als stabil geltende Ordnungen ins Wanken geraten können.

Wenn die Welt ins Wanken gerät, können Kunst und Kultur ihr noch - oder gerade dann - Halt geben? Diese und weitere Fragen rund um die Frage, welche Rolle Kultur in dieser turbulenten Zeit für die Menschen spielt, widmet sich Gints Grube.

Der lettische Dramatiker und Dramaturg Jānis Balodis setzt zentrale Elemente des Szenarios künstlerisch um und eröffnet damit einen neuen Zugang zu den sicherheitspolitischen Fragen, die Masala aufwirft.

Gemeinsam beleuchten sie die Wechselwirkungen zwischen geopolitischen Entwicklungen, gesellschaftlichen Debatten, politischer Verantwortung und der Möglichkeiten von Kultur

Bitte melden Sie sich an! Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

„Wenn Russland gewinnt“ ist ein 116‑seitiges Buch des Politikwissenschaftlers Carlo Masala, das im März 2025 im Verlag C. H. Beck erschien und inzwischen in19 Sprachen übersetzt.

Die Veranstaltung wird von Goethe-Institut Riga und Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert und von Berga Bazārs und Deutsche Botschaft Riga unterstützt. 

Teilnehmer der Szenischen Lesung und der Diskussion

  • Prof. Dr.Carlo Masala, geboren 1968 in Köln, ist ein deutscher Politikwissenschaftler und Hochschullehrer. Als Professor für Internationale Politik an der Universität der Bundeswehr München zählt er zu den profiliertesten Experten für Sicherheits- und Verteidigungspolitik in Deutschland. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf internationalen Konflikten, strategischer Vorausschau und transatlantischen Beziehungen. Masala verbindet akademische Expertise mit praktischer Erfahrung, unter anderem durch seine Tätigkeit am NATO Defense College in Rom, wo er als Research Advisor und später als Deputy Director wirkte. Mit seinen Analysen prägt er regelmäßig die öffentliche Debatte zu geopolitischen Entwicklungen und sicherheitspolitischen Herausforderungen Europas.

  • Gints Grube, geboren 1972 in Cēsis, ist ein lettischer Journalist, Regisseur und Filmproduzent. Als Gründer der Produktionsfirma Mistrus Media hat er zahlreiche preisgekrönte Dokumentar- und Spielfilme realisiert, darunter „Escaping Riga“ und „My Father the Spy“. Mit seinem Hintergrund in Philosophie und Politikwissenschaft bringt er eine tiefgehende Perspektive auf historische und gesellschaftliche Entwicklungen in Osteuropa mit.

  • Miglājs ?* ist eine offene Kreativgruppe, die im Bereich des dokumentarischen Theaters und der gemeinschaftsbasierten Kunst tätig ist. Die Arbeit der Gruppe ist geprägt von ihrem Interesse an Zusammenarbeit und an Dramaturgie als Praxis der Beziehungsbildung. 

    Die Gruppe wird von den Theatermachern Jānis Balodis und Elizabete Šiklova vertreten. Jānis Balodis ist Dozent für Dramaturgie an der Lettischen Kulturakademie (LKA) und studiert derzeit im Doktoratsstudium. Er erforscht die Wechselwirkungen der Dramaturgie zwischen Menschen und anderen Wesen. Elizabete Šiklova studiert Theatertheorie an der LKA und inszeniert Theaterstücke. Sie schreibt Rezensionen über Zirkus und Theater und beschäftigt sich mit Methoden der gemeinsamen Textgestaltung. 

    An der Lesung nehmen die Schauspielerin Daiga Gaismiņa vom Lettischen Nationaltheater und die Schauspielerin und Regisseurin Inese Pudža vom Theater Valmiera teil. 

    Die visuelle Gestaltung der Lesung stammt von der Bühnenbildnerin Anastasija Šiklova. Technisch unterstützt werden die Künstler von Viesturs Balodis.