Zeit zuzuhören

Gezeichnetes Bild, 2 Personen sitzen nebeneinander, zwischen ihnen ein Radio, aus dem Geräusche kommen Illustration: Tobias Schrank © Goethe-Institut

Die aktuelle Situation zwingt viele Menschen auf der ganzen Welt, zu Hause zu bleiben. In dieser Isolation hören sie die Nachrichten einer globalen Krise und Bedrohung. Wie in Boccaccios „Il Decamerone” und vielen anderen Mythen und Büchern anderer Kulturen folgen auf die Beschreibung des Unglücks: Geschichten.

Das Projekt „Zeit zuzuhören” bietet eine Sammlung von Geschichten – erzählt von Erzähler*innen aus allen Bereichen der Kunst, von überall auf der Welt.

Portraitbild von Sachiko Hara © Sachiko Hara

Sachiko Hara, Zürich
Ich komme aus Hiroshima

Im Jahre 1968 besucht ein Überlebender des Atombombenabwurfs mit einer Delegation die deutsche Stadt Hannover. An einer Bushaltestelle kommt es zu einem Gespräch mit einem Mann, der die ausgestreckte Hand zurückzieht, als er hört, woher der Besucher kommt – aus Angst vor radioaktiver Strahlung.
Als das der Bürgermeister von Hannover erfährt, ergreift er die Initiative…

Portraitbild von Teardrops © Teardrops

Teardrops, Nairobi
Wo bist Du?

Der Spoken Word-Poet Teardrops erzählt die Geschichte der Bekanntschaft mit einer Frau, in die er sich verliebte. Er sparte Geld, um sie in Mombasa zu besuchen, doch sie tauchte tagelang nicht auf. Im entscheidenden Moment schickte sie ihm eine Nachricht.

Portraitbild von Edwige Renée Dro © Edwige Renée Dro

Edwige Renée Dro, Abidjan
Gott

Eigentlich wollte Edwige Renée Dro einen Sachtext zum Projekt besteuern. Doch unberechenbar, wie die Zeiten sind, hatte sie eine andere Inspiration – und erzählt eine Geschichte, in der ein Gegenstand die Hauptrolle spielt, den wohl nur die wenigsten als „Gott“ bezeichnen würden.

Portraitbild von Véronique Tadjo © Véronique Tadjo

Véronique Tadjo, London
Konfrontiert mit der Macht des Todes kann die Poesie Trost spenden

Véronique Tadjo liest ein Kapitel aus ihrem Roman „The Whispering Tree“, der von der Ebola-Epidemie in Westafrika im Jahre 2014. Ein junger Mann, dessen Verlobte sich mit dem Ebola-Virus infiziert hat, erinnert sich an ihre gemeinsame Liebe für Gedichte als den einzigen Weg, seine Liebe zu ihr auszudrücken.
 

Portraitbild von Roberta Estrela D’Alva © Roberta Estrela D’Alva

Roberta Estrela D’Alva, São Paulo
Wer glaubt schon an Wunder?

Basierend auf einer wahren Geschichte: Beim Aussteigen aus dem Taxi fiel Roberta Estrela D’Alva ihr Handy in einen Gully. Es war damit in der Kanalisation verschwunden mit allen Telefonnummern und Notizen. Von allem dem gab es keine Sicherungskopie. Ihr war danach, um ein Wunder zu bitten, als sie ihren Nachbarn traf und ihm ihr Leid klagte. Am nächsten Morgen klingelt der Nachbar, um ihr etwas zu erzählen und zu zeigen.
 

Portraitbild von Aris Fioretos © Aris Fioretos

Aris Fioretos, Stockholm
Ein fliegender Teppich

In wessen Stimme schreiben Autorinnen und Autoren? Was bedeuten die Worte? Was heißt es, als Schreibender eine „eigene Stimme“ zu haben? Aris Fioretos, Sohn einer österreichischen Mutter und eines griechischen Vaters, aufgewachsen in Schweden, erzählt, wie er seine Stimme fand – während er seine Stimme von seinem Bild abspaltet.

Portraitbild von Sally Shalabi © Sally Shalabi

Sally Shalabi, Amman
Was nach der Prophezeiung kommt

Nicht mehr von ihrem Reisebegleiter gegängelt, beschloss Sally Shlalabi auf einer Thailandreise vor 15 Jahren, endlich Streetfood zu essen. Auf der Suche nach mehr von den köstlichen Gerichten begegnet sie einem Wahrsager. Sie bezahlt und hält ihm die noch vom Essen verschmierten Hände hin. Er macht ihr eine Prophezeiung fürs Leben ...

Portraitbild von Ilija Trojanow © Ilija Trojanow

Ilija Trojanow, Stuttgart
Wer wird denn dann die kleinere Packung kaufen?

Unterwegs in den Fußstapfen des „Weltensammlers“ Richard Burton im heute von uns so genannten „Tansania“, kam Ilija Trojanow auf einen Markt, wo ihm eine alte Frau einen kostbaren Gedanken schenkte.

Portraitbild von Pao-Chang Tsai © Pao-Chang Tsai

Pao-Chang Tsai, Taipeh
Frische Minze für einen zukünftigen Mojito

Als Pao-Chang Tsai im Sommer 2009 in Thessaloniki Freunde besucht, ist er von deren Gastfreundschaft und Lebensfreude überwältigt. Er selbst war von seinem Vater zur Zurückhaltung erzogen worden, zu absoluter Bescheidenheit. Dazu nie jemandem einen Gefallen zu schulden. Die Mutter seiner Gastgeberin überraschte ihn jedoch mit einer ganz besonderen Geste.

Portraitbild von Natacha Muziramakenga © Natacha Muziramakenga

Natacha Muziramakenga, Kigali
Rettende Bewegungen

Eine Begegnung voller Intimität. Voller Hingabe. Eine Grenzüberschreitung. Ein Tanz im Licht „der Fatalität, die die Zeit charakterisiert, in der wir leben“.

Portraitbild von Jacek Dehnel © Jacek Dehnel

Jacek Dehnel, Warschau
Claudius Rex Daniae

Claudius erinnert sich an seinen Bruder, den Vater Hamlets. Sein prächtiges Aussehen, das ihm die Sympathien seiner Untertanen einbrachte, besonders der Frauen. Er erinnert sich auch an die Kriege, durch die der Dänenkönig immense Macht gewann. Und schließlich erinnert er sich an Hamlet, den „arroganten Dandy“. Was hat ihn, Claudius, eigentlich daran gehindert, Hamlet zu töten?

Portraitbild von Kristina Tóth © Kristina Tóth

Kristina Tóth, Budapest
Eine Petunie in der Satellitenstadt

Als Kind wuchs Kristina Tóth in einer Hochhaussiedlung auf, die in einem Vorort von Budapest gebaut wurde – die erste Hochhaussiedlung Ungarns, mit über 100.000 Bewohnern. In der 5. Klasse sollte sie für den Biologieunterricht eine Petunie mit in den Unterricht bringen. Eine gewöhnliche Blume, die in der Satellitenstadt jedoch kaum zu finden war. Da hatte die Mutter eine Idee …

Portraitbild von Abubakar Adam Ibrahim © Abubakar Adam Ibrahim

Abubakar Adam Ibrahim, Abuja
So weit weg von Zuhause

Ein nigerianischer Mann in der New Yorker U-Bahn, in einem intensiven Selbstgespräch. Voller Worte, die seinem Beobachter vertraut sind. Lachend, den Kopf schütteln sagt er: „So geht es eben in der Welt zu.“ Die anderen Fahrgäste schauen weg, halten ihn für einen der vielen Verrückten in der U-Bahn. Da wendet er sich seinem Beobachter zu.

Portraitbild von Etgar Keret © Etgar Keret

Etgar Keret, Tel Aviv
Ein mexikanisches Phänomen?

Auf seiner ersten Lesereise in Mexiko wurde Etgar Keret bei einer Signierstunde von einem großen Mann mit Schnauzbart auf Spanisch angesprochen. Keret dachte, der Mann wolle ein Selfie mit ihm. Doch statt ein Foto zu machen, umarmte der Fremde Keret innig.
Diese Episode wiederholte sich mehrfach, bis Keret herausfand, was seine Leserinnen und Leser wirklich zu ihm gesagt hatten.

Portraitbild von Sergio Blanco © Sergio Blanco

Sergio Blanco, Montevideo
Wie ich meine Lehrerin vergiftete

Als Kind hasste Sergio Blanco alles an der Schule. Die Räume, die Idee der Schule selbst: „Die Regeln“, „die Normen“ lernen zu müssen. Auch die Lehrer hasste er und beschloss – angestachelt von Bildern aus der Literatur – die von ihm meistgehasste Lehrerin zu vergiften.

Portraitbild von Savita Singh © Savita Singh

Savita Singh, Neu Delhi
Phantome

Eine Frau versucht ihrer Tochter zu erklären, warum sich der Vater so rücksichtslos verhält. „Er kämpft mit seinen Phantomen.“ Diese verstecken sich angeblich in seinem Handy und sie schicken ihm Nachrichten…

Portraitbild von Giuseppe Caputo © Giuseppe Caputo

Giuseppe Caputo, Bogotá
Der Spiegel und der Schild

Der Erzähler erinnert sich an seine Kindheit, in der seine Mutter ihn betteln schickte und Schuldner abwimmeln ließ. Eine Erfahrung, die bis heute in seinen Träumen wiederkehrt. Mit welchen Gefühlen blickt er zurück?

Portraitbild von Anita Nair © Anita Nair

Anita Nair, Bengaluru
Begegnung mit dem Schmuggler

Seit ihrer Kindheit erzählt ihr Vater von seinen Reisen mit einem Zug – auf einer der kürzesten Bahnstrecken Indiens. Doch nie gelingt es der Erzählerin, selbst einmal mit diesem Zug zu fahren. Bis sie schließlich den Auftrag eines Reisejournals bekommt – und ein Trip voller Überraschungen beginnt, der mit der Begegnung mit einem Verbrecher aus Not endet. Soll die Erzählerin ihn anzeigen?

Portraitbild von Marius Ivaškevičius, Vilnius © Marius Ivaškevičius

Marius Ivaškevičius, Vilnius
Wie ich Nationaldichter werden sollte

Eines Tages bekam der Theaterautor Marius Ivaškevičius die Anfrage aus einer ihm unbekannten autonomen Republik in Südsibirien: Er sollte der National-Theaterschriftsteller Chakassiens werden. Er lehnte ab – doch er hatte nicht mit der Hartnäckigkeit der Chakassen gerechnet…

Portraitbild von Itamar Vieira Junior © Itamar Vieira Junior

Itamar Vieira Junior, Salvador (Bahia)
Almas Weg

Wenig ist bekannt über Alma, die im 18. Jahrhundert eine Gemeinde gegründet hat, in der heute 900 Familien leben. Alma war eine ehemalige Sklavin. Sie ging 400 Kilometer zu Fuß aus der Hauptstadt. Welche Erfahrungen sie auf ihrem Weg machte, welche Gedanken sie beschäftigten, was sie antrieb, imaginiert Itamar Vieira Junior.

Portraitbild von Lapdiang A. Syiem © Lapdiang A. Syiem

Lapdiang A. Syiem, Shillong
Liebe Mama!

Von ihrer Wohnung aus blickt die Erzählerin auf einen Fluss, einen Friedhof – und eine Straße zwischen beiden; gewissermaßen zwischen Leben und Tod. Sie erzählt von ihrer Mutter, erinnert sich an deren göttinnengleichen Fähigkeiten, an ihre Marotten. Und wendet sich da an ihre „Liebe Mei!“ – ihre „Liebe Mutter“ – um ihr eine Botschaft zwischen Leben und Tod zu senden. 

Portraitbild von Gamel Apalayine © Gamel Apalayine

Gamel Apalayine, Accra
Erklimme jeden Berg

Als David 7 Jahre alt ist, sieht er im Fernsehen eine Szene aus dem Hollywood-Klassiker „The Sound of Music“: Eine Nonne singt das Lied „Climb every mountain“, das David von da an begleitet und ihm an einem wichtigen Punkt seines Lebens die Kraft gibt, eine schwierige Entscheidung zu treffen.

Portraitbild von Alissa Ganieva © Alissa Ganieva

Alissa Ganieva, Moskau
Wie ich mich aus dem Fenster stürzte

In ihrer Schulzeit entdeckte Alissa Ganieva eines Tages eine Art Balkon unterhalb des Fensters ihres Klassenraums. Weil sie erkannte, dass die anderen diesen nie wahrgenommen hatten, wettete sie, sie würde sich aus dem Fenster stürzen. Und sie sprang wirklich, mit anderen Folgen als sie vorausgesehen hatte.

Portraitbild von Jordi Puntí © Jordi Puntí

Jordi Puntí, Barcelona
Der verschlossene Raum

In seiner Studentenzeit mietete Jordi Puntí mit Freunden in Barcelona eine Wohnung. Der Vermieter behielt den Schlüssel zu einem fensterlosen Raum, den die Freunde nicht betreten durften. Die Freunde begannen zu spekulieren: Befand sich eine pornographische Sammlung darin? Fiel da nicht Licht unter der Tür hervor? War es ein Tor zur Hölle? Was war das Geheimnis des verschlossenen Raumes?

Portraitbild von T. C. Boyle, der eine Mütze trägt © T. C. Boyle

T. C. Boyle, Santa Barbara
Der Bär

Ein Ausflug mit der Familie, ein Haus im Wald. Die marinierten Hühnchen bruzzeln auf dem Lagerfeuer – und locken unerwarteten Besuch an. T. C. Boyle erzählt eine Geschichte mit überraschender Wendung, die zeigt, dass es selbst in den schlimmsten Situationen noch eine Erlösung geben kann.

Portrait von Gali Mir Tibon; sie hat lange Haare und trägt einen grünen Pullover © Gali Mir Tibon

Gali Mir-Tibon, Tel Aviv
Wie ich meine Mutter verriet

Galis Mutter kam als Waisenkind nach Israel aus der Bukowina, wo sie sich und ihrem Bruder mit ihren Nähkünsten das Überleben gesichert hatte. Das Mädchen schämt sich seiner Mutter, weil diese keine gebürtige Israelin ist. Trotz der Mutters Hilfe besteht Gali den Nähkurs in der Schule nicht.

Igiaba Scego © Igiaba Scego

Igiaba Scego, Rom
Eine kurzlebige Utopie

Eindrücke von einer Straße in Rom, die sich völlig von den anderen unterscheidet. Menschen, die nicht hinter materiellen Dingen her sind, die ihren Geschichten in ihren Gedanken folgen und eine Farbe wahrnehmen, die immer wieder zurückkommt ...

Portraitbild von Simon Stranger © Simon Stranger

Simon Stranger, Oslo
Warten im großen weiten Ozean

Der 19-jährige Simon segelt ein Jahr lang auf einem kleinen Schiff mit einem Freund und dessen Vater durch das Mittelmeer, die französische und spanische Küste entlang. Trotz eines Schiffbruchs, beschließen sie, ohne Motor weiterzumachen, wie in den alten Zeiten.

Herta Müller © Herta Müller

Herta Müller, Berlin
Füchse gehen in die Falle. Ich gehe nicht in die Falle!

Als Kind in Rumänien sollte Herta Müller einen neuen Wintermantel bekommen. Einen mit Kragen und Manschetten aus Fuchsfell. Beim Aussuchen des Fuchsfells fiel ihr die Ähnlichkeit zwischen Fuchs und Jäger auf. Der Geheimdienst folgte ihr später in ihre Wohnung und hinterließ Zeichen.

Hallgrimur Helgason © Hallgrimur Helgason

Hallgrímur Helgason, Reykjavík
Das Steak ist vielleicht übergrillt

Als Bildender Künstler in New York bekommt Hallgrímur Helgason eines Tages Besuch von einem isländischen Landsmann, der sich im Laufe des Abends immer exzessiver betrinkt. Beim Essen kommt es zu einem vielsagenden Fauxpas.

Portraitbild von Sofi Oksanen © Sofi Oksanen

Sofi Oksanen, Helsinki
Wo eine bessere Zukunft entworfen wurde

Sofi Oksanen erzählt von einem Ort, an dem zu Zeiten der Sowjetunion – unbeobachtet vom Staat – ein freier Gedankenaustausch gedeihen konnte. Ein Ort, an dem jahrzehntelang Träume und Hoffnungen bewahrt wurden und seit Generationen eine einzigartige Kunst gepflegt wird ...

Portraitbild von Shamin Chibba © Shamin Chibba

Shamin Chibba, Johannesburg
Vali

Shamin Chibba erzählt die Lebensgeschichte seiner Großmutter. Dabei fließen Gegenwart und Vergangenheit ineinander: Erinnerungen an ein hartes Leben, an politische Ereignisse in Indien, Schicksalsschläge genau wie Alltagserlebnisse… Momente eines Lebens.

Jeaninne Masika Harrysson © Jeaninne Masika Harrysson

Jeaninne Masika Harrysson, Göteborg
Nimm meine Geschichte!

Gegen die Angst und das Gefühl der Einsamkeit, das sich in diesen Zeiten einschleicht, handeln die Worte in diesem poetischen Text, der mit den Zeilen schließt: „… so entsteht Liebe“.

Portraitbild von Ken Follett © Ken Follett

Ken Follett, London
Die 99. Frau

Katharina wird von ihrem Vater, dem Zar, an den Sultan verheiratet. Sie ist seine 99. Ehefrau und direkt nach ihrer Hochzeit vergisst er sie. Bei einer Disko, die der Sultan veranstaltet, werden den Musikern die Augen verbunden. Da verrutscht die Augenbinde des gutaussehenden Gitarristen und die Geschichte nimmt ihren Lauf...

Portraitbild von Bae Suah © Bae Suah

Bae Suah, Seoul/ Rabat
Wie Panther in leeren Straßen

Bae Suah hat ein Schreibstipendium in Marokko. Doch ihr Aufenthalt nahm unerwartete Formen führte zu neuen Eindrücken – und zum Anblick von Katzen, die wie Panther durch leere Straßen streifen, mit Gesichtern, die wirken, als seien sie verkleidete Propheten. 

Bild von Pavlina Marvin im Wald © Pavlina Marvin

Pavlina Marvin, Athen
Ein Mantel mit all seinen Blumen

Pavlina Marvin erzählt von Irini, einer Freundin, die ihr in Studienzeiten einen geblümten Mantel geschenkt hat, den sie bis heute trägt und auf dem noch alle Blumen vorhanden sind. Als sich die beiden jüngst in Athen treffen wollten, kam Irini nicht – sie kümmerte sich um einen Inder, der aufgrund der Pandemie seinen Job verloren hatte und so in große Not geriet.

Bild von Michal Hvorecký vor einem Bücherregal © Michal Hvorecký

Michal Hvorecký, Bratislava
Haben Sie Bücher meines Großvaters?

Der Schriftsteller und Übersetzer Michal Hvorecký arbeitet in einer Bibliothek in Bratislava, in die eines Tages ein Herr kam und sich als Enkel eines weltbekannten Schriftstellers ausgab. Diese Begegnung sollte Folgen haben.

Bild von Steinunn Sigurðadottir vor einem Gemälde © Steinunn Sigurðadottir

Steinunn Sigurðadottir, Reykjavík
Ein Geschenk des Großvaters

Die Geschichte von Steinunn Sigurðadottir beginnt am Fuße von Europas größtem Gletscher Vatnajökull. Im Jahre 1910 wurde dort eine Magd schwanger – vom Hausherren, weshalb sie, wie es leider üblich war, den Hof verlassen musste. Sie ging nach Reykjavík, zu Fuß, was damals 7 Tage lang dauerte.
So beginnt eine Reise durch die Jahrzehnte, an deren Ende Steinunns Lebensgeschichte anfängt. Und eine Geste der Großzügigkeit und Herzensgüte offenbart wird.

Umsetzung: Thomas Böhm (Texte, Redaktion und Konzeption), Dr. Anne-Bitt Gerecke, Martin Bach, Marie Kiewe (Redaktion und Konzeption), Marcus Sporkmann (Videoredaktion) und Eliphas Nyamogo (Redaktion)

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