05.06.2020,18:30 Uhr
Filmarchive: Aufruf zur Dekolonisierung und Reflexion
Kollektive Lesung & Debatte|Digitales Latitude-Festival
- Sprache Englisch
Vom 4. bis zum 6. Juni widmet sich das digitale Festival Latitude des Goethe-Instituts in künstlerischen Beiträgen und Debatten der Frage, wie koloniale Strukturen bis in die Gegenwart wirken und wie sie überwunden werden können. Ausgehend von zahlreichen Projekten, die in den vergangenen Jahren weltweit vom Goethe-Institut initiiert und unterstützt wurden, bringt das Latitude-Festival internationale Positionen aus Kultur, Wissenschaft und Politik zusammen und reflektiert über soziale, politische und ökonomische Asymmetrien und Ungerechtigkeiten, die seit der Kolonialzeit bis heute fortwirken.
Eine dieser Initiativen ist das Projekt Alles vergeht, außer der Vergangenheit, in dessen Rahmen das Goethe-Institut Portugal im September 2019 mit Künstler*innen, Filmemacher*innen, Archivar*innen und Forscher*innen aus zwölf verschiedenen Ländern einen Workshop zu Filmarchiven und dem Umgang mit Filmmaterialien kolonialen Ursprungs veranstaltete.
Am Freitag, den 5. Juni um 18:30 Uhr kommen 15 der Workshop-Teilnehmer*innen erneut zusammen, um über die Vergangenheit, Gegenwart und insbesondere die Zukunft des Umgangs mit kolonialem Material in Filmarchiven zu diskutieren. Ausgangspunkt für die Diskussion ist die kollektive Lesung eines gemeinsam erarbeiteten Aufrufs zur Änderung des Umgangs mit und des Zugangs zu Material kolonialen Ursprungs in europäischen Filmarchiven.
Der Aufruf ist ein Ergebnis der Diskussionen im Rahmen des Lissabonner Workshops zum Verhältnis von Archiv und Macht und zu unterschiedlichen Strategien künstlerischer Auseinandersetzungen mit kolonialem Archivmaterial und Material aus kolonialen Befreiungskämpfen. Das Dokument reflektiert die Vielfalt der Stimmen und Positionen des Workshops und wird im Rahmen des Latitude-Festivals erstmals gemeinsam gelesen, kommentiert und diskutiert.
Die Teilnahme erfolgt online per Livestream und Chat und ist kostenlos.
Zugang, Links und weitere Details zum Festival finden Sie hier:
https://www.goethe.de/latitude-festival
Download des Dokuments:
Lesung und Panel mit: Inês Beleza Barreiros (Kulturhistorikerin, Lissabon, Portugal), Ganza Buroko (Kulturakteur, Goma, Kongo), Maria do Carmo Piçarra (Kuratorin, Lissabon, Portugal), Filipa César (Künstlerin, Berlin, Deutschland), Didi Cheeka (Filmemacher, Lagos, Nigeria), Inadelso Cossa (Filmemacher, Maputo, Mosambik), Fradique (Filmemacher, Luanda, Angola), Sana Na N'Hada (Filmemacher, Bissau, Guinea-Bissau), Yaa Addae Nantwi (Forscherin, Akkra, Ghana), Inês Ponte (Anthropologin, Lissabon, Portugal), Tom Rice (Leitender Filmdozent, London, UK), Tamer El Said (Filmemacher, Kairo, Ägypten), Raquel Schefer (Forscherin, Paris, Frankreich), Catarina Simão (Künstlerin, Lissabon, Portugal), Stefanie Schulte Strathaus (Kuratorin, Berlin, Deutschland) und Antje Van Wichelen (Künstlerin, Brüssel, Belgien).
Eine dieser Initiativen ist das Projekt Alles vergeht, außer der Vergangenheit, in dessen Rahmen das Goethe-Institut Portugal im September 2019 mit Künstler*innen, Filmemacher*innen, Archivar*innen und Forscher*innen aus zwölf verschiedenen Ländern einen Workshop zu Filmarchiven und dem Umgang mit Filmmaterialien kolonialen Ursprungs veranstaltete.
Am Freitag, den 5. Juni um 18:30 Uhr kommen 15 der Workshop-Teilnehmer*innen erneut zusammen, um über die Vergangenheit, Gegenwart und insbesondere die Zukunft des Umgangs mit kolonialem Material in Filmarchiven zu diskutieren. Ausgangspunkt für die Diskussion ist die kollektive Lesung eines gemeinsam erarbeiteten Aufrufs zur Änderung des Umgangs mit und des Zugangs zu Material kolonialen Ursprungs in europäischen Filmarchiven.
Der Aufruf ist ein Ergebnis der Diskussionen im Rahmen des Lissabonner Workshops zum Verhältnis von Archiv und Macht und zu unterschiedlichen Strategien künstlerischer Auseinandersetzungen mit kolonialem Archivmaterial und Material aus kolonialen Befreiungskämpfen. Das Dokument reflektiert die Vielfalt der Stimmen und Positionen des Workshops und wird im Rahmen des Latitude-Festivals erstmals gemeinsam gelesen, kommentiert und diskutiert.
Die Teilnahme erfolgt online per Livestream und Chat und ist kostenlos.
Zugang, Links und weitere Details zum Festival finden Sie hier:
https://www.goethe.de/latitude-festival
Download des Dokuments:
Lesung und Panel mit: Inês Beleza Barreiros (Kulturhistorikerin, Lissabon, Portugal), Ganza Buroko (Kulturakteur, Goma, Kongo), Maria do Carmo Piçarra (Kuratorin, Lissabon, Portugal), Filipa César (Künstlerin, Berlin, Deutschland), Didi Cheeka (Filmemacher, Lagos, Nigeria), Inadelso Cossa (Filmemacher, Maputo, Mosambik), Fradique (Filmemacher, Luanda, Angola), Sana Na N'Hada (Filmemacher, Bissau, Guinea-Bissau), Yaa Addae Nantwi (Forscherin, Akkra, Ghana), Inês Ponte (Anthropologin, Lissabon, Portugal), Tom Rice (Leitender Filmdozent, London, UK), Tamer El Said (Filmemacher, Kairo, Ägypten), Raquel Schefer (Forscherin, Paris, Frankreich), Catarina Simão (Künstlerin, Lissabon, Portugal), Stefanie Schulte Strathaus (Kuratorin, Berlin, Deutschland) und Antje Van Wichelen (Künstlerin, Brüssel, Belgien).