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17:00 Uhr

Remarkable Voices

Hörsessions, Präsentationen, Performances | Flüsse, Stimmen

  • Pavilion Goethe, Calea Dorobanților 32, Bukarest

  • Sprache Englisch, Rumänisch
  • Preis freier Eintritt

Remarkable Voices © Semi Silent

Remarkable Voices © Semi Silent

Eine Konstante in den Jahren der Forschung und der klang- und radiokünstlerischen Arbeit war die Nähe zu Flüssen und das Interesse an ihnen. Sie haben zahlreiche Produktionen, Aktivitäten und Kooperationen geprägt. Von der Donau im Rahmen von SONIC FUTURE RESIDENCIES über die Zusammenarbeit mit Dzestra aus Czernowitz (UA) für Sounds of Prut und später für RIVERSSSOUNDS führten diese Projekte zu neuen Residenzen und Kooperationen mit Simultan aus Timișoara und Narațiuni Sonore. Zum zehnjährigen Bestehen von SEMI SILENT entstehen nun neue Arbeiten, die uns die Geschichten von Flüssen erzählen: von Flüssen in unmittelbarer Nähe und in weiter Ferne, von erinnerten und imaginären Flüssen.

Die Künstlerin Mădălina Ciocanu (MD) hat sich mit dem Dnister auseinandergesetzt – anhand der Geschichten der Menschen aus der Umgebung sowie mithilfe ethnografischer und folkloristischer Archive.
*Carina Pesch (DE) entwickelt einen Dialog zwischen den Flüssen Elster in Leipzig und Moldau in Tschechien, mit deren Porträts sie seit mehreren Jahren arbeitet, und nun mit der Dâmbovița in Bukarest. „Flüsse darunter, Stimmen darüber.“ In einer Kette von Erzählungen und Transkriptionen aus der Ferne lädt uns Maria Balabaș ein, im Rahmen von RADIO VIS ländliche Lebenswelten durch neue Radioformen zu entdecken. Die klangliche Gestaltung des Nahen wiederum lässt sich beim zweiten Konzert des Sprechchors erleben, der im Rahmen von Remarkable Voices  entstanden ist und von Ariadna Ene Iliescu geleitet wird.

Vier klangliche Facetten erzählen von der Zeit und ihrem Vergehen, von Geschichten, die durch Erinnerungen weitergetragen werden, von sprachlichen Übersetzungen und stimmlichen Übertragungen – und vor allem von der Kostbarkeit der klanglichen Gegenwart.

Koordination und künstlerische Leitung: Anamaria Pravicencu
Chorleitung: Ariadna Ene Iliescu
Produktion: Jo Brăilescu
Beschallung: Alexandru Andrei
Kommunikation: Ștefania Matache
Grafikdesign: Toma Ştefănescu
Illustration: Ioana Nicoară
Sound: Mădălina Ciocanu

Eine Veranstaltung von SEMI SILENT im Rahmen des Projekts Remarkable Voices, in Partnerschaft mit dem Goethe-Institut, dem Institut français, gesponsert von Catleya und kofinanziert durch AFCN.
Das Projekt gibt nicht notwendigerweise die Position der Verwaltung des Nationalen Kulturfonds (AFCN) wieder. AFCN ist weder für den Inhalt des Projekts noch für die Art und Weise verantwortlich, in der die Projektergebnisse verwendet werden können. Die Verantwortung hierfür liegt vollständig beim Empfänger der Finanzierung.


*Carina Pesch, auch bekannt als La Pesch, studierte Sozialanthropologie, Politikwissenschaften und Philosophie. Die Arbeit mit Klangkunst erlernte sie unter anderem bei Antje Vowinckel, Chris Watson und Christina Kubisch. Sie arbeitet als Klang- und Stimmkünstlerin, Autorin und Regisseurin in den Bereichen Radio, Komposition, Installation, Performance und Walking Arts. Dabei verwendet sie hochwertige Field Recordings, improvisierte Stimme, Experimente und Interviews.
Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen narrativen und rein klangbasierten Formen und sind geprägt von einer starken Faszination für die schmale Grenze zwischen Fiktion und Realität. Häufig arbeitet sie mit gesprochenem Wort, das über Sätze und Syntax hinausgeht und eine eigene, rhythmische Atmosphäre entstehen lässt. Sie inszeniert Begegnungen und schafft Berührungspunkte im Dialog.
Ihr besonderes Interesse gilt persönlichen, sozialen und ökologischen Grenzen sowie deren Überschreitung und Auflösung, aber auch der Konfrontation und Begegnung unterschiedlicher Erfahrungshorizonte. In den vergangenen Jahren hat sie verschiedene Gewässer in ihren vielfältigen Dimensionen erforscht und künstlerisch mit ihrem Hund als einem nichtmenschlichen Wesen zusammengearbeitet.
Ihre Arbeiten wurden mit Preisen, Residenzen, Stipendien und Ausstellungen gewürdigt, darunter das Stipendium der Stadt Leipzig 2026 für „S.A.N.D.“, die SPATIAL-Residenz und eine Förderung des Musikfonds 2024 für „Vltava – A State of Recording“, die Ausstellung von „BLINDer“ an der Akademie der Künste Berlin 2024 sowie die Performance-Reihe „Follow Me“ für die Stadt Kassel im Rahmen der documenta 15 im Jahr 2022.