Ausstellung: 1. - 2. April 2025 um 18:00 - 22:00 Uhr

Künstlergespräch mit Kim Asendorf: 2. April 2025 um 19:30 Uhr in der Bibliothek

Kim Asendorf: Complex

Ausstellung|Kim Asendorf Retrospektive

  • Goethe-Institut Thailand, Bangkok

  • Sprache Englisch, Thai
  • Preis Freier Eintritt

Kim Asendorf Retrospektive © Kim Asendorf

Kim Asendorf Retrospektive © Kim Asendorf

Wir freuen uns, mitteilen zu können, dass die Ausstellung Complex, die erste Retrospektive von Kim Asendorf, nun am Dienstag, den 1. April, und Mittwoch, den 2. April 2025 am Goethe-Institut Thailand in Bangkok stattfinden wird.

Die Ausstellung wurde aufgrund des Erdbebens verschoben. Nach einer Prüfung der baulichen Sicherheit des Gebäudes kann sie nun im Goethe-Institut Thailand nachgeholt werden. Wir freuen uns sehr auf Euren Besuch!

Im Rahmen der Ausstellung findet am Dienstag, den 1. April 2025, um 19:30 Uhr ein Künstlergespräch mit Kim Asendorf in der Bibliothek des Goethe-Instituts statt.

Kim Asendorf ist einer der prominentesten Künstler in einer gegenwärtigen Renaissance codebasierter digitalen Kunst. Seine künstlerische Praxis bewegt sich an der Schnittstelle von visuellen Systemen, Algorithmen und Datenmanipulation und verbindet generative, glitch und konzeptionelle Ansätze. Bekannt wurde Asendorf unter anderem durch den von ihm 2010 auf GitHub veröffentlichten Pixel-Sorting-Algorithmus, der glitch- und code-basierte visuelle Kunst geprägt hat. Als Künstler, der seine eigenen codes und contracts schreibt, hat er die Ansätze und Möglichkeiten digitaler Kunst immer wieder erweitert.

Für Asendorf ist das Pixel die atomare Einheit digitaler Kunst. Er knüpft an Strömungen moderner und zeitgenössischer Künste an, die mit Systemen, Prozessen und emergenten visuellen Formen arbeiten – darunter Pioniere der generativen und algorithmischen Kunst wie Vera Molnár, Manfred Mohr, Lillian Schwartz, Herbert W. Franke und Frieder Nake. Sein Ansatz steht in der Tradition von minimal art und Konzeptkunst, insbesondere von regelbasierten Ansätzen, Zufallsprozessen und offenen Verfahren, sowie von geometrischen Strukturen, Patterns und Serialität abstrakter Kunst und Op-Art. Er schließt an die Arbeiten früher Internet-Künstler wie JODI an, die Netzwerke und digitale Kulturen reflektierten. Seine Praxis verbindet Zufall, Fehler und glitches, Different und Wiederholung, Signal und Rauschen und befragt die Bedingungen gegenwärtiger medialer Systeme. Seit 2021 arbeitet Asendorf mit bewegten visuellen Systemen, die komplex, pulsierend und hypnotisch sind.

Die Einzelausstellung Complex im Goethe-Institut Bangkok ist Asendorfs erste Retrospektive. Sie umfasst Werke aus den Jahren 2021 bis Anfang 2025 und erstreckt sich über den Garten und das Gebäude des Goethe-Instituts. Gezeigt werden einige von Asendorfs wichtigen Arbeiten. Zu den ausgestellten Serien zählt Monogrid (2021), eine seiner ersten blockchain-basierten Arbeiten, das mit seinen minimalistischen dynamischen Gittern und pixelierten Schwarz-Weiß-Mustern an die Bildsprache früher Computerkunst erinnert. Die Serie wird im Goethe-Institut als audiovisuelle Multikanal-Installation präsentiert. Sabotage (2022) visualisiert das Spannungsverhältnis zwischen Ordnung und Chaos; hier verschieben sich Reihen, während ein „Saboteur“ Pixel bewegt, um Muster aus Gittern, Linien und Farbverläufen zu manipulieren und neue Formationen zu generieren. Alternate (2023) zeigt eine wachsende Komplexität in Komposition, Schichtung und Farbinteraktion, ergänzt durch pulsierende Glitches und dynamische Verzerrungen. PXL DEX (Januar 2025) überführt Asendorfs abstrakte Animationen in architektonische, dichte, objektartige 3D-Systeme.

Im Vorlauf der Ausstellung wird Kim Asendorf im Goethe-Institut Bangkok einen Peer-to-Peer-Workshop durchführen. Später im Jahr ist eine Gruppenausstellung der Arbeitsgruppe geplant.

Kim Asendorf Retrospektive © Kim Asendorf

 

Über Kim Asendorf

Kim Asendorf © Kim Asendorf

Kim Asendorf, 1981 in Bremen geboren, absolvierte eine Ausbildung zum Industrieelektriker. Anschließend studierte er Informatik an der Technischen Universität Bremen sowie Media & Social Hacking, Medienkunst und Creative Coding an der Kunsthochschule Kassel. Seine Arbeiten wurden weltweit auf Festivals und in Institutionen ausgestellt, unter anderem: Buffalo AKG Art Museum (Ausstellung Electric Op), Transmediale in Berlin, ZKM Karlsruhe, Eyebeam (NYC), Netherlands Media Art Institute (Amsterdam), Moving Image Contemporary Art Fair (London), Creation Gallery G8 (Tokio), Carroll/Fletcher (London), Office Impart (Berlin), XPO Gallery (Paris), The Photographers‘ Gallery (London) sowie in einer Postkartenserie des MoMA.