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19:30 Uhr

Einfach das Ende der Welt

Gastspiel, Regie-Vortrag |Ein Stück von Christopher Rüping / Deutsches Theater Berlin beim 2026 TIFA

  • The National Theater, Taipei City

  • Sprache Aufführung: In deutscher Sprache mit chinesischen Übertiteln
    Einführung: Mandarin
    Regie-Vortrag und Nachgespräch: Deutsch, Mandarin
  • Preis Gastspiel: 600/900/1200/1600/2000/2500
    Regie-Vortrag: Eintrittsfrei

Einfach das Ende der Welt © NTCH

Einfach das Ende der Welt © NTCH

Anfang Mai ist Christopher Rüping gemeinsam mit dem Deutschen Theater Berlin (DT Berlin) am National Theater Taipei mit „Einfach das Ende der Welt“ zu Gast.

„Einfach das Ende der Welt“ nach Jean-Luc Lagarce ist der erste Teil der Familientrilogie von Christopher Rüping, in der er gemeinsam mit seinem jeweiligen Ensemble in drei voneinander unabhängigen Arbeiten das Konstrukt der Familie im 21. Jahrhundert befragt – ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit. Der zweite Teil der Familientrilogie Brüste und Eiernach Mieko Kawakami entstand 2022 am Thalia Theater in Hamburg. Der dritte Teil Trauer ist das Ding mit Federn von Max Porter läuft seit März 2024 am Schauspielhaus Bochum.

Das Stück „Einfach das Ende der Welt“ ist eine Übernahme vom Schauspielhaus Zürich und wurde vielfach ausgezeichnet: mit der Einladung zum 58. Berliner Theatertreffen, als Inszenierung des Jahres 2021, mit dem Nestroy-Preis 2021 für die beste deutschsprachige Aufführung. Gefeiert wurde auch das Ensemble: Benjamin Lillie wurde als Schauspieler des Jahres 2021 geehrt, Maja Beckmann als Schauspielerin des Jahres 2021. Mit Corinna Harfouch in der Rolle der Mutter wird die fürs DT überarbeitete Produktion erstmals auf einer Berliner Bühne gezeigt.

In seinem Vortrag am 29. April wird Rüping seine künstlerische Ästhetik und Regieansätze vorstellen – und erläutern, wie er ein 35 Jahre altes Theaterstück durch die Linse aktueller gesellschaftlicher Fragen neu interpretiert.
  • Gastspiel: National Theater (150 Min. inkl. Pause: 20 Min.)
  1. 01.05. (Fr) 19:30
  2. 02.05. (Sa) 19:30
  3. 03.05. (So) 14:30
  • Einführung: Theater Grand Foye
30 Min. vor den Gastspielen
  • Nachgespräch: Theater Grand Foye
im Anschluss an die Aufführung am 01. und 02.05.
  • Regie-Vortrag über Creative Sharing von Christopher Rüping: National Theater Lounge
29.04 (Mi.) 19:30-21:30

Christopher Rüping

gehört zu den prägenden Regisseur:innen im deutschsprachigen Theater. Seine ebenso zärtlichen wie überschwänglichen Inszenierungen entstehen in enger Zusammenarbeit mit einem festen Team langjähriger Weggefährt:innen auf und neben der Bühne. 1985 in Hannover geboren, begann Rüping nach einem Regiestudium an der Theaterakademie Hamburg und der Zürcher Hochschule der Künste als freier Regisseur für Bühnen im deutschsprachigen Raum zu inszenieren, so z. B. für das Thalia Theater Hamburg, das Deutsche Theater Berlin und das Staatstheater Stuttgart.

Von 2016 bis 2019 war Rüping Hausregisseur an den Münchner Kammerspielen unter der Intendanz von Matthias Lilienthal. In dieser Zeit entstanden viel beachtete und weit gereiste Inszenierungen wie Trommeln in der Nacht von Bertolt Brecht, Hamlet von William Shakespeare sowie das zehnstündige Antikenspektakel Dionysos Stadt.

Von 2019 bis 2024 gehörte Rüping als Hausregisseur zum Leitungsteam des Schauspielhauses Zürich. Dort erarbeitete er mit Einfach das Ende der Welt von Jean-Luc Lagarce den Auftakt zu seiner Familientrilogie, die ihre Fortsetzung mit Brüste und Eier von Mieko Kawakami am Thalia Theater in Hamburg und ihren Abschluss mit Trauer ist das Ding mit Federn von Max Porter am Schauspielhaus Bochum fand. Außerdem entstand in Zürich mit Gier eine lang ersehnte Wiederbegegnung mit dem Werk der Autorin Sarah Kane, deren Texte Rüping ursprünglich für das Theater begeistert hatten.

Rüpings Inszenierungen wurden mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht, bereits fünfmal zum Berliner Theatertreffen eingeladen und waren auf international renommierten Festivals zu sehen, so zum Beispiel in Teheran, Prag, Taipei, St. Petersburg und Peking.