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18:30 Uhr

EuroAsia Shorts – Kurzfilme aus Deutschland und China

Film und Diskussion|Was ist Heimat?

  • Confucius Institute US Center, Washington, DC

  • Preis Kein Eintritt

Mitfahrer (c) Filmakademie Baden-Württemberg (c) Filmakademie Baden-Württemberg

Jeweils zwei Vorstellungen aus Deutschland und China bilden den Auftakt zum elften europäisch-asiatischen Kurzfilmfestival. Unter dem Titel Was ist Heimat?  thematisieren die Filme, welche individuellen Faktoren Einfluss darauf haben, dass man sich an einem Ort oder in einer Gesellschaft zugehörig fühlt. In einer Zeit, in der immer mehr Menschen ihren Lebensmittelpunkt verlagern, fliehen oder auswandern und nicht mehr ihr Leben lang an einem Ort bleiben, wird das Gefühl, zuhause zu sein, häufig neu definiert.

Im Anschluss an die Vorstellungen werden die Filme mit verschiedenen Diskussionsteilnehmern thematisch verglichen und kontrastiert. 

Eisen
Deutschland, 2015, 18 min.
Regisseur: Benjamin Kahlmeyer

Neblige Landschaft mit Neubauten in Eisenhüttenstadt an der deutsch-polnischen Grenze: Eisen – so nennt man den Ort hier. In einer streng komponierten Bildfolge werden Porträts von Asylsuchenden aus der ganzen Welt in Impressionen des trostlosen Alltags platziert. Sie erzählen von der Hoffnung auf ein besseres Leben hier, in Deutschland.

Mitfahrer
Deutschland, 2015, 8 min.
Regisseure: Andreas Kessler, Daniela Schramm Moura, Stephan Kämpf

Tom und Janine sind kurz davor, einen Flüchtling über die Grenze zu schmuggeln. Aber was, wenn sie sich strafbar machen? Zwischen den beiden entbrennt ein absurder Streit. Nur der junge Mann aus Gambia versteht kein Wort.

Farewell My Friend (c) Confucius Institute Farewell My Friend (Lebewohl, mein Freund)
China, 2015, 15 min.
Regisseur: Fan Weiqiang

Der kleine Junge Niu Dan und sein Freund Da Shan sind Kinder von zwei Mienenarbeiterfamilien. Niu Dans Vater starb bei einem Mienenunglück. Seine Mutter macht Da Shans Vater für die Tragödie verantwortlich und bringt Niu Dan zurück in ihre Heimatstadt. Doch das angespannte Verhältnis der Eltern hat keinen Einfluss auf die Freundschaft der Kinder. Niu Dan fühlt sich in der Miene zuhause und hadert damit, diese zu verlassen. Dan Shan hat eine Verabschiedungsparty vorbereitet und hofft, dass die beiden eines Tages wieder vereint sein werden.
 
Father (Vater)
China, 2014, 23 min.
Regisseur: Na Riya

Temule, ein Ringer, trifft ein Tag vor seinem finalen Wettkampf Lina, ein siebenjähriges Mädchen. Er, der immer weit weg von seiner Heimat in der Mongolei war, ist bewegt von der Liebe zwischen ihr und ihrem Vater Ogir. In dem Wettkampf trifft Temule auf Ogir und lässt ihn gewinnen. Obwohl Temule den Sieg freiwillig abgegeben hat, bekommt er von Ogir die traditionelle Ringerausrüstung „Zodog“, das den Spirit von Ringern repräsentiert.

Diskussionsteilnehmer

Gizem Arslan ist Gastprofessorin an der deutsch-katholischen Universität Amerikas. Zu ihren Lehr- und Forschungsschwerpunkten gehören Literatur und Kultur von Migration, Übersetzungen, Sprachtheorien und literarische Vielsprachigkeit. Sie arbeitet aktuell an einem Buchprojekt über deutsche Übersetzung, Typographie und Kaligraphie nach dem zweiten Weltkrieg. Ihre Artikel (bereits veröffentlicht und aktuell in Bearbeitung) werden vom deutsch-türkischen Autor Emine Sevgi Ozdamar und der japanisch-deutschen Autorin Yoko Tawada übersetzt.

Yi Chen ist eine preisgekrönte Filmmacherin und Honorarprofessorin an der George Mason University für die Fächer Film und Video. Ihre Dokumentation Chinatown wurde von PBS WHUT-TV ausgestrahlt und auf Filmfestivals in den USA, Kanada und China gezeigt. Das Office of Motion Picture and Television Development in Washington, D.C. ernannte sie im April 2013 zur Filmmacherin des Monats. 2014 erhielt Chen ein Stipendium der Kommission für Kunst und Geisteswissenschaften von Washington, D.C. und hat auf nationalen und internationalen Konferenzen über Themen wie Rasse, Immigration, Stadtentwicklung und Gentrifizierung referiert. Als Migrantin erster Generation ist sie außerdem passionierte Befürworterin der Asian American and Pacific Islander (AAPI) Community.

Freier Eintritt; Reservierung erforderlich. Sitzplätze sind begrenzt. Mehr Informationen auf der Webseite (siehe rechts).

Das Programm des Kurzfilmfestivals soll das gegenseitige Verständnis und die Vertrautheit zwischen verschiedenen Kulturen fördern. Jeden Abend folgt eine Diskussion auf die vorgeführten Filme, die sich damit befasst, wie das jeweilige Thema im Film behandelt wurde.

Organisiert in Verbindung mit Alliance Française, Asian American Pacific Film Festival, the Confucius Institute US Center, Goethe-Institut Washington, Istituto Italiano di Cultura, Japan Information and Culture Center, the Korean Embassy’s KORUS House, the Embassy of the Philippines, Reel Plan und the Embassy of Spain.