Being Alone

Dreitägiges Programm|Alleinsein: Einsamkeit & Freiheit

  • HAU Hebbel am Ufer, Berlin, Berlin

  • Sprache Verschiedene Sprachen, Englische Übersetzung

Alleinsein: Einsamkeit & Freiheit © Everyday Practice

Unter dem Schwerpunkt „Being Alone“ werden diese internationalen Positionen nun in Berlin zusammengeführt. Das dreitägige Programm im HAU Hebbel am Ufer widmet sich dem Alleinsein als vielschichtigem sozialen und politischen Phänomen: als freiwillig gewähltem Rückzug, als strukturell auferlegter Isolation oder als ökonomisch verwertbarer Ressource. In Performances, einer Ausstellung sowie Gesprächen und diskursiven Formaten treten Perspektiven aus Zentral- und Ostasien in Dialog mit deutschen und diasporischen Stimmen und eröffnen neue Zugänge zu einem Thema, das weltweit an Aktualität gewinnt.

Am 31.05.2026 präsentiert die usbekische Künstlerin Shahrizoda Ergasheva ihre Videoinstallation „Solid Knot“. Die Arbeit verbindet dokumentarische Filmaufnahmen mit einer installativen Raumgestaltung und thematisiert Einsamkeit im Alltag von Frauen in Usbekistan. Grundlage des Projekts sind persönliche Gespräche, die unterschiedliche Perspektiven auf Alleinsein, häusliche Räume und individuelle Erfahrungen sichtbar machen. Die Installation wurde von der Künstlerin konzipiert und realisiert.

Im Zentrum des Programms stehen Fragen nach Zugehörigkeit, Intimität, Privileg und Selbstermächtigung. Wie verändert Einsamkeit unser Verständnis von Selbst und Gemeinschaft? Wann wird Rückzug zur Ressource, wann zur Erfahrung von Nicht-Zugehörigkeit? Die künstlerischen Arbeiten verhandeln das Alleinsein nicht als rein individuelles Empfinden, sondern als gesellschaftlich produzierte und kulturell geformte Erfahrung – besonders sichtbar im Kontext gegenwärtiger sozialer Transformationsprozesse in Asien.

Mit dem Schwerpunkt „Being Alone” findet das zweijährige Regionalprojekt „Alleinsein: Einsamkeit & Freiheit“ seinen Abschluss.

Eine kuratierte Auswahl der vor Ort realisierten Projekte aus Almaty, Beijing, Berlin, Bischkek, Hongkong, Kyoto, Seoul, Shanghai, Taipei, Tashkent, Tokyo, und Ulan Bator wird erstmals gemeinsam präsentiert.  Als Plattform für Austausch und Reflexion lädt das Programm dazu ein, Alleinsein als globale Erfahrung neu zu verhandeln.