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Kunstgewerbemuseum / SKD und China Design Museum (CDM)

Franz Ehrlich, Modelle für die Anbaumöbel Typensatz 602, 1956, VEB Deutsche Werkstätten Hellerau
Franz Ehrlich, Modelle für die Anbaumöbel Typensatz 602, 1956, VEB Deutsche Werkstätten Hellerau | © Kunstgewerbemuseum / SKD, Foto: Gunter Binsack | Stiftung Bauhaus Dessau | © (Ehrlich, Franz) Erbengemeinschaft nach Franz Ehrlich

„Einfach aber hochwertig: Deutsche Werkstätten Hellerau in China“ – Kooperation zwischen dem China Design Museum und dem Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Das Austauschprogramm zwischen zwei wissenschaftlichen Institutionen in China und Deutschland untersucht gemeinsam mit Studierenden, Experten und Expertinnen sowie weiteren Akteur*innen die Beziehungen zwischen beiden Ländern in den Bereichen Möbeldesign und Innenarchitektur im 20. Jahrhundert. Netzwerke von Designer*innen, Händler*innen, Regierungs- und Bildungseinrichtungen in der Nachkriegszeit stehen im Mittelpunkt des Forschungsprojekts. Speziell am Beispiel der Deutschen Werkstätten Hellerau sollen die Verbindungen näher beleuchtet werden.

Das Unternehmen wurde 1898 von Karl Schmidt gegründet. Im Sinne der Reformbewegung verschrieb es sich dem Grundsatz, einfache, aber hochwertige Einrichtungsgegenstände herzustellen. Die größte historische Möbelsammlung des Unternehmens, die im Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden untergebracht ist, das umfangreiche historische Archiv des Unternehmens im Hauptstaatsarchivs Dresden (Sächsisches Staatsarchiv) sowie weitere Archive in Deutschland und China, stellen die Grundlage für die Forschung dar. Die lange Geschichte des Unternehmens und seine Aktivitäten im internationalen Handel mit modernen Einrichtungsgegenständen (bereits vor dem Bauhaus) und die führende Rolle der Werkstätten in der DDR, die bis heute nachhallt, geben Einblicke in die vielseitigen Verflechtungen mit Kreativen und Unternehmen in China.

Zwischen den Jahren 1954 und 1956 entwarf der ehemalige Bauhäusler und Mitarbeiter der VEB Deutsche Werkstätten Hellerau Franz Ehrlich das Haus des Handels in Peking. Das Unternehmen war hier an der Planung beteiligt und sollte die Ausstattung des Gebäudes fertigen. Ein weiterer prominenter Auftrag – die Planung des Pavillons der Volksrepublik China für die Frühjahrsmesse 1951 – ging ebenfalls an einen Mitarbeiter der VEB Deutsche Werkstätten Hellerau – Selman Selmanagic. Er war auch in den darauffolgenden Jahren an den Planungen beteiligt, für deren Umsetzung die Deutschen Werkstätten Hellerau zeichneten. Der fachliche Austausch bildet die Basis für das gemeinsame Projekt des China Design Museum und des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.
 

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