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RESPEKT
Internationale Comics

  • Die Schüler*innen beim kreativen Gestalten der Comics © Tabea Hörnlein
    Die Schüler*innen beim kreativen Gestalten der Comics
  • Die Klasse 2 beschäftigt sich mit dem Thema Respekt im Kunst- und Ethik-Unterricht © Tabea Hörnlein
    Die Klasse 2 beschäftigt sich mit dem Thema Respekt im Kunst- und Ethik-Unterricht
  • Mit dem Künstler Mamei gestaltet die Klasse Comics zum Thema Respekt © Tabea Hörnlein
    Mit dem Künstler Mamei gestaltet die Klasse Comics zum Thema Respekt
  • Der Künstler Mamei beim Zeichnen eines Comics © Tabea Hörnlein
    Der Künstler Mamei beim Zeichnen eines Comics
  • Mit Nazanin Zandi (li) lernen die Schüler*innen, wie man Comics selbst kreieren kann © Tabea Hörnlein
    Mit Nazanin Zandi (li) lernen die Schüler*innen, wie man Comics selbst kreieren kann
  • Nazanin Zandi gibt jede Menge Tipps fürs kreative Gestalten und Geschichtenerzählen © Tabea Hörnlein
    Nazanin Zandi gibt jede Menge Tipps fürs kreative Gestalten und Geschichtenerzählen
  • Schüler*innen der Klassenstufe 5 entwerfen schließlich eigene Comics © Tabea Hörnlein
    Schüler*innen der Klassenstufe 5 entwerfen schließlich eigene Comics

Das Kulturelle Bildungsprojekt RESPEKT. Internationale Comics, das 2011 vom internationalen Comicfestival «KomMissia» Heehoos gemeinsam mit dem Goethe-Institut Moskau ins Leben gerufen wurde, regt mithilfe von Comics eine Auseinandersetzung mit Vorurteilen, Diskriminierung, Rassismus und Konflikten an.

Das Lesen und Besprechen von Comics sowie das Zeichnen eigener Bilderzählungen eröffnet den Projektteilnehmer*innen einen konkreten Zugang zu den oft komplexen Hintergründen und Wirkungsfeldern von Diskriminierung und ermöglicht ihnen den eigenen aktiven und künstlerischen Ausdruck von Respekt. Ziel ist es, mithilfe von Comics eine Auseinandersetzung mit aktuellen sozialen Themen wie Toleranz und Respekt anzuregen.

In Dresden wird die Projektarbeit zu RESPEKT über das Goethe-Institut direkt in den schulischen Unterricht integriert. Dafür wurden gezielt verschiedene Altersgruppen und heterogene Schulmodelle vorab ausgewählt. Besonders wichtig für die Umsetzung des Projektes ist die Kooperation mit der Jugendkunstschule Dresden als etablierte Akteurin im Bereich der kulturellen Bildung in der Stadt.

Mit dem Projektauftakt im Januar 2022 lernten sich alle Projektbeteiligte, darunter die Multiplikator*innen z.B.: Lehrer*innen, Workshopleiter*innen, Sozialarbeiter*innen der mobilen Jugendarbeit und professionelle Künstler*innen und Comiczeichner*innen bei einem Intensivworkshop am Goethe-Institut Dresden kennen. Sergej Simonov, früherer Projektleiter aus Russland stellte das Projekt vor und vermittelte essentielle Kenntnisse zu theoretischen und konzeptionellen Methoden in der konkreten Projektarbeit, sodass die Multiplikator*innen im Anschluss diese selbständig weiter vermitteln können. Im Fokus der pädagogischen Zielstellung stehen dabei Bildungsarbeit sowie Präventionsarbeit.

Seit Beginn der zweiten Schuljahreshälfte 2021/2022 wird das Projekt RESPEKT erfolgreich in den Schulfächern Ethik und Kunst an einer Grundschule, einer Oberschule, einem Gymnasium und der Jugendkunstschule in Dresden durchgeführt. Dank der Zusammenarbeit mit der Jugendkunstschule Dresden konnten engagierte Künstler*innen und Lehrkräfte sowie diverse Schulklassen für das Projekt gewonnen werden.

Die jungen Schüler*innen besuchen die Klassenstufen 2, 5 und 7 und leben in ganz unterschiedlich geprägten Stadteilen Dresdens. Im höheren Sekundarbereich wird das Projekt klassenübergreifend an der Jugendkunstschule mit den Altersgruppen von 13-18-Jährigen durchgeführt. In den Klassen werden eigene Geschichten erzählt und gezeichnet. Dabei nähern sich die Schüler*innen den Themen Respekt, Toleranz und Diskriminierung auf ganz individuelle Weise. Im Fach Kunst geht es darum, Comics als Kunstform kennenzulernen, Beispiele zu finden und Methoden kennenzulernen, um selbst Geschichten zu zeichnen und zu erzählen. Im Fach Ethik werden Comics als Redeanlass genommen, um über das Anderssein, das Ausgrenzen, die Zugehörigkeit oder das Streitschlichten zu sprechen.

Die Kinder und Jugendlichen entwickeln in Kleingruppen persönliche Geschichten und Comics. Im Vordergrund stehen der kreative Umgang mit den Themen, das Zeichnen, das Erzählen einer Geschichte sowie das Schreiben der Texte im Comic.

Im November 2022 wird eine Gesamtsaustellung das Projekt RESPEKT am Goethe-Institut Dresden präsentieren. Via Storytelling werden Impressionen aus der Projektdurchführung mit den heterogenen Gruppen erzählt und Zeichenentwürfe sowie fertige Comics der jungen Teilnehmer*innen gezeigt. Ziel der Ausstellung ist es, mit jungen Menschen in einen Dialog zu treten und über die Achtung vor und Einstellung gegenüber Menschen mit anderen Ansichten und dem Umgang mit Gruppen unterschiedlicher kultureller, religiöser und sozialer Herkunft zu diskutieren.

Fertige Antworten gibt die Ausstellung nicht, aber durch das Lesen und Zeichnen von Comics legt sie der Gesellschaft und in erster Linie jungen Menschen nahe, über die angesprochenen Formen von Rassismus und Diskriminierung nachzudenken und zu reflektieren. Die Projektarbeit zu RESPEKT findet einen weiteren Höhepunkt mit der Auswahl von zwei bis drei Comics der jungen Teilnehmer*innen durch eine internationale Jury. Diese Bildergeschichten werden anschließend von professionellen Künstler*innen und Comiczeichner*innen umgesetzt und im Taschenbuchformat gedruckt.


Mitwirkende professionelle Künstler*innen und Comiczeichner*innen in Dresden


Nazanin Zandi wurde in Kerman, Iran geboren. Ihre Schulzeit verbrachte sie in Italien und Frankreich, später studierte sie Architektur in Paris und Dresden. Seit 1999 ist sie hauptberuflich als Malerin, Illustratorin, Kuratorin, Grafikdesignerin und künstlerische Projektleiterin tätig. Sie ist 2022 Herausgeberin des Comicbuches STIMMEN mit über 600 autobiografischen Geschichten von Frauen in Dresden aus aller Welt. Diese Geschichten zeigen die Vielfalt der Kulturen, Sprachen und Lebensstile, die Frauen in Dresden mit sich bringen.

Marian Meinhardt-Schönfeld ist vor allem durch seine Wimmelbilder und Comics auch unter dem Synonym Mamei bekannt geworden. Er ist ausgebildeter Schauwerbegestalter und arbeitete lange Jahre als angestellter Grafiker und Art Director in verschiedenen Werbeagenturen. Seit 2006 ist er selbständiger Illustrator und bekam für seine Werke mehrere Preise und Auszeichnungen.

Martin Mannig ist ein zeitgenössischer deutscher Maler. Der ehemalige Graffiti-Künstler und ausgebildete Schreiner studierte zusätzlich Kunst an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, zuletzt als Meisterschüler von Ralf Kerbach. Er ist Preisträger des Caspar-David-Friedrich Preises und hatte 2008 und 2011 längere Arbeitsaufenthalte in Japan. Seit 2005 ist er als freischaffender Künstler in Dresden tätig und kann auf unzählige nationale und internationale Ausstellungen zurückgreifen.

Alma Weber ist freischaffende Trickfilmerin und Illustratorin. Sie studierte Visuelle Kommunikation an der Kunsthochschule Kassel und an der KASK in Gent. Währenddessen arbeitete sie für mehrere Filmproduktionen in Berlin und partizipierte am Studienprogramm für Frauen- und Geschlechterforschung der Universität Kassel. Seit 2019 lebt und arbeitet sie in Dresden. Alma ist Mitglied des Trickfilmer*innen-Kollektivs sticky frames und spielt Schlagzeug in verschiedenen Bands.

Tabea Hörnlein ist Fotografin und Theaterpädagogin und hat einen individuellen Blick auf Prozesse der Kulturellen Bildung. Seit über zehn Jahren ist sie als Theaterpädagogin in unterschiedlichen Kontexten tätig und oft mit der fotografischen Dokumentation ihrer Projekte betraut gewesen. Seit der Geburt ihrer Kinder beschäftigt sie sich aber vor allem mit dokumentarischer Familienfotografie, die ihr Familienleben so zeigt, wie es ist, ohne dass sie als Fotografin eingreift oder etwas an der Situation verändert. Bei der fotografischen Dokumentation von Projekten der Kulturellen Bildung ergänzen sich ihre beiden Professionen – dabei hat sie stets im Blick, dass Bilder Erzählungen von Projekten verändern können. Kunstworkshops und Theaterprojekte leben von ihren intensiven Prozessen, die oft im erzeugten Produkt wie etwa einer Ausstellung oder einer Inszenierung kaum mehr abbildbar sind. 
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