Schnelleinstieg:
Direkt zum Inhalt springen (Alt 1)Direkt zur Sekundärnavigation springen (Alt 3)Direkt zur Hauptnavigation springen (Alt 2)

Freiraum

Das Europa, wie wir es kennen, befindet sich in stetiger Veränderung und sieht sich vielen neuen Herausforderungen gegenübergestellt. Hierunter ökonomische Ungleichheit, Flüchtlingsströme und Rechtspopulismus. Deswegen haben sich 38 Goethe-Institute und ihre lokalen Partner – Theater und Kulturinstitutionen, NGO’s, sowie Universitäten und Vereine – zusammengeschlossen und das Projekt Freiraum ins Leben gerufen. Übergeordnetes Thema hierbei ist die Freiheit im Europa der Gegenwart.
mehr...

Mann mit Ball© Goethe-Institut / Caroline Lessire

Einmal København-Skopje und zurück, bitte! Wie steht es um die Freiheit?

Bereits 2017 haben Institute und Partner eine Fragestellung zum Thema Freiheit entwickelt, die von besonderer Relevanz für ihre Stadt oder ihr Land ist, und für die man sich einen auswärtigen Blickwinkel wünscht. Die Fragestellungen wurden zu kurzen Filmen weiterentwickelt und auf einem Treffen im Dezember 2017 in Warschau präsentiert. Die Filme finden Sie hier:

Freiraum - Die Filme
Im Losverfahren sind unter den Teilnehmenden Tandems gebildet worden, und die Fragestellungen wurden unter den Partnern ausgetauscht. Kopenhagen bekam hierbei die mazedonische Hauptstadt Skopje zugelost, womit ein Tandem aus zwei sehr verschiedenen Ländern und Hauptstädten entstand. Kopenhagen und Dänemark werden oft mit Wohlstand und Nachhaltigkeit verbunden, während die Darstellungen von Skopje im Laufe der letzten Jahre oft kritisch auf den architektonischen Masterplan Skopje 2014 fokussiert wurden. Mit diesem wurde das Aussehen der Hauptstadt durch neue Monumente und Fassaden in Barockstil und Klassizismus dramatisch verändert und grüne Stadträume eingeschränkt.


2018 bearbeiten die Institute mit Partnern die gegenseitigen Fragestellungen. Diese enge Zusammenarbeit sollte gerne in spannende und kreative Veränderungen der eigenen Perspektive und gleichsam in Lösungsvorschlägen zu den unterschiedlichen Problemstellungen münden. Bei der Wahl des Formats zur Ergebnispräsentation haben die Teilnehmenden vollständig freie Hand und eine Fülle an Konzerten, Filmen, Workshops und vieles mehr zeigen die Resultate der grenzübergreifenden Kooperationen in ganz Europa. Die verschiedenen Veranstaltungen finden Sie hier:

Freiraum - Veranstaltungen
 

Tandemstädte: København - Skopje

Der lokale Partner des Goethe-Instituts Dänemark ist das Copenhagen Architecture Festival (CAFx) unter Leitung von Josephine Michau. Das Goethe-Institut in Skopje arbeitet mit der NGO Kontrapunkt unter Leitung der Gründerin Iskra Geshoska zusammen, die sich seit 2001 mit politisch-philosophischen Themen, aktiver Kritik und dem Verhältnis von Kunst und Politik auseinandersetzt. Kontrapunkt organisiert unter anderem einmal jährlich das CRIC Festival for Critical Culture in Skopje, um den kritischen Dialog zu fördern.

Zusammen mit dem CAFx hat das Goethe-Institut eine für Kopenhagen und Dänemark aktuelle Fragestellung formuliert, die ihren Ausgangspunkt in der ausufernden Gentrifizierung nimmt, u.a. dem Prozess der stetig steigenden Wohnungspreise im Stadtzentrum. Durch diesen Prozess haben nur wenige Besserverdienende Zugang zu Wohnraum in Innenstadtlagen und dominieren diese dadurch. Eine Herausforderung, der sich viele europäische Städte gestellt sehen:
”Ein Kopenhagen für alle: Wie kann ein Raum für Diversität und Koexistenz in der Stadt und damit die Grundlage für einen echten demokratischen Austausch gesichert werden?”

”Ein Kopenhagen für alle: Wie kann ein Raum für Diversität und Koexistenz in der Stadt und damit die Grundlage für einen echten demokratischen Austausch gesichert werden?”

 


Skopje beleuchtet in seiner Fragestellung die Bedingungen der Freiheit in Mazedonien:

”Wie können wir nachhaltig das Fundament der Freiheit sichern und seine Identität samt seine ökonomischen und politischen Aspekte kontinuierlich stärken?”

 


 

Mentaler Austausch und zwei Filmprojekte

Das Tandem von Kopenhagen und Skopje mündete in zwei sehr unterschiedlichen Filmprojekten, die sich mehr oder weniger frei zur ursprünglichen Fragestellung verhalten. Von dänischer Seite wird die mazedonische Fragestellung auf eine architektonische Art und Weise gedacht und betrachtet damit Freiheit aus einer räumlichen Perspektive:
 
”Wie spiegeln sich Demokratie und Identität in der Ausformung und in der Nutzung des öffentlichen Raumes und im kulturellen Erbe Skopjes wider?”
 
Ende September filmt CAFx hierzu an drei verschiedenen Orten des öffentlichen Raumes in Skopje. Auf dem Macedonia/Alexander Platz, im Einkaufszentrum The GTC Mall und auf einem Platz an der Maxim Gorki Straße mit typisch kommunistisch-modernistischen Elementen. Während der Filmaufnahmen werden unter anderem Einwohner zu ihrem Verhältnis zu diesen öffentlichen Räumen befragt. Von besonderem Interesse hierbei ist auch der Zeitpunkt der Filmaufnahmen, denn am 30. September sind die Bürger Mazedoniens sowohl zur Abstimmung über den neuen Landesnamen als auch zur Abstimmung über eine etwaige NATO- und EU-Mitgliedschaft aufgerufen.
 
Mazedoniens ”take” zur dänischen Fragestellung beschäftigt sich mit den Erfahrungen von in Kopenhagen lebenden Mazedoniern und deren Verständnis von Freiheit. In diesem Filmprojekt werden insgesamt fünf in Dänemark wohnende Mazedonier zu ihrem Blick auf Dänemark, die Stadt Kopenhagen und ihre persönlichen Auffassung von Freiheit im Land befragt.
 
Die Präsentation der Filmprojekte findet auf dem CRIC Festival for Critical Culture, vom 21.11. bis 15.12. in Skopje, statt. Danach werden sie 2019 in Dänemark gezeigt.

 

Kettenreaktion

Als Ableger von Freiraum ist das Projekt ”Kettenreaktion” ins Leben gerufen worden, das weiterhin den grenzübergreifenden Dialog zu gemeinsamen Problemstellungen stärken soll. Wieder ist die Freiheit das Überthema, wenn europäische Intellektuelle, Denker, Journalisten und Wissenschaftler aufgerufen sind, eine fortlaufende Reihe an Fragen und Antworten zu entwickeln. Das Model ist so konzipiert, dass ein Teilnehmer in einem Land eine Fragestellung bekommt, diese als Verantwortlicher beantwortet und eine neue Fragestellung an die Nächste in der Reihe weiterreicht. Die Kette ist bereits in Gang und wird auch nach Dänemark laufen! Wie sich das Projekt entwickelt, lässt sich hier verfolgen:

Kettenreaktion

Top