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19:00–21:00 Uhr

Kurzfilmprogramm + Filmgespräch mit den Filmemacherinnen

Film|Bustan Film Week, 2. Ausgabe

  • Goethe-Institut Kairo, Downtown – Studio Takhshīna , Kairo

  • Sprache Deutsch mit englischen Untertiteln
  • Preis Freier Eintritt
  • Teil der Reihe: Bustan Film Week, 2. Ausgabe

Extrem-Nahaufnahme der braunen Augen einer Person im warmen Licht.

Extrem-Nahaufnahme der braunen Augen einer Person im warmen Licht.

All the Places Closing In


In dem Versuch, das komplexe Verhältnis zwischen den Räumen, die wir bewohnen, und dem Leben, das wir in ihnen führen, neu zu denken, reflektiert dieses Filmprogramm, wie die Lebensorte unsere Beziehungen prägen - und wie diese Beziehungen wiederum unsere Wahrnehmung eben jener Orte verändern. Es versammelt Geschichten von Frauen, die sich gesellschaftlicher Überwachung und Kontrolle widersetzen, und zeichnet zugleich die Überschneidungen von Klasse und Geschlecht nach.

Ihre Leben entfalten sich unter dem Gewicht gesellschaftlicher Erwartungen, die nicht nur ihre Körper kontrollieren, sondern auch die Art und Weise, wie sie sich in den Räumen, die sie bewohnen, ausdrücken können. Das Zuhause, die Schule, die Straße und die Stadt selbst werden zu Orten, an denen Zugehörigkeit, Isolation sowie die Handlungsfähigkeit von Frauen und ihr Gefühl persönlicher Autonomie immer wieder neu ausgehandelt werden.

In den gezeigten Filmen erleben wir Begegnungen und Erfahrungen, die ihre Protagonistinnen allmählich verändern und sie zu Momenten der Konfrontation mit sich selbst und mit anderen führen. Sie kommen aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen und haben unterschiedliche emotionale Bedürfnisse. Was sie jedoch verbindet, ist das Fehlen eines Raumes, in dem sie einfach existieren können - ohne sich inszenieren, abwägen oder zurückhalten zu müssen. Ihre Körper stehen in einem ständigen Dialog mit den Welten um sie herum, wobei beide Seiten Spuren aneinander hinterlassen. Jede dieser Frauen lebt eine zutiefst private Realität, die für die Menschen in ihrem Umfeld häufig unsichtbar bleibt. Die Version ihrer selbst, die sie der Welt zeigt, ist jene, der es erlaubt ist zu existieren; eine andere Seite ihres Selbst - verletzlicher und isolierter - bleibt verborgen.

Das Programm versammelt sieben Kurzfilme, die in den vergangenen vier Jahren von den ägyptischen Filmemacherinnen Dina George, Doha Hamdy, Farah El Moqaddem, Kawthar Younis, Menna Ekram, Yasmina El Kamaly und Zeina Amr realisiert wurden. Ausgewählt wurden die Filme aufgrund der Art und Weise, wie sie die  Leben ihrer Protagonistinnen sichtbar machen, die sich unter der Oberfläche dessen verbergen, was sie der Welt zeigen.*

Wir widmen dieses Programm all jenen, die sich vielleicht in einer dieser Geschichten wiedererkennen und sich an einen Moment erinnern, in dem sie glaubten, allein zu sein - einen Moment, in dem es sich anfühlte, als würden all die Orte um sie herum immer enger werden.

HerStory Films Team