Roberto Fusco ist ein in Helsinki, Finnland, ansässiger Medienkünstler. Mit eigens entwickelten Sensoren, Datenerhebung und Simulationen erforscht er, wie Beobachtung zu einer Form der Teilhabe an Umweltphänomenen werden kann. Seine künstlerische Praxis entwickelt Rückkopplungssysteme zwischen menschlichen Körpern und Meeresumwelten und übersetzt unsichtbare ökologische Prozesse wie Eutrophierung, Sauerstoffzehrung und Hypoxie in sinnlich erfahrbare Erfahrungen durch Klang, Installationen und audiovisuelle Performances.
Seine Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle wissenschaftlicher und verkörperter Formen des Wissens. Simulation dient ihm als Methode zur Untersuchung natürlicher Phänomene, während die verkörperte Perspektive diese Forschung in poetische und spekulative Szenarien lenkt. Dadurch werden die Komplexität und Unvorhersehbarkeit der materiellen Welt sichtbar, die über das hinausgehen, was berechnet oder modelliert werden kann. Die Ostsee fungiert in seiner Praxis zugleich als Ort und als Kollaborateurin.
Er verfügt über einen Master of Science in Elektronikingenieurwesen der Universität Roma Tre, einen Master of Philosophy in Musik- und Medientechnologie sowie einen Doktorgrad der Technikwissenschaften (D.Sc.) der Aalto-Universität. Er arbeitet als Techniker für Kunst und Technologie an der Akademie der Bildenden Künste Helsinki (Uniarts). Derzeit absolviert Fusco ein zweites Promotionsstudium an der Aalto-Universität, wo seine künstlerische Forschung technologievermittelte Formen der Teilhabe an den Ökosystemen der Ostsee durch verkörperte Praxis und Forschung zu materieller Intelligenz untersucht.
Seit 2010 wurden seine Installationen und audiovisuellen Performances auf Festivals wie Ars Electronica, Currents New Media (USA), Aavistus, ANTI Festival, Blooming (Italien), LUX Helsinki, Mänttä Art Festival, NIME, RIXC (Lettland), Borealis (Norwegen) und Plektrum (Estland) sowie in Galerien wie Huuto, dem Kunstmuseum Kuopio, der Porvoon Taidehalli, Titanik, der MUU Galleria (Finnland), der Science Gallery (Irland) und Eyebeam (New York, USA) präsentiert.