FILME FÜR DEN DEUTSCHUNTERRICHT

Sputnik © Goethe-Institut

Spielfilme im Deutschunterricht

Mit dem Medium Film kann der Deutschunterricht lebendig und abwechslungsreich gestaltet werden. Holen Sie sich Tipps und Anregungen für Ihren Unterricht! 

Sputnik
Regie: Markus Dietrich
83 Min.
Deutschland 2012/13
ab 11 Jahre

 
Ein Dorf in der DDR im Herbst 1989: Mit ihrem geliebten Onkel Mike und zwei Freunden bastelt Friederike an einer Rakete. Das heitere Weltraum-Spiel wird unerwartet unterbrochen: Mike hatte einen Ausreiseantrag gestellt und muss innerhalb weniger Stunden das Land verlassen. Friederike ist untröstlich über den Verlust, doch sie will, stets misstrauisch beobachtet vom Dorfpolizisten, ihren Onkel zurückholen und gemeinsam mit ihren Freunden eine Maschine entwickeln, mit dem sie ihn einfach aus dem Westen in die alte Heimat zurückbeamen kann. Doch dann scheint es, als wäre das Experiment in die Gegenrichtung losgegangen; im Fernsehen entdeckt das Mädchen die Bewohner ihres Dorfs – im Westen. Die Mauer ist gefallen, aber davon hat Friederike noch keine Ahnung. SPUTNIK ist ein Kinderfilm über die letzten Wochen der DDR.
 
Regie: Franziska Buch
98 Min.
Deutschland 2001
ab 11 Jahre

 
Aktualisierte Neuverfilmung des berühmten Romans von Erich Kästner: Auf dem Weg von einem kleinen Ort an der Ostsee nach Berlin wird der zwölfjährige Emil Tischbein von einem Ganoven bestohlen. Nach der Ankunft verfolgt er den Täter und findet bald Unterstützung bei einer von der kleinen Pony Hütchen angeführten Kinderbande, die weitere Hilfe organisiert. Eine kaum noch überschaubare Kinderschar bringt den Dieb zur Strecke.
 


 
Regie: Tomy Wigand
110 Min.
Deutschland 2002
ab 11 Jahre

 
Aktualisierte Neuverfilmung eines Romans von Erich Kästner. Jonathan (12) kommt ins Internat der weltberühmten Thomaner in Leipzig. Die Mitschüler bringen dem Neuen schnell ihre Freundschaft entgegen. Sie finden das Manuskript eines Theaterstücks und wollen es aufführen, aber der Chorleiter verbietet es. Er selbst hatte es einst mit seinem Freund Robert verfasst, der aber war nach der Flucht seines Vaters aus der DDR in den Westen verschwunden. Die Kinder erfahren die Zusammenhänge, ihre Weihnachtsfeier wird doch noch ein voller Erfolg.
 
Regie: Caroline Link
108 Min.
Deutschland 1998
ab 11 Jahre


Es war einmal ein Mädchen, das war reich aber nicht glücklich, denn seine Eltern waren mehr mit dem Geldverdienen und -ausgeben beschäftigt als mit ihrem Kind. Und es war einmal ein Junge, der war arm aber glücklich, weil seine Mutter, obwohl sie arbeiten gehen musste, Zeit und Liebe für ihn hatte. Normalerweise beginnen so die Märchen, aber Erich Kästner erzählt vor diesem märchenhaft anmutenden Hintergrund die Geschichte einer Freundschaft, die sich über soziale Schranken hinwegsetzt. Die Kinder helfen einander und vor allem das couragierte Mädchen Pünktchen empfindet das Leben als eine schreiende Ungerechtigkeit. Pünktchens Mitgefühl geht soweit, dass sie nachts als armes Kind verkleidet Streichhölzer an reiche Leute verkauft. Auch das Ende ist märchenhaft.
 
Regie: Neele Vollmar
96 Min.
Deutschland 2013/14
ab 11 Jahre

 
Der kleine Rico, der sich selbst als „tiefbegabt“ bezeichnet, lebt mit seiner Mutter, die nicht viel Zeit für ihn hat, in Berlin-Kreuzberg. Seine Einsamkeit ändert sich, als er den hochbegabten Oskar kennenlernt. Die Freundschaft wird auf eine erste Probe gestellt, als Oskar nicht zu einem vereinbarten Treffen erscheint. Rico erfährt, dass sein neuer Freund entführt wurde und schafft es ihn zu befreien und den Täter zu entlarven. Die Bestseller-Adaption RICO, OSKAR UND DIE TIEFERSCHATTEN ist ein erst einfühlsamer, dann auch abenteuerlicher Kinderfilm mit zwei hinreißenden Darstellern in den Titelrollen.
 
Ohne griechische Untertitel
   
Regie: Katja von Garnier
105 Min.
Deutschland 2013
ab 11 Jahre

 
Weil die 14-jährige Mika in der Schule durchgefallen ist, darf sie nicht mit ihrer Freundin Fanny ins Ferienlager am Meer, sondern muss, mitsamt ihren Schulbüchern zur strengen Oma Maria Kaltenbach aufs Land. Dort gibt es zwar so gut wie kein Mobilfunknetz – aber einen Reiterhof, den netten jungen Stallknecht Sam und vor allem „Ostwind“, einen Hengst, der als unbezähmbar und gefährlich gilt. Zwischen dem Pferd und dem Mädchen entwickelt sich schnell eine ungewöhnliche Freundschaft. Diese Erfahrung wird beide in unerwartete Abenteuer führen und verändern.
 
Regie: Philip Stölzl
104 Min.
Deutschland 2010
ab 15 Jahre

 
1772: Der 23-jährige Jura-Student Johann Wolfgang Goethe fällt beim Rigorosum durch. Sein erboster Vater schickt ihn ans Reichskammergericht nach Wetzlar. Goethe, der von einer Karriere als Dichter träumt und gerade die Ablehnung seines Dramas „Götz von Berlichingen” hinnehmen mußte, verliebt sich in Charlotte Buff. Doch deren Vater hat sie schon einem anderen versprochen. Goethe reagiert auf sein Unglück mit der Niederschrift von „Die Leiden des jungen Werther”; der Roman macht ihn über Nacht zum neuen Star der deutschen Literatur.
 
Regie: Robert Thalheim
96 Min.
Deutschland 2012/13
ab 15 Jahre

 
Jahrelang hatten sie einfach nur die Rollen getauscht: Der Theaterregisseur Konrad übernahm Haushalt und Erziehung der beiden Kinder, Christine versuchte, sich als Anästhesie-Ärztin an einer Klinik nach oben zu arbeiten. Jetzt soll das ein Ende haben. Konrad hat die Chance, eine Neubearbeitung von Hebbels „Nibelungen“ zu inszenieren, ein Au-pair-Mädchen aus Argentinien soll sich um die Kinder kümmern. Doch nichts läuft wie geplant, weil die alten Rollen geblieben sind, nur mit neuer Besetzung. Robert Thalheims ELTERN ist eine brillant inszenierte, klug durchdachte Arbeit, die dem Begriff „Familienfilm“ neuen Sinn verleiht. 
 
Ohne griechische Untertitel
 
Regie: Leo Khasin
94 Min.
Deutschland 2010/2011
ab 15 Jahre

 
Ali ist neu im Kreuzberger Kiez. Als Flüchtling aus dem Libanon steht seine Duldung in Deutschland auf der Kippe. Die harten Jungs aus der Gegend geben ihm eine Mutprobe auf: in die Wohnung eines alten Nachbarn einzubrechen, einem russisch-jüdischen Emigranten. Danach muss Ali bei dem alten Mann Wiedergutmachung leisten, um die Abschiebung zu verhindern. Berührende Geschichte einer ungleichen Freundschaft.
 
Regie: Marc Rothemund
116 Min.
Deutschland 2005
ab 11 Jahre

 
Februar 1943: Bei einer Flugblatt-Aktion gegen die NS-Diktatur wird die junge Sophie Scholl zusammen mit ihrem Bruder Hans in der Münchner Uni verhaftet. Nach tagelangen Verhören bei der Gestapo wird sie vom "Volksgerichtshof" der Nazis zum Tode verurteilt und hingerichtet.
   
Regie: Yasemin Samdereli
95 Min.
Deutschland 2009-2011
ab 11 Jahre

 
1964 kam Hüseyin Yilmaz aus der Türkei nach Deutschland. Später holte er Frau und Kinder nach. Jetzt erzählt seine Enkelin mit Wärme und Humor die Familiengeschichte – während der Clan unterwegs ist, um am Ort des Ursprungs Urlaub zu machen. Wo die eigentliche Heimat ist, wird sich jeder von ihnen selbst fragen müssen. 
 
Ohne griechische Untertitel
 
Regie: Sebastian Grobler
113 Minuten
Deutschland 2011
ab 11 Jahre

 
In Anlehnung an die wahre Geschichte des Lehrers und Fußballpioniers Konrad Koch erzählt „Der ganz große Traum“ von den Anfängen des Fußballspiels in Deutschland und von einer Schulklasse, die zu einem richtigen Team zusammenwächst, als der neue Lehrer sie mit seinem Fußballfieber ansteckt. Die Zeitreise führt in eine Epoche, in der an Schulen noch „Zucht und Ordnung“ herrschte und Fußball in den Medien als „englische Krankheit“ bezeichnet wurde. 
 
Ohne griechische Untertitel