NACHHALTIGE MODULARE URBANE GARTENANLAGE

Foto © Goethe-Institut Kroatien

Der urbane modulare Garten auf der Terrasse des Goethe‑Instituts Kroatien verwandelt die Bibliothek in einen offenen, nachhaltigen und inklusiven Raum des gemeinsamen Gestaltens.

Das im Rahmen der Regionalprogramms Common Crafts - Common Libraries entwickelte Projekt verbindet urbanes Gärtnern, Design, Handwerk und intergenerationelles Lernen in einem partizipativen Prozess, an dem Studierende, Fachleute, Bürger*innen sowie Bibliotheksnutzer*innen beteiligt sind.

Der Garten ist als modulares, mobiles und ökologisch nachhaltiges System konzipiert und durch einen Studierendenwettbewerb entstanden. Er ist Teil des regionalen Projekts Common Crafts – Common Libraries, das gemeinschaftliche, nachhaltige und inklusive kulturelle Praktiken fördert.

Studierendenwettbewerb und Entwicklung des Konzeptentwurfs

Der Wettbewerb brachte Studierende der Architektur, Landschaftsarchitektur, des Designs und der Forstwissenschaft zusammen, die Lösungen für einen modularen Garten entwickelten, der an die Terrasse der Bibliothek angepasst ist. Die Einreichungen umfassten ein Konzept, einen Pflanzplan, nachhaltige Materialien und Visualisierungen.

In der zweiten Phase arbeiteten die ausgewählten Teilnehmer*innen im April 2026 in Workshops und Gruppenarbeit mit der Landschaftsarchitektin Petra Pavleka (Zemljanka) an der Weiterentwicklung des Entwurfs. Dabei wurden ihre Konzepte zu einem gemeinsamen Modell zusammengeführt, mit besonderem Fokus auf:
  • Einsatz recycelter und gespendeter Materialien
  • einfache Montage und Mobilität der Module
  • Übertragbarkeit des Modells auf andere Institutionen und Privatpersonen
Der Konzeptentwurf wurde am 13. Mai 2026 in der Bibliothek des Goethe‑Instituts präsentiert. Die Studierenden stellten dabei den Entwicklungsprozess, Prototypen und das finale Modell des Gartens vor.

Die Präsentation des Konzeptentwurfs finden Sie hier.

Workshops und Bau des Gartens

Der Bau des Gartens erfolgt im Rahmen einer Reihe offener, praktischer und inklusiver Workshops, die unterschiedliche Generationen und Wissensstände miteinander verbinden:
  • Bau der Hochbeete und Holzwerkstatt
  • Pflanzung und Aussaat von an das Mikroklima der Terrasse angepassten Pflanzen
  • Gartenpflege während der Saison
  • Workshops zu nachhaltigem Kochen, Ernte und Kompostierung
  • Wissensaustausch in thematischen Treffen
Die Workshops sind so gestaltet, dass sie für alle Altersgruppen zugänglich sind. Ältere Teilnehmende geben handwerkliche und gärtnerische Fähigkeiten weiter, während Studierende innovative Ansätze aus Design und Nachhaltigkeit einbringen.

Holzwerkstatt "Vom Balken zum Hochbeet" am 15. Juni 2026:

© Goethe-Institut Kroatien via Canva

Bepfanzungsworkshop "Kleiner Garten, gemeinsame Geschichte" am 5. September 2026:
 

Die Bibliothek als Zentrum lebendigen Wissens

Die Bibliothek des Goethe‑Instituts möchte sich mit diesem Projekt als Plattform für gemeinsames Lernen positionieren, als ein Ort, an dem Wissen nicht nur bewahrt, sondern aktiv geschaffen wird. Sie soll ein modernes Zentrum nachhaltiger Praktiken und lebendiges Labor der Gemeinschaft sein.
Was das Projekt der Gemeinde bringt:
  • Terrasse als Bildungs‑ und Begegnungsraum
  • Modularer Garten, der sich leicht anpassen und nachbauen lässt
  • Stärkung ökologischer Bewusstseinsbildung
  • Ein Modell, das in anderen Institutionen repliziert werden kann
  • Aufbau einer dauerhaften Gartengemeinschaft
  • Förderung des intergenerationellen Dialogs und der inklusiver Teilnahme