Die Welt scheint auseinanderzufallen, und unter solchen Umständen wäre zumindest ein wenig Geborgenheit im Schoß der Familie willkommen. Deshalb kehren vier Schwestern auf Wunsch ihrer Mutter zu einem Familientreffen nach Hause zurück. Und dann war da noch die Pandemie, die tiefere Spuren hinterlassen hat, als man bereit ist zuzugeben.
Tena Štivičić hat für das Berliner Ensemble ein Stück geschrieben, das den Rissen in der Gesellschaft am Beispiel einer Familie nachspürt. Die Erschütterung des Gewohnten, die Erfahrung der Isolation einerseits und der ständigen digitalen Vernetzung andererseits haben die Beziehungen zwischen den Schwestern ebenso verändert wie ihre Vorstellungen von Zukunft, Leben und Sterben.
Bei Štivičić hat der Versuch, eine längst verlorene Nähe wiederherzustellen und zugleich, um die eigene Identität und Unabhängigkeit zu ringen, trotz aller Konflikte durchaus auch komische Seiten.
Regie: Laura Linnenbaum Bühne: Daniel Roskamp Kostüme: Michaela Kratzer Musik: David Rimsky-Korsakow Licht: Steffen Heinke Dramaturgie: Sibylle Baschung
Gefördert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes, mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Zagreb und des Goethe-Instituts Kroatien.