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19:00 Uhr

Riefenstahl

Filmvorführung und Gespräch | Im Rahmen des Projekts FAKAT!

  • Dokukino, KIC – Kultur- und Informationszentrum, Zagreb

  • Preis kostenlos
  • Teil der Reihe: FAKAT!

Logo © Institut français

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Riefenstahl (2024) von Andres Veiel ist ein Dokumentarfilm über die deutsche Regisseurin Leni Riefenstahl, deren Werk untrennbar mit der visuellen Inszenierung des Nationalsozialismus verbunden ist. Ausgehend von einem umfangreichen Archivmaterial untersucht Veiel nicht nur Riefenstahls Rolle als Filmemacherin im NS-Regime, sondern auch die Art und Weise, wie sie über Jahrzehnte hinweg ihre eigene Geschichte erzählte, ihre Verantwortung zurückwies und an einem bestimmten Bild ihrer selbst festhielt. Damit wird Riefenstahl zu einem Film über weit mehr als eine historische Figur. Im Zentrum steht die Frage, wie Bilder Wirklichkeit erzeugen können und wie aus einer Inszenierung eine scheinbare Wahrheit wird.

Im anschließenden Gespräch geht es um die Beziehung zwischen Bild, Wahrheit, Macht und Manipulation. Gemeinsam mit der Filmemacherin Judita Gamulin und dem Germanisten und Kulturwissenschaftler Svjetlan Lacko Vidulić wird diskutiert, wie visuelle Narrative gesellschaftliche Wirklichkeiten prägen, wie historische Bilder weiterwirken und welche Verantwortung Medien und Kultur bei der Herstellung und Hinterfragung solcher Bilder tragen.

Filmstills ©Vincent Productions


Die Veranstaltung findet im Rahmen des Programms Dokukino u Surogatkinu KIC und des Projekts FAKAT! statt.

FAKAT! ist ein französisch-deutsches Projekt der Französischen Botschaft / des Institut français und des Goethe-Instituts Kroatien, das sich mit der Rolle von Kultur bei der Erkennung und Bekämpfung von Desinformation beschäftigt.

Gesprächsteilnehmende

Judita Gamulin ist Film- und Fernsehregisseurin. Neben ihren eigenen Kurzfilmen war sie gemeinsam mit Nebojša Slijepčević an der dokumentarischen Serie „Kolaži o laži“ beteiligt, die sich in sechs Folgen mit Fake News, manipulierten Aufnahmen, Verschwörungstheorien, Dokumentarfilm, Werbung und virtuellen Identitäten auseinandersetzt.

Svjetlan Lacko Vidulić ist ordentlicher Professor am Institut für Germanistik der Universität Zagreb. Zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten gehören die deutsche Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts, deutsch-südslawische Kulturtransfers sowie Erinnerungskultur im postjugoslawischen Kontext.

Das Gespräch moderiert Dina Pokrajac, Filmkritikerin, Kuratorin und Leiterin des Dokukinos.