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18:00 Uhr
REFLEKT: Body Migration - I Do (n’t) Want
Tanzperformance und Diskussion|Zwischen Erinnerung, Nostalgie und Empfindung. Eine Choreografie von Siska Aprisia in Zusammenarbeit mit Jay Afrisando, entstanden im Rahmen des REFLEKT-Residenzprogramms bei TanzFaktur (Köln, Deutschland).
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GoetheHaus Jakarta, Jakarta
- Sprache Englisch, Indonesisch
- Preis Freier Eintritt | Mit Registrierung
Diese Arbeit entspringt einer genauen Beobachtung der Migrationserfahrung von Körpern, über Rassenzugehörigkeit, ethnische Herkunft und Hautfarbe hinaus—darunter auch der Körper der Künstlerin selbst. Body Migration – I Do(n’t) Want führt uns zu den Stimmen und Körpern verdrängter Erinnerungen, zu Gefühlen, die versuchen, nach Hause zu finden.
In dieser Arbeit ist Bewegung nicht bloß Choreografie. Sie wird zu einem Mittel: um das Zersplitterte neu zusammenzusetzen, das Vergessene zurückzufordern, das Unerzählte zu erinnern. Gesten und Rhythmen erscheinen als Erinnerungszeichen – sie halten das Entwurzelte fest, wandern zwischen Erinnerung, Nostalgie und sinnlicher Resonanz.
Body Migration – I Do(n’t) Want ist eine Arbeit von Siska Aprisia, entwickelt im Rahmen des REFLEKT-Residenzprogramms 2024 in Zusammenarbeit mit TanzFaktur in Köln. REFLEKT ist eine Initiative des Goethe-Instituts Südostasien, welche seit 2023 Raum für grenzüberschreitende künstlerische Zusammenarbeit, kritische Reflexion und kontinuierliches kreatives Lernen schafft.
Im Anschluss an die Präsentation sind Siska Aprisia, Jay Afrisando, zusammen mit dem Literaturautor aus Minangkabau Esha Tegar Putra und der Geschichtenerzählerin Kennya Rinonce.
Biografie
geb. 1992, Pariaman, Indonesien, hat einen Bachelor in Darstellenden Künsten und einen Master in Tanzgestaltung am Institut Seni Indonesia Padangpanjang abgeschlossen. Ihre Arbeit, die ihre Wurzeln im Ulu Ambek Silat und in persönlichen Erlebnissen hat, umfasst Tanz, Theater, Film und Installation. Siska ist als Tänzerin, Choreografin, Dozentin und Beraterin für Kunstfestivals tätig.
Komponist, Multimediakünstler, Wissenschaftler und Pädagoge, setzt sich in seiner künstlerischen Praxis mit auraler Vielfalt, Behinderung und Zugänglichkeit als methoden- und medienübergreifende Quellen der Kreativität auseinander. Derzeit ist er Stipendiat des Künstlerprogramms des DAAD 2024–25 sowie Assistenzprofessor für Musik an der University of California, Santa Cruz.
ist ein Literat aus Minangkabau, West-Sumatra. Esha schreibt Gedichte, Prosa, Theaterstücke sowie Essays zu Kunst und Kultur. Zuvor war er als Forscher bei der Kommission für Archiv und Sammlung des Kunstbeirats Jakarta tätig und kuratierte mehrere Ausstellungen mit Archivmaterial zur Kunstgeschichte. Derzeit promoviert er am Fachbereich Literaturwissenschaft der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universitas Indonesia.
ist eine Geschichtenerzählerin, die mit Theater, Tanz und Live-Events als kreative Ausdrucksformen arbeitet. Sie war Teil eines Kulturresidenzprogramms des indonesischen Bildungs- und Kulturministeriums in Aotearoa Neuseeland (Pegiat Budaya) und arbeitete für die indonesische Kreativwirtschaftsagentur an einem Tanzprojekt mit lokalen Gemeinschaften in Wakatobi, Sulawesi. Nach ihrem Bachelorabschluss an der Fakultät für Kunst und Design des ITB (2013) spezialisierte sie sich auf interdisziplinäre Performance und erhielt 2020 den Master of Arts an der UCL in Großbritannien. Aktuell ist sie Mitglied des Tanzkomitees im Dewan Kesenian Jakarta.
Links zum Thema
Ort
Pusat Kebudayaan Jerman
Jl. Sam Ratulangi 9-15
Jakarta 10350
Indonesien