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18:30 Uhr

Dealing in Distance

Mini-Festival|Eröffnungsabend

  • CushCush Gallery

  • Sprache Englisch, Indonesisch
  • Preis Freier Eintritt

Dealing in Distance © Goethe-Institut Indonesien und Maria Uthe

Dealing in Distance © Goethe-Institut Indonesien und Maria Uthe

Mengguh Les: Exploring the Diversity of Flavors in Bali
Don Rare Nadiana x Wulan Dewi Saraswati, künstlerische Kochperformance und gemeinsames Essen

Mengguh ist ein traditionelles Gericht aus dem Distrikt Tejakula im Regierungsbezirk Buleleng, das je nach Dorf in unterschiedlichen Varianten zubereitet wird. In Desa Les hat Mengguh eine besondere kulturelle Bedeutung: Es dient nicht nur als Alltagsspeise, sondern ist auch ein wesentlicher Bestandteil des sozialen und rituellen Lebens. Das Gericht wird häufig bei religiösen Zeremonien, Gemeindefesten und Familientreffen serviert. Zubereitet wird Mengguh aus Reisbrei, der mit Kurkuma und Gewürzen gekocht wird, und mit Gemüse, Erdnusssauce und gelegentlich Fisch in Pindang-Brühe gereicht wird.

Ein charakteristisches Merkmal von Mengguh ist die ideale Zubreitung, die lokal als mata katak bezeichnet wird—perfekt gegart, weder zu roh noch zu weich. Auch unter dem Namen Bubuh China bekannt, spiegelt das Gericht die lange Geschichte interkultureller Begegnungen in der Region wider, insbesondere den Austausch zwischen lokalen Gemeinschaften und chinesischen Migrant*innen seit mindestens dem 9. Jahrhundert, als Desa Adat Les als kleiner Küstenhafen fungierte.

Die Geschichte von Desa Les ist geprägt von Migration, Vertreibung und Neuansiedlung – Erfahrungen, die bis heute die kollektive Identität des Ortes formen. Vor diesem Hintergrund kann Bubuh Mengguh als ein Geschmacksarchiv verstanden werden: Es verbindet heutige Generationen mit den Geschichten ihrer Vorfahr*innen und verkörpert zugleich Prozesse kultureller Anpassung und sozialer Integration.

Im Rahmen der Kochdemonstration Bubuh Mengguh werden die Besucher*innen nicht nur in eine kulinarische Praxis eingeführt, sondern auch eingeladen, sich mit der vielschichtigen Vergangenheit Desa Les auseinanderzusetzen, die von Diaspora, kulturellem Austausch und gemeinschaftlicher Resilienz geprägt ist.

Chefköchin: Ni Made Asrini
Assistierender Koch: Luh Priyati
Helfer: Ketut Madiawan
Erzähler und Helfer: Nyoman Nadiana

Mai Mai Melali: Following the Traces of “Willst du mit uns gehen?”
I Putu Oka Surya Pratama, Tanz, 20 min.

Diese Performance entstand als Antwort auf das Werk „Willst du mit uns gehen?“ von Seah Zelin die die Erfahrungen südostasiatischer Migrant*innen in Europa thematisiert — insbesondere jener, die unter unsichtbaren Bedingungen arbeiten und zugleich den Alltag aufrechterhalten. Während Zelin mithilfe von Decken und Restmaterialien aus der Palmölindustrie Fragen nach Körper, Arbeit und übersehenen Lebensrealitäten verhandelt, überträgt diese Performance ähnliche Fragestellungen in den Kontext Balis und der Diaspora.

Anstatt Bali als abgeschlossene oder exotisierte kulturelle Identität darzustellen, nähert sich die Arbeit dem balinesischen Körper als einem Körper in Bewegung — geprägt von Verlagerung, von einem Dazwischen-Sein in Sprachen, Praktiken und Geschichten. Mai Mai Melali eröffnet eine Erzählung des balinesischen Körpers in der Gegenwart: verletzlich, unsicher und in einem fortwährenden Aushandlungsprozess mit den Veränderungen, die durch die extraktive Kommodifizierung des Tourismus hervorgebracht werden.

Choreografie: I Putu Oka Surya Pratama
Performances: Puji Syahropi, I Wayan Eka Parta Muliana, Made Githa Sanjiwani, I Putu Pande Surya Pramana

BEFORE THE PULSE FAILS
Für Perkussion, Scratch und Elektronik, Wayan Gde Yudane x Putu Septa, Percussion-Performance, Elektronik, 15 min.

Die Essenz des Lebens: So wie der Puls bestätigt, dass ein Mensch am Leben ist, kann der “Puls“ einer Situation ihre zentrale Aktivität, Energie oder ihren inneren Zweck sein. Wenn der Puls aussetzt, geht diese Essenz verloren.

Komposition: Wayan Gde Yudane
Performance: Wayan Gde Yudane & Putu Septa
Produktion: Kubu Music

Künstler*innen

betreibt regenerativen Tourismus in Desa Les und ist Reiseschriftsteller für tatkala.co. Als Reisender, Guide und Händler verbindet er persönliche Erfahrungen mit nachhaltigen Tourismuspraktiken, die lokale Kultur, Natur und die wirtschaftliche Grundlage der Gemeinschaft stärken. 

liebevoll Oka genannt, ist ein Tänzer aus Bali, dessen künstlerische Praxis in den lebendigen Traditionen des balinesischen Tanzes verwurzelt ist. Seine tänzerische Ausbildung begann bereits in der Grundschule und vertiefte sich in der Arbeit mit dem Ratna Kumara Studio sowie dem Warini Bali Dance Studio, wo er sich intensiv mit überlieferten Bewegungsformen, Techniken und performativen Wissenssystemen auseinandersetzte. Geboren am 29. April 2001 in Denpasar, absolvierte Oka 2023 sein Bachelorstudium im Fach Tanz am Indonesian Institute of the Arts (ISI) Bali. Anschließend setzte er seine akademische und künstlerische Forschung im Rahmen eines Masterstudiums am Indonesian Institute of the Arts (ISI) Yogyakarta fort, das er 2025 abschloss.

ist ein zeitgenössischer und experimenteller Komponist, der für seine kulturübergreifenden Arbeiten bekannt ist, in denen er östliche und westliche Musiktraditionen miteinander verbindet. Seine vielfältige künstlerische Praxis umfasst Gamelan, westliche Streicherensembles, elektroakustische Performance, Film, Klanginstallationen und Theater. Sein Werk wurde bereits durch zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen anerkannt. 

(Denpasar, 1994) ist Schriftstellerin, Regisseurin und Pädagogin, die Kunst als einen Raum für Heilung und Bildung versteht. Sie ist als künstlerische Leiterin und Gründerin von Komunitas Aghumi tätig, einem darstellenden Kunstraum, der Tarot als künstlerische Ausdrucksform und als Medium gesellschaftlicher Reflexion positioniert.

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