Montag 26. Oktober 2020 – 20:30 Uhr
Tristana
Regie: Luis Buñuel, Spanien 1970, 99’, Originalversion mit itl. UTs
Die junge Tristana lebt nach dem Tod ihrer Mutter unter der Obhut des angesehenen Aristokraten Don Lope. Doch ihr Vormund hat nicht nur väterliche Gefühle für die junge Frau. Er verführt sie und macht sie zu seiner Geliebten. Er besteht jedoch darauf, dass Tristana ein freier Mensch sei. Tristana verliebt sich schließlich in den Künstler Horacio und trennt sich von Don Lope. Doch dann erkrankt sie. Aufgrund eines Tumors wird ihr ein Bein amputiert. Tristana kehrt zu Don Lope zurück, doch sie will sich rächen.
Montag 2. November 2020 – 20:30 Uhr
Caprice
Regie: Emmanuel Mouret, Frankreich 2015, 100’, Originalversion mit itl. UTs
Der Lehrer Clément, ist wunschlos glücklich. Die Schauspielerin Alicia, die er schon ewig bewundert, ist seine neue Geliebte. Doch dann lernt Clément die junge, lebenslustige und leicht verrückte Caprice kennen, die sich in ihn verguckt hat…
19:00 Uhr | Präsentation der Spezialausgabe der Zeitung Il Mulino
30 Jahre Wiedervereinigung Deutschlands
Mit Mario Ricciardi, Il Mulino und Regina Krieger, Handelsblatt.
Für die Spezialausgabe haben geschrieben u.a.: Claus Leggewie, Jana Hensel, Hendrik Puls, Elsa Köster und Jürgen Hambermas.
20:30 Uhr | Film Der geteilte Himmel
Regie: Konrad Wolf, DDR 1963/64, 113 Min., Originalversion mit itl. UTs
1961 in der DDR, kurz vor dem Bau der Mauer. Rita Seidel ist nach ihrem Zusammenbruch aus der Stadt Halle in ihr Dorf zurückgekehrt, um Ruhe zu finden. Sie erinnert sich an die vergangenen Jahre, an ihre Liebe zum Chemiker Manfred Herrfurth, an ihre Arbeit in einer Waggonfabrik und an ihr Studium fürs Lehramt. In der Fabrik und an der Uni gab es Probleme mit politischen Opportunisten und ideologischen Hardlinern; Ritas Liebesbeziehung fand ein Ende, nachdem Manfred, verbittert über die Betonköpfe, die sein neues chemisches Verfahren abgelehnt hatten, nach Westberlin gegangen war und Rita nicht mitkommen wollte.
Der geteilte Himmel, entstanden nur wenige Jahre nach dem Mauerbau, ist einer der mutigsten Spielfilme, die je in der DDR gedreht wurden, nicht nur wegen seiner ungewöhnlichen Dramaturgie, sondern weil er die Verantwortung für die Konflikte im eigenen Land und nicht beim „Klassenfeind“ sucht.
Montag 16. November 2020 – 20:30 Uhr
Diamantes negros
Regie: Miguel Alcantud, Spanien/Portugal 2013, 94’, Originalversion mit itl. UTs
Amadou und Moussa werden von einem Talentscout von Mali nach Spanien gelockt. Von ihren Familien getrennt und in Aussicht auf großen Triumph, werden die Jungen nach Madrid geschleust. Auf der Reise erfahren sie die Schattenseiten des Fußballs.
Drei
Regie: Tom Tykwer, Deutschland, 2009-2011, 119 Min., Originalversion mit it. Untertiteln
Ihre Beziehung hat sich in zwanzig Jahren ein wenig abgenützt; Hanna und Simon scheinen mehr von der Vergangenheit als vom Glauben an die gemeinsame Zukunft zu leben. Dann verlieben sie sich in denselben Mann, und keiner weiß von den sexuellen Abenteuern des Partners. Als die Wahrheit ans Licht kommt, findet das Trio eine überraschende Lösung.
Montag 30. November 2020 – 20:30 Uhr
Les Parapluies de Cherbourg
Regie: Jacques Demy, Frankreich 1964, 91’, Originalversion mit it. Untertiteln
Als Automechaniker 1958 in den Algerienkrieg zieht, schwören er und Verkäuferin Geneviève sich ewige Treue – ohne zu ahnen, dass ein Kind unterwegs ist. Bei seiner Rückkehr ist sie mit dem betuchten Juwelier Roland verheiratet. Zwar findet auch Guy eine neue Liebe, aber der Schmerz sitzt tief… Typisch für Regisseur Demy: eine melancholische Welt mit heiterem Anstrich voller Musik und Tanz. Der komplett eingesungene Klassiker (Musik von Michel Legrand) gewann die Goldene Palme und war für fünf Oscars nominiert.
Montag 14. Dezember 2020 – 20:30 Uhr
La mano invisible
Regie: David Macián, Spanien 2016, 80’, Originalversion mit itl. UTs
In einer Fabrikhalle verrichten Fachkräfte ihre Arbeit, während sie von einem Publikum, das sie nicht sehen können, beobachtet werden. Diese Realityshow erhebt den Anspruch, Kunst zu sein. Die Darsteller wissen nicht, dass sie Teil eines Experimentes sind und haben keine Ahnung, wer in diesem geschmacklosen Marionettenspiel die Fäden zieht.
Diese Verfilmung des gleichnamigen Romans von Isaac Rosa ist eine Parabel über die Absurditäten der heutigen Arbeitswelt. Hier werden Adam Smiths Theorien ad absurdum geführt: Die Arbeitskraft dient keinem produktiven Zweck, sondern wird als sinnlos und banal dargestellt.
Montag 11. Januar 2021 – 20:30 Uhr
Alle Anderen
Regie: Maren Ade, Deutschland 2009, 124’, Originalversion mit itl. UTs
In der sehnsuchtsvollen Ferienstimmung auf Sardinien, losgelöst vom Alltag, spitzen sich die Probleme des Paares um Freiheit und Anpassung drastisch zu. Die intimen und allzu bekannten Gefühle, Situationen und Handlungsmuster werden von den herausragenden Darstellern so wahrhaftig und lebensnah vermittelt, dass es beinahe schmerzt.
Montag 18. Januar 2021 – 20:30 Uhr
Jessica Forever
Regie: Caroline Poggi, Jonathan Videl, Frankreich 2018, 97’, Originalversion mit itl. UTs
Das Fantasy-Drama Jessica Forever dreht sich um Jessica, die eine Ersatzmutter für ihre wild zusammengewürfelte Familie ist. Jessica führt sie dabei auf immer neue Missionen, um noch mehr Menschen in dieser dystopischen Welt das Leben zu retten und inspiriert somit die Menschen um sich herum.
Montag 25. Januar 2021 – 20:30 Uhr
Biancanieve
Reige: Pablo Berger, Spanien/Frankreich 2013, 104’, Originalversion mit ilt. UTs.
Ein Schneewittchen, wie es sich die Gebrüder Grimm nicht besser hätten erträumen können – stumm, schwarzweiß und angesiedelt im Spanien der 20er Jahre.
Carmen ist die Tochter eines berühmten Matadors, der nach einem Stierkampf im Rollstuhl endet. Die böse Stiefmutter verdammt das kleine Mädchen zu den niedrigsten Arbeiten und versucht nach dem Tod des Vaters auch sie zu beseitigen. Als Carmen die Flucht zu einer Schaustellertruppe kleinwüchsiger Toreros gelingt, entdeckt sie ihre wahre Berufung und wird zur Königin der Corridas….
Montag 1. Februar 2021 – 20:30 Uhr
Auge in Auge – Eine deutsche Filmgeschichte
Dokumentarfilm von Michael Althen, Hans Helmut Prinzler, Deutschland 2007/2008, 107’, Originalversion mit itl. UTs.
Ein Film über die Liebe zum Kino, eine Entdeckungsreise durch hundert Jahre deutsche Filmgeschichte, die zeigt, wie nahe uns in Wirklichkeit ist, was so fern erscheint. Auge in Auge spürt den großen Momenten des deutschen Kinos nach, lässt unvergessliche Bilder Revue passieren und macht Lust auf die Wiederbegegnung mit Klassikern. Filmschaffende wie Caroline Link, Doris Dörrie, Michael Ballhaus, Tom Tykwer, Wim Wenders, Dominik Graf, Christian Petzold, Andreas Dresen, Wolfgang Kohlhaase und Hanns Zischler erklären anhand von Szenen, welche Filme für sie wichtig waren und versuchen der Frage auf den Grund zu gehen, was eigentlich so deutsch am deutschen Film ist. So wird Schicht um Schicht freigelegt, was so oft den Blick auf unsere Filmgeschichte verstellt. Eine Hommage an das, was wir am deutschen Kino lieben.
Montag 8. Februar 2021 – 20:30 Uhr
Eastern boys
Regie: Robin Campillo, Frankreich 2013, 128’, Originalversion mit itl. UTs
Ein Mann und ein ukrainischer Migrant lassen sich auf eine heikle Beziehung ein. Am Gare du Nord spricht der schwule Daniel den osteu-ropäischen Rumtreiber „Marek“ an. Doch die Sache läuft anders als erwartet… Der Drehbuchautor und Regisseur Robin Campillo überzeugt mit einem langsamen Beziehungs- und Milieudrama, das stetig spannender wird. Ein kleiner Film über die Liebe und den Mut, den sie einfordert.
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