Rote Sterne überm Feld
Film|Goethe on Demand Jahresreihe 2026: Risse in der Wirklichkeit
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Online Online
- Sprache Deutsch, mit englischen Untertiteln
- Preis Kostenfrei
Drama / Krimi /Historienfilm, Deutschland, 2025, 138 Minuten
Regie: Laura Laabs
Mit: Hannah Ehrlichmann, Jule Böwe, Hermann Beyer, Andreas Döhler, Jenny Schily, Uwe Preuss, Rainer Reiners, Arnd Klawitter
Nach einer politischen Protestaktion taucht Tine in ihrem Heimatdorf unter. Als dort ein Skelett aus dem Moor auftaucht, werden verdrängte Geschichten aus einem Jahrhundert deutscher Vergangenheit freigelegt. Zwischen Krimi, Historienfilm und politischem Drama zeigt Laura Laabs, wie Geschichte und Gegenwart ineinanderwirken und die kollektive Erinnerung Risse bekommt.
Deutschland im Frühling: Die junge Aktivistin Tine muss untertauchen, nachdem ihre letzte politische Aktion als Terrorakt eingestuft werden könnte. Zuflucht findet sie in ihrem Heimatdorf Bad Kleinen, auf dem heruntergekommenen Hof ihres Vaters. Doch die vermeintliche Ruhe in der ostdeutschen Provinz endet abrupt, als direkt vor ihrer Haustür ein jahrzehntealtes Skelett aus dem Moor geborgen wird. Das Dorf gerät in Aufruhr, und mit dem Fund brechen verdrängte Geschichten aus einem Jahrhundert deutscher Vergangenheit hervor.
Tine beginnt eigene Nachforschungen und stößt auf drei mögliche Erzählungen: einen verschwundenen Wehrmachtssoldaten im Zweiten Weltkrieg, ein Opfer der RAF-Razzia von 1993 und einen unbequemen Vorarbeiter zur Zeit der DDR. Während sie tiefer in die Schichten des kollektiven Gedächtnisses eintaucht, wird sie zugleich mit ihrer eigenen Familiengeschichte und den politischen Spannungen der Gegenwart konfrontiert – von rechtsextremen Bestrebungen im Dorf bis zu neuen Formen des Widerstands.
Laura Laabs verwebt in Rote Sterne überm Feld die Genres Krimi, Historienfilm und politisches Drama zu einem vielschichtigen Werk über Erinnerung, Vergessen und die brüchigen Linien der Realität. Gerade in formalen Besonderheiten, wie den wechselnden Bildformaten, einer assoziativen Erzählweise und narrativen Sprüngen wird Realität selbst als widersprüchlich und von Erinnerung durchzogen erfahrbar.
Regie: Laura Laabs
Mit: Hannah Ehrlichmann, Jule Böwe, Hermann Beyer, Andreas Döhler, Jenny Schily, Uwe Preuss, Rainer Reiners, Arnd Klawitter
Nach einer politischen Protestaktion taucht Tine in ihrem Heimatdorf unter. Als dort ein Skelett aus dem Moor auftaucht, werden verdrängte Geschichten aus einem Jahrhundert deutscher Vergangenheit freigelegt. Zwischen Krimi, Historienfilm und politischem Drama zeigt Laura Laabs, wie Geschichte und Gegenwart ineinanderwirken und die kollektive Erinnerung Risse bekommt.
Deutschland im Frühling: Die junge Aktivistin Tine muss untertauchen, nachdem ihre letzte politische Aktion als Terrorakt eingestuft werden könnte. Zuflucht findet sie in ihrem Heimatdorf Bad Kleinen, auf dem heruntergekommenen Hof ihres Vaters. Doch die vermeintliche Ruhe in der ostdeutschen Provinz endet abrupt, als direkt vor ihrer Haustür ein jahrzehntealtes Skelett aus dem Moor geborgen wird. Das Dorf gerät in Aufruhr, und mit dem Fund brechen verdrängte Geschichten aus einem Jahrhundert deutscher Vergangenheit hervor.
Tine beginnt eigene Nachforschungen und stößt auf drei mögliche Erzählungen: einen verschwundenen Wehrmachtssoldaten im Zweiten Weltkrieg, ein Opfer der RAF-Razzia von 1993 und einen unbequemen Vorarbeiter zur Zeit der DDR. Während sie tiefer in die Schichten des kollektiven Gedächtnisses eintaucht, wird sie zugleich mit ihrer eigenen Familiengeschichte und den politischen Spannungen der Gegenwart konfrontiert – von rechtsextremen Bestrebungen im Dorf bis zu neuen Formen des Widerstands.
Laura Laabs verwebt in Rote Sterne überm Feld die Genres Krimi, Historienfilm und politisches Drama zu einem vielschichtigen Werk über Erinnerung, Vergessen und die brüchigen Linien der Realität. Gerade in formalen Besonderheiten, wie den wechselnden Bildformaten, einer assoziativen Erzählweise und narrativen Sprüngen wird Realität selbst als widersprüchlich und von Erinnerung durchzogen erfahrbar.
Die Filmreihe RISSE IN DER WIRKLICHKEIT widmet sich jenen Momenten, in denen die fragile Konstruktion von Realität ins Wanken gerät. Sie präsentiert Filme, die mit dem Einbruch des Surrealen in eine vermeintlich gesetzte Wirklichkeit spielen: Die bewusste Irritation des Publikums wird zum Stilmittel, der Riss wird zur dramaturgischen Setzung und eröffnet ungeahnte Spiel-Räume.
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